Salomonssiegel1
Blühendes Salomonsiegel © Dieter Hupka

 

Der weißen Wurzel des Salomonssiegels wurden einst magische Kräfte zugesprochen. In jedem Fall ist sie eine dekorative Staude für schattige Lagen.




In schattigen Laub- und Nadelmischwäldern bis zu einer Höhe von 1.800 m ist die Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum) heimisch. Einen etwas höheren Lichtbedarf hat die Wohlriechende Weißwurz (Polygonatum odoratum), das seltener vorkommende Echte Salomonssiegel, welches deshalb eher an Waldrändern zu finden ist. Ihrer Wurzel wurden ehemals magische Kräfte zugeschrieben.

Salomonssiegel
Salomonsiegel im Garten © Dieter Hupka

Die Springwurz

Der dicke weiße Wurzelstock des Salomonssiegels verlängert sich jährlich um ein gutes Stück, weshalb er im Staudenbeet öfter dezimiert werden muss. Im hinteren Bereich sterben gleichzeitig einige Triebe ab und hinterlassen ringförmige Narben, welche entfernt an Siegel erinnern. Der heute übliche Name bezieht sich auf die Legende, wonach König Salomon mit Hilfe dieser Wurzel Felsen gesprengt habe, welche ihm bei seinem Tempelbau im Weg gewesen sein sollen. Jedoch nicht einfach jedwede Wurzel vermochte dies, denn die wundertätige Wurzel blieb dem Menschen verborgen und konnte nur mit Hilfe eines Spechtes gefunden werden. Einfach ausgegrabene Wurzeln hatten keinerlei Wirkung. Trotzdem hielt sich die Mär der fels- und eisensprengenden Kraft der Weißen Wurz. Noch bis ins 16. Jahrhundert hinein gab es Verordnungen, dass Springwurzeln von Inhaftierten wegen Fluchtgefahr ferngehalten werden mussten, weil sich mit ihrer Hilfe angeblich verschlossene Türen durch Zauberschlag öffnen ließen.

Auch sei diese Wurzel bei einer Schatzsuche äußerst hilfreich, denn mit ihr konnten vorgeblich tief verborgene Schätze aufgespürt und sogar dann gefahrlos gehoben werden, wenn sie durch Dämonen bewacht wurden.

Zauberwurz und Heilmittel

Eine Wurzel des Salomonssiegels unter dem Futtertrog im Kuhstall vergraben sollte Unheil von den Tieren abhalten. Pulverisierte Wurzeln mit zermahlenen Schneckenhäusern dienten bis ins 18. Jahrhundert als Mittel gegen Viehseuchen. Beim Menschen wurden einst Salomonssiegel als Mittel gegen Hühneraugen, Menstruationsbeschwerden sowie als Aphrodisiakum genutzt.

Heute findet die Pflanze noch in der Homöopathie als blutdrucksenkendes und harntreibendes Mittel Anwendung.

Aber Vorsicht: alle Teile der Pflanze, besonders die Beeren im Herbst, sind giftig!

Zierpflanze

Das Salomonssiegel aus der Familie der Maiglöckchengewächse ist eine dekorative Waldstaude mit überhängenden Trieben. Unterhalb der wechselständigen Blätter erscheinen im Mai paarig angeordnete weiße, grünüberhauchte Blüten, welche bei Polygonatum odoratum duften.




Die kräftigste Art ist das nordamerikanische Polygonatum commutatum, welches eine Höhe von bis zu 1,50 m erreicht. Bis zu acht Blüten erscheinen in einer Blattachsel, was der Pflanze im Volksmund den Namen „Sau mit Ferkelchen“ eingebracht hat.

Etwas weniger wüchsig (bis zu 1,20 m) ist die Hybride ‚Weihenstephan‘, welche durch große Blüten und eine schöne Herbstfärbung zu überzeugen vermag.

Dekorativ auch nach der Blüte sind wegen des weißgestreiften Laubes die Hybriden ‚Striatum‘ und ‚Variegatum‘.

Für das schattige Steingartenbeet bietet sich die zierliche japanische Art Polygonatum falcatum an.

Alle Salomonssiegel sind für gelegentliche Kalkgaben dankbar.

 

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