Verschiedene. Kohlarten
Verschiedene Kohlsorten © Dieter Hupka

 

Kohl im Garten zu ziehen ist wegen der großen Vielfalt der einzelnen Sorten lohnend. Eine gute Bodenvorbereitung und durchgängige Pflege ist jedoch von Nöten.




Ohne Kohlgemüse ist die Winterküche undenkbar. Inhaltliche Werte, gute Lagereigenschaften sowie eine gewisse Bodenständigkeit sind nach wie vor gefragt. Zwar sind alle Kohlsorten stets im Handel erhältlich, meist herrscht allerdings nur eine Standardsorte vor. Anspruchsvollere Varianten wie z. B. rosa Weißkohl (‚Marabel‘) oder lila Blumenkohl (‚Di Sicilia Violetto‘) sind weitaus schwieriger zu beschaffen, es sei denn, man hat sie im eigenen Garten. Das passende Saatgut gibt es im Fachhandel. Zudem ist ein im Bioanbau erzeugter Kohl weitaus wohlschmeckender als ein überdüngtes Produkt aus dem Erwerbsanbau.

Der Standort

Alle Kohlarten gedeihen am besten in schweren, wasser- und nährstoffreichen Böden. Um sich voll zu entwickeln, braucht eine Kohlpflanze viel Platz und Licht. In Gärten mit beschränktem Platzangebot sollte man auf Züchtungen zurückgreifen, welche weniger raumgreifend sind, z. B. Spitzwirsing  ‚Samantha‘, Weißkohl ‚Minicole F1‘ und ‚Micro F1‘.

Das Kohlbeet sollte schon im Herbst vor der Pflanzung mit reifem Kompost und einem organischem Dünger, wahlweise gut verrottetem Mist, getrocknetem Rinderdung, Hornspänen oder Blutmehl vorbereitet werden. Eine Überdüngung ist jedoch zu vermeiden, weil dies unweigerlich zu einem Qualitätsverlust führt.

Aussaat

Auch wenn es im Frühjahr vorgezogene Saatpflänzchen gibt, sollte man auf variantenreicheres Saatgut zurückgreifen. Die Saat geht leicht auf. Frühe Sorten werden ab März ins Frühbeet, späte Sorten ab April ins Freiland gesät. Man sollte nicht zu viele Pflanzen heranziehen, denn Kohl braucht viel Platz und entwickelt eine große Blattmasse. Haben sich die Jungpflanzen gut herausgebildet, werden sie vereinzelt auf einer Fläche von 40 x 40 cm gepflanzt. Eine zu enge Pflanzung hindert die Kopfbildung und fördert Krankheiten.

Mischkultur

Die großen Lücken zwischen den einzelnen Kohlpflanzen werden mit anderen, rasch wachsenden Pflanzen gefüllt, um so den Boden platzsparend zu nutzen. Eine gute Nachbarschaft fördert zudem das Aroma und verhindert Schädlinge. So verströmen etwa Tomaten oder Sellerie einen Duft, welcher Kohlweißlingen unangenehm ist. Salat und Spinat vertreiben Erdflöhe. Weitere gute Nachbarn sind Kartoffeln, Zwiebeln und Lauch.

Düngen und Wässern

Stehen Kohlpflanzen zu trocken, stockt das Wachstum und besonders Kohlrabi und Blumenkohl werden holzig. Auf eine gleichbleibende Bodenfeuchte ist also zu achten. Hierfür ist eine Mulchschicht ratsam. Als regelmäßige Düngung haben sich Brennnesseljauche und Steinmehl bewährt.

Bodenhygiene

Kohlpflanzen sind von vielerlei Schädlingen bedroht: Kohlhernie, Kohlgallenrüssler, Kohlfliege, Kohlweißling usw. Diese Schädlinge überwintern im Boden und in Kohlresten, weshalb auf eine gute Bodenhygiene zu achten ist. Es dürfen keine Strünke, Blätter oder Kohlreste auf dem Beet verbleiben. Diese müssen vielmehr über die Mülltonne entsorgt werden. Auf dem Komposthaufen können Schädlinge überleben und sich im Folgejahr munter vermehren.




Wird im nächsten Jahr eine Kohlkultur angelegt, ist ein anderes Beet zu wählen. Erst nach einer mehrjährigen Pause kann hier erneut Kohl gepflanzt werden. In der Zwischenzeit gedeihen hier Mittelzehrer (Zwiebeln, Möhren, Rote Bete) oder Schwachzehrer (Kräuter, Erbsen, Bohnen). Erbsen und Bohnen reichern den Boden zusätzlich mit Stickstoff an. Auf diese Weise werden den Kohlschädlingen die Nahrungsquellen entzogen und die Fruchtbarkeit des Bodens wiederum verbessert.

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