Löwenzahn
Löwenzahn

 

Kaum ist das Gemüsebeet angelegt, sprießt auch schon das erste Unkraut. Welche Hausmittel gegen Spitzwegerich, Löwenzahn oder Ackerdistel helfen und wie sich Unkrautmittel ganz einfach selbst herstellen lässt, das verraten wir in den folgenden Zeilen.




Unkraut vernichten mit Salz und Essig?

Viele Gartenbesitzer schwören beim Vernichten von Unkraut auf Salz und Essig. Der Einsatz dieser Hausmittel ist allerdings verboten und außerdem schaden die Stoffe dem Boden erheblich. Besser geeignet ist kochendes Wasser. Das wird einfach über die Pflanzen gegossen und zerstört dadurch deren empfindlichen Organismus.
Auch Bullrichsalz aus der Apotheke hilft. Ein Esslöffel auf einen Liter Wasser genügt, um das Unkraut in den meisten Fällen langfristig zu vernichten.
Übrigens: Abflammen ist eine besonders wirksame Methode der Unkrautvernichtung und macht selbst den kleinsten Sprösslingen den Garaus.
Damit das Unkraut nicht wieder nachwächst, sollte es anschließend mitsamt Blüte entfernt werden. Wer keine Zeit zum Jäten hat, sollte zumindest die Blütenkopfe abschneiden. Das vermeidet, dass Löwenzahn und Co. Samen entwickeln und zu einer echten Plage werden.

Die beste Methode für jedes Unkraut

Löwenzahn wird am besten mit einem Löwenzahnstecher entfernt. Das Utensil entfernt die Pflanze restlos und unterbindet dadurch, dass sich neue Pflanzen bilden können. Für die sogenannte Quecke kann ein einfaches Messer oder ein anderer spitzer Gegenstand verwendet werden. Brennnesseln, Ackerdistel, Spitzwegerich, Breitwegerich und Giersch lassen sich am besten mit einem Spaten ausstechen – auch das Jäten per Hand funktioniert.
Unkraut zwischen Wegplatten und Mauerrissen wird am besten mit einem Fugenkratzer oder Messer entfernt. Ganz klassisch kann auch der Pfahlwurzelstecher verwendet werden: einfach dicht neben der Pflanze einstechen, die Erde etwas aufrütteln und das Unkraut mitsamt Wurzel herausziehen.
Tipp: Wer Unkraut aus einem sehr harten Boden entfernen möchte, sollte den nächsten Regenschauer abwarten. Aus einem feuchten Untergrund lassen sich die Pflanzen meist ohne Probleme am Stück herausziehen. Die Erde kann natürlich auch mit einer Gießkanne befeuchtet werden.

Damit erst gar kein Unkraut entsteht

Ist das Unkraut einmal entfernt, gilt es neuen Sprösslingen vorzubeugen. Das gelingt am besten mit einem Unkrautvlies. Das Hilfsmittel wird einfach auf das Beet aufgelegt und mit Erde bestreut – schon ist das Wachstum der Wildkräuter eingedämmt.
Ähnlich wirksam ist eine Schicht Mulch oder Stroh, die als oberste Deckschicht auf die zu schützenden Pflanzen gestreut wird. Dadurch sieht auch das Beet gepflegter aus. Zu beachten: Da Mulch dem Boden Nährstoffe entzieht, muss anschließend öfter gedüngt werden.




Aus Brennnesseln kann die sogenannte Brennnesseljauche hergestellt werden. Direkt auf den Boden aufgebracht, reduziert dieses natürliche Hausmittel nicht nur den Unkrautbefall, es wirkt auch als Dünger für die Erde.

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