Der Riesen-Bärenklau ist auch als Herkulesstaude bekannt
Der Riesen-Bärenklau ist auch als Herkulesstaude bekannt

 

Sollten Sie eins der unten erwähnten zehn Unkräuter entdecken, empfiehlt es sich, dies sofort zu entfernen.




Nach neuester Definition gibt es keine Unkräuter mehr, sondern nur Wildkräuter. Wer was im Garten dulden will, muss allerdings jeder selbst für sich entscheiden.

Als Unkraut Nummer eins würde vermutlich mancher den Giersch nennen. In der vorliegenden Aufstellung wird das expansive Kraut nicht genannt, denn er hat so viele positive Eigenschaften und kann sogar als Heil- und Gemüsepflanze genutzt werden.

Ebenso lassen sich Franzosenkraut und Vogelmiere bewerten, obwohl viele sie als Störenfried im Garten betrachten.

Hier sollen Pflanzen betrachtet werden, die keinerlei Nutzen haben, sogar zumeist giftig sind und sich so stark ausbreiten, dass man sie kaum entfernen kann.

Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) war vordem bei uns nicht heimisch, denn er stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und hat deshalb hier keine Fressfeinde, wodurch seiner Expansion keine natürlichen Grenzen gesetzt sind. Die bis über 3,5 m hoch werdenden Doldenblüher enthalten Substanzen, welche bei Kontakt in Verbindung mit Sonnenlicht auf der Haut heftige Verbrennungen bzw. Verätzungen hervorrufen. Beim Entfernen sollte man daher unbedingt Handschuhe tragen. Dabei ist – am besten im Frühjahr – der obere Teil der Wurzel auszugraben und – ggfls. mit Blütenstand und Samen – im Restmüll zu entsorgen, keinesfalls über den Kompost, weil er dort sonst erneut austreibt.

Beifuß Traubenkraut

Gleiches gilt für das Beifuß Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), auch Beifußblättriges Traubenkraut oder Ambrosia genannt. Bevor die Ambrosie mit ihren graufilzigen Blättern im August zu blühen beginnt, sollte sie vernichtet werden. Ihre Pollen können lebensbedrohliche allergische Reaktionen hervorrufen.

Achtung: Einige Vogelfuttersaaten können Ambrosiasamen enthalten!

Drüsiges Springkraut

Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera), auch Indisches oder Rotes Springkraut, früher auch Bauern-Orchidee genannt ist ebenfalls ein ursprünglich aus Indien stammender Neophyt, der durch seine enorme Selbstaussaat einheimische Pflanzen verdrängt. Er ist nicht giftig und wird sogar als Bienenweide geschützt.

Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) gilt als Heilpflanze für Menschen und Pflanzen (Pflanzenjauche). Die Zeigerpflanze für verdichtete Böden breitet sich durch Sporenbildung, vegetative Sommertriebe und über ein weitverzweigtes Wurzelwerk aus. Einmal etabliert, ist er kaum zu vertreiben, weshalb konsequent jeder Sporen- und Sommertrieb entfernt werden sollte. Den Wurzeln begegnet man durch fortwährendes Hacken und Ausstreuen von Kalk.

Quecke

Die Kriech-Quecke (Elymus repens), auch Kriechende Quecke, ist eines der lästigsten Unkräuter, weil man es kaum loswird, hat es erst einmal Fuß gefasst. Der unterirdische Wurzelstock breitet sich mit seinen vielen Ausläufern stetig aus und bildet mit der Zeit einen dichten Teppich. Deshalb muss jeder sich zeigende Halm sofort ausgestochen werden. Eine Samenbildung ist zu vermeiden. Auf stark verdichteten Böden tritt die Quecke besonders häufig auf.

Greiskraut

Das einheimische Gewöhnliche Greiskraut (Senecio vulgaris) blüht von Februar bis November. In dieser langen Vegetationszeit bildet es viele Samen aus und verbreitet sich deshalb massenhaft, wenn es nicht bekämpft wird. Weil das Greiskraut in allen Pflanzenteilen etliche Alkaloide enthält, die als Lebergifte gelten, sollte es über die Mülltonne entsorgt werden.

Kriechender Hahnenfuß

Auf feuchten Böden breitet sich flächig der Kriechende Hahnenfuß (Ranunculus repens) aus. Die Pflanze ist fest im Boden verankert und muss ausgestochen werden. Wegen meterlanger oberirdischer Ausläufer und einer langen Blütezeit von Mai bis Oktober ist die Pflanze extrem virulent. Alle Pflanzenteile enthalten das giftige Protoanemonin, das bei Kontakt mit der Haut Rötungen, Juckreiz oder sogar Blasenbildungen erzeugt.




Kanadische Goldrute

Ganz hübsch ist sie ja und kann auch in Salaten und getrocknet als Tee genossen werden: Die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis). Sie ist sehr konkurrenzstark. Wo sie wächst, hat keine heimische Pflanze eine Chance. Unterirdische Wurzelausläufer bilden dichte Matten. Eine Verbreitung durch eifrige Selbstaussaat ist zu vermeiden. Also rechtzeitig schneiden!

Stumpfblättriger Ampfer
Stumpfblättriger Ampfer

Ampfer

Einst galt er als Heil- und Gemüsekraut, heute wird er als Unkraut eingestuft. Der Stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius) ist eine mehrjährige Staude, welche bis zu 7.000 Samenkörner bildet, die 50 Jahre keimfähig bleiben. Also sollte man ihm beizeiten mit einem Unkrautstecher zu Leibe rücken. Alle Teile enthalten schwach giftige Oxalate. In größeren Mengen genossen führen sie zu Erbrechen, Koliken und Durchfall.

Windenknöterich
Windenknöterich

Windenknöterich

Der Windenknöterich (Fallopia convolvulus) ist eine einjährige Kletterpflanze, die ähnlich wie die Ackerwinde (Convolvulus arvensis) bis zu 1,80 m lange Stängel bildet, welche sich um alles, was sich in ihrer Nähe befindet, schlingen und unter sich begraben. Einmal im Garten angesiedelt wird man den Windenknöterich nur schwer wieder los.

 

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