Goldrute
Eine Goldrute © Dieter Hupka

 

Viele Wildstauden sind in freier Natur selten geworden. Eine Pflanzung im Garten trägt zu ihrer Erhaltung bei.




Die Kompositionen des renommierten niederländischen Gartengestalters Piet Oudolf aus Gräsern und Wildstauden sind mittlerweile stilbildend für naturnahe Gärten. Werden Wildstauden an Standorten gepflanzt, die ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechen, entstehen langlebige und wenig pflegeaufwändige Gartensituationen.

Heimische Wildstauden überzeugen mit Blütenfülle und Robustheit. Im Gegensatz zu hochgezüchteten Hybriden, welche oft steril sind, bieten die wilden Schönheiten reichlich Nektar und Pollen, was sie für Insekten so wertvoll macht.

Königskerzen
Königskerzen © Dieter Hupka

Historie der Wildstauden

Als 1870 der Ire William Robinson sein Buch “The Wild Garden” veröffentlichte, erschienen seine Ideen im viktorianischen England geradezu revolutionär. Der aufwändigen geometrisch angelegten Blumenpracht, welche der damaligen Gartenmode entsprach, sagte er den Kampf an. Er propagierte einen mit winterharten Stauden, nicht nur einheimischen, sondern durchaus auch exotischen Pflanzen, bestückten Wildgarten. Eine harmonische, sich selbst erhaltende Pflanzengemeinschaft war sein Ideal, im Einklang mit der sie umgebenden Landschaft. Robinson war nicht der erste, der Naturnähe empfahl, aber er gilt als der Begründer des Naturalismus in der Gartenkultur.

Schafgarbe
Eine Schafgarbe © Dieter Hupka

Die Pflege naturnaher Gärten

In seinem Buch “The Wild Garden” vertrat Robinson die These: man könne einen Wildgarten getrost zehn Jahre lang sich selbst überlassen und fände ihn schöner denn je vor. Dem muss allerdings energisch widersprochen werden. Ohne ständige Pflege gerät nämlich auch ein Wildgarten schnell zur Wildnis. Dennoch bleibt bei der richtigen Pflanzenauswahl für den jeweiligen Standort die Gartenarbeit im erträglichen Rahmen. Es muss nicht andauernd gestängelt, gezupft oder bewässert werden.

Sterndolde (Astrantia)
Eine Sterndolde © Dieter Hupka

Pflanzenbeispiele für das Sommerbeet

Auf trockenen, nährstoffarmen Böden:

  • Goldruten (Solidago) mit gelben Blüten, bis 1 m hoch
  • Königskerze (Verbascum) mit gelben oder weißen Blüten, zweijährig, bis zu 2 m hoch
  • Eisenkraut (Verbena bonariensis) mit lila Blüten, kurzlebig, aber gut versamend, bis zu 1 m hoch
  • Schafgarbe (Achillea), je nach Sorte weiß, gelborange oder rot blühende Staude mit enormem Ausdehnungsdrang
  • sehr viele Geraniumarten (Storchenschnabel)
  • Wilde Malve (Malva sylvestris)
  • Echinacea und Rudbeckia
  • Frauenmantel (Alchemilla mollis), wertvolle Blattschmuckstaude mit grüngelber Blüte

Das Halbschattenbeet

Auf nährstoffreichen, kühlen, leicht feuchten Böden gedeihen:

  • Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) mit schönen blauen Blütenglocken, sehr giftig! bis zu 1,20 m hoch
  • Akelei, Anemonen, Astilben, Sterndolde (Astrantia major), Wiesenraute (Thalictrum)
  • Felberich (Lysimachia), auch Gelb- oder Gilbweiderich genannt
  • Günsel (Ajuga reptans), Bodendecker mit blauen Blütenquirlen
  • Kleinblütige Waldaster  (Aster divaricatus)
  • Tradeskantie (Tradescantia).




Das Schattenbeet

Es gibt nur wenige Stauden, die im Schatten hoch werden. Ausnahmen sind:

    • Beinwell (Symphytum)
    • Elfenblume (Epimedium), auch Sockenblume genannt
    • Fingerhut (Digitalis)
    • Mädesüß (Filipendula),
    • Große Telekie (Telekia speciosa) mit gelben Schalenblüten, bis 1,80 m hoch, starke Selbstaussaat
    • Salomonsiegel (Polylygonatum)
    • Silberkerze (Cimicifuga)
    • Steinsame (Lithospermum), als Bodendecker bestens geeignet
    • Wald-Geißbart (Aruncus dioicus) mit bis zu 1,50 m hohen weißen Blütenrispen
    • Wiesen-Ehrenpreis (Veronica longifolia).
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