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Ein üppiges Staudenbeet © Dieter Hupka

 

Die Anlegung eines Staudenbeetes geht in vier Schritten vonstatten: Planung, Bodenvorbereitung, Gestaltung und Pflege.




Ein gepflegtes Staudenbeet, in dem es vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein blüht, ist wohl der Traum eines jeden Gärtners. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine sorgfältige Konzeption vonnöten.

Der Standort

Bevor man die Bepflanzung plant, sind zunächst die Standortbedingungen zu ermitteln. Deren Kenntnis verhindert, dass Pflanzen angeschafft werden, die der Lage nicht entsprechen und deshalb nicht gedeihen. Wichtige Kriterien hierbei sind die Licht- und Windverhältnisse.

Mixed Border
Gang durch ein Staudenbeet © Dieter Hupka

Der Boden

Im Gegensatz zum Standort lassen sich die Bodenverhältnisse durch geeignete Pflegemaßnahmen aufwerten. Ein schwerer Boden mit hohem Lehm- und Tonanteil ist oft nass, schlecht durchlüftet und bei längerer Trockenheit steinhart.

Sandige Böden halten dagegen das Wasser nur schwer und Nährstoffe werden schnell ausgewaschen.

Bevor es an die Bodenverbesserung geht, muss der Boden tiefgründig gelockert werden. Sollen ein ehemaliges Gemüsebeet oder eine Rasenfläche bepflanzt werden, reicht einfaches Umgraben aus. Bei einem Garten in der Umgebung eines Neubaus ist der Boden durch schwere Baufahrzeuge stark verdichtet. Hier muss zwei Spaten tief umgegraben werden.

Als nächster Schritt folgt das sorgfältige Entfernen aller Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke, Hahnenfuß, Löwenzahn, Ampfer und Disteln. Je penibler diese Arbeit durchgeführt wird, desto weniger muss später Unkraut gejätet werden.

Danach geht es an die Verbesserung des Bodens. Schwerer Boden wird mit Sand und Rindenhäcksel gelockert. Bei leichten Böden sorgt die Einarbeitung von Urgesteinsmehl für eine bessere Wasserbindung.

Eine Düngung mit Kompost und Hornspänen ist bei allen Bodenarten angebracht. Pro Quadratmeter werden drei Liter Kompost und fünfzig Gramm Hornspäne verteilt und oberflächig eingegrubbert.

Die Gestaltung eines Staudenbeetes

Mit welchen Pflanzen das Staudenbeet ausgerüstet werden soll, bedarf einer genauen Planung. Damit ein harmonisches Bild entsteht, ist eine Komposition verschieden hoher Pflanzen anzuraten. Das Beet sollte dabei nicht mit zu vielen verschiedenen Pflanzen besetzt werden. Wichtiger ist es, die Stückzahl einer Sorte zu erhöhen. Diese hängt jedoch vom Platzbedarf jeder einzelnen Pflanze ab.

Zunächst werden die Pflanzen gesetzt, die im Beet den Ton angeben sollen. Das sind die sog. Leitstauden mit der größten Höhe (120 – 150 cm). Man sollte sich hierbei auf zwei unterschiedliche Pflanzenarten beschränken, in einer Stückzahl von drei bis vier Exemplaren bei einer Beetgröße von ca. 2 x 3 m. Etwas niedriger sind die Begleitstauden. Sie stehen in größeren Gruppen (fünf bis sechs Stück). Den Abschluss am Fuß des Beetes bilden die Füllstauden. Sie werden großflächig gesetzt und bilden mit der Zeit dichte Teppiche.

Die Pflege

Nach der Pflanzung erfolgt eine ausgiebige Bewässerung, welche im ersten Jahr nicht vernachlässigt werden sollte, denn das Wurzelwerk der Pflanzen ist noch nicht so fest etabliert und ausgebildet, um Dürrezeiten zu überstehen.

Um die Bodenfeuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken, wird der Boden gemulcht. Dies kann mit Rasenschnitt oder des besseren Aussehens wegen mit Laub, vorzugsweise Buchenlaub, erfolgen. Oft wird als Mulch Rindenhäcksel verwendet. Dies sorgt zwar für einen ästhetischeren Anblick, entzieht dem Boden jedoch Nährstoffe wie z. B. Stickstoff.

Eine wichtige Pflegemaßnahme ist das Schneiden nach der Blüte. Viele Pflanzen entwickeln sich besser, wenn eine Samenbildung unterbunden wird. Rittersporn, Lupine, Feinstrahlaster und bunte Margerite blühen nach dieser Maßnahme sogar ein zweites Mal.




Auch Pflanzen brauchen Nahrung. Wieviel, hängt von ihrem persönlichen Habitus ab. Grundsätzlich ist mit Kompost im Frühjahr und im Herbst nichts falsch zu machen. Im Frühling wird zusätzlich organischer Dünger wie Hornspäne, getrockneter Tierdung, Pflanzenjauche oder Blutmehl eingesetzt. Blaukorn oder flüssiger Dünger sollten nur bei akutem Mangel und nur in kleinen Dosen verabreicht werden.

Eine Überdüngung macht Stauden blühfaul, weniger standfest und anfällig für Krankheiten und Frostschäden. Kälteempfindliche Stauden benötigen einen Winterschutz aus Laub.

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