Sauerampfer
Sauerampfer

 

Eins der ersten essbaren Frühlingsgewächse ist der Sauerampfer. Das vitaminreiche Wildkraut ist in der französischen Küche unverzichtbar. Zahlreiche Sorten sorgen für Abwechslung auf dem Speiseplan.




Kukuskraut, Sauergras oder Feldampfer sind einige der unterschiedlichen Namen für den Sauerampfer (Rumex acetosa). Das Knöterichgewächs ist auf der gesamten nördlichen Halbkugel zu finden. Auf ausreichend feuchten Böden gedeiht er in Sonne und Halbschatten vornehmlich auf Wiesen. Wegen des hohen Gehaltes an Oxalsäure in seinen Blättern, welche bei übermäßigem Konsum zu Koliken bei Weidevieh führen kann, gilt er bei Bauern als Unkraut.

Heilpflanze

Schalt Hildegard von Bingen Sauerampfer als „nur gut als Futter für Ochsen“, so schätzten die Völker der Antike das Knöterichgewächs durchaus. Zu Recht: neben zahlreichen Mineralien und Spurenelementen ist der Vitamin C-Gehalt des Sauerampfers mit dem der Zitronen gleichzusetzen. In der heutigen Kräuterheilkunde wird Sauerampfer zur Appetitanregung und Blutreinigung sowie gekocht als Abführmittel genutzt. Ein Zuviel des Krautes sollte von Menschen mit Gicht, Rheuma, Nierenleiden und empfindlichem Verdauungssystem wegen des hohen Oxalsäuregehaltes vermieden werden. Zudem fördert die Oxalsäure die Entstehung von Blasen- und Nierensteinen.

Bei den Seefahrern des Mittelalters war Sauerampfer bereits als Mittel gegen Skorbut bekannt.

Sauerampfer in der Küche

In der heutigen Zeit, in der vitaminreiches Obst und Gemüse ausreichend zur Verfügung stehen, wird Sauerampfer in größeren Mengen als Gemüse nicht mehr verwendet. Als Würzkraut ist er jedoch sowohl roh als auch kurz mitgegart unverzichtbar, besonders in der französischen Küche, weshalb fast alle kulinarischen Sorten aus Frankreich kommen.

Im Garten

Ist Sauerampfer in Frankreich überall im Handel erhältlich, ist dies bei uns eher die Ausnahme. So bleibt nur das Sammeln in freier Natur, was aber wegen des Einsatzes von Dünger oder Pestiziden nicht unproblematisch ist. Daher bietet sich der Anbau im Garten an. Die Aussaat erfolgt von Mitte/Ende März bis Ende Mai auf feuchten Böden in Reihen. Eine Spätaussaat ist bis Ende September möglich. Es empfiehlt sich, die Pflanzen bis auf 20 cm zu vereinzeln und zu stutzen, damit stets frische Blätter nachwachsen. Ausgewachsene Blätter sind hart und weniger aromatisch. Im Fachhandel sind vorgezogene Pflanzen oder auch Samen erhältlich.




Sorten

    • Für die Kultur in Töpfen oder Kübeln sind kleine Sorten geeignet wie Rumex acetosella, der Kleine Sauerampfer oder Zwerg-Sauerampfer und Rumex scutatus, der Schildampfer, auch Römischer Ampfer genannt.
    • Eine nicht blühende Sorte mit gutem Ertrag komme aus Kanada: Rumex acetosa ‚Profusion‘, ein Blatt-Sauerampfer mit dem Vorteil, dass die breiten Blätter länger saftig bleiben und nicht wie beim gewöhnlichen Sauerampfer mit der Blüte bitter werden.
    • Aus Frankreich kommt die Gourmetsorte ‚Oseille vierge‘ mit den größten und zartesten Blättern. Diese Sorte blüht nicht und kann nur durch Teilung vermehrt werden. Dies sollte alle drei bis vier Jahre erfolgen.
    • Schmackhaft und von Zierwert sind der Rote Sauerampfer (Rumex species) sowie der grüne, rotgeäderte Blutampfer Rumex.
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