Ein Insektenhotel
Ein Insektenhotel

 

Ein Leben mit der Natur, nicht gegen sie. Für mehr Nachhaltigkeit sorgt schon ein bewusstes biologisches Gärtnern.




Biologisch-dynamisch, alternativ, naturgemäß oder nachhaltig: Im Lauf der Jahre haben sich die Begriffe für ein und dieselbe Sache verändert. Ein Leben mit der Natur, nicht gegen sie. Gegen die Agrarwirtschaft mit immer höheren Erträgen kann sich der Einzelne nur durch sein Kaufverhalten wehren, was eine gesunde Lebensweise auf breiter Basis nicht viel weiterbringt. Dies hat eine Hinwendung der jüngeren Generation zur eigenen Scholle bewirkt.

Wenn man sein eigenes Gemüse zieht, weiß man, was letztendlich auf dem Teller liegt und schon die Kinder lernen, dass beispielsweise Radieschen nicht im Supermarkt wachsen.

Wer die Welt ändern will, muss bei sich selbst anfangen. Das ist am einfachsten im eigenen Garten durchzuführen.

Grundlage des biologischen Gärtnerns

Im biologischen Gartenbau gilt es, die vielfältigen Beziehungen der Pflanzen zu ihrem Standort, also zur Beschaffenheit des Bodens, des Klimas, der Lebenskreisläufe und der ansässigen Tierwelt zur erkennen und  zu nutzen. Natürliches Gärtnern heißt nicht, der Natur einfach seinen Lauf zu lassen, sondern ordnend einzugreifen.

Der Standort

Die Lage eines Gartens sowie das Klima lassen sich nicht verändern. Es muss daher geprüft werden, welche Pflanzen mit der Gegebenheit am besten zurechtkommen. Pflanzen, die einen trockenen, sonnigen Standort benötigen, werden auf einem noch so gut gemeinten nahrhaften Boden mit guter Bewässerung nicht prächtig gedeihen.

Der Boden

Das wichtigste Element ist der Boden, welcher naturgemäß in unterschiedlicher Qualität vorhanden ist. Über seine Beschaffenheit geben Zeigerpflanzen Auskunft.

Hier kann durch kultivierende Maßnahmen entscheidend eingegriffen werden. Wichtig ist eine Humusdecke, welche im Kreislauf der Jahreszeiten von allein, jedoch recht langsam entsteht.

Eine dicke, reichhaltige Humusschicht mit hohem Nährstoffgehalt und aktivem Bodenleben ist das Ziel jeden Gärtners. Um sie zu erreichen und zu erhalten muss alles, was ihr durch den Pflanzenwuchs entnommen wird, wieder ersetzt werden, was durch Gaben von Kompost zur erreichen ist.

Das Bodenleben

Kompost ist mehr als eine Fülle organischer Substanzen. Er enthält ein wimmelndes Leben von kleinsten Organismen (Bakterien, Pilze), kleinerer Tiere wie Geißel- und Wimperntierchen und etwas größerer wie Ringel- und Regenwürmer. Diese gilt es aktiv zu unterstützen und zu mehren.

Kein Gift

Natürlich ist der Garten auch von unliebsamen Lebewesen bevölkert wie Blattläusen, fressenden oder saugenden Insekten, Raupen und Schnecken.

Mit ihnen wollen wir aber nicht den Lohn unserer gärtnerischen Bemühungen teilen. Greift man jetzt zur Giftspritze, ist das Problem evtl. oberflächlich beseitigt, aber es wird damit auch ein Teil des biologischen Systems zerstört.

Sind die Blattläuse verschwunden, gibt es keine Marienkäfer, welche die nächste Generation von Läusen vertilgen könnte. Sind die Insekten vergiftet worden, finden Vögel keine Nahrung. Mit Schneckenkorn vergiftete Schnecken bringen den nützlichen Igeln einen qualvollen Tod.

Um das Gleichgewicht zu erhalten, sollten Schädlinge auf natürliche Weise bekämpft werden. So lassen sich Läuse mit Seifenlauge abwaschen, befallene Pflanzenteile abschneiden und vernichten, Schnecken und schädliche Raupen und Käfer absammeln. Mit einer erträglichen Menge an Schädlingen kommen gesunde kräftige Pflanzen gut zurecht.




Pflanzenbrühe und -jauche sind sinnvolle Unterstützer.

Um nützliche Insekten zu mehren, sollte ihnen nicht nur eine giftfreie Nahrung, sondern auch ein Unterschlupf, etwa in Form eines Insektenhotels, eingerichtet werden.

EIn Komposthaufen
Ein Komposthaufen

Dünger

Pflanzen leben nicht nur allein vom Humus mit seinen biologischen Inhaltsstoffen. Sie benötigen auch Mineralien und Spurenelemente, welche als Dünger verabreicht werden. Hierbei gilt – wie so oft – nicht die Regel „viel hilft viel“. Im Gegenteil kann ein Zuviel das empfindliche Gleichgewicht zerstören, was mit einem chemischen Volldünger leicht möglich ist. Abfallprodukte von Tieren sind im natürlichen Kreislauf vorhanden. Also lieber zu Hornspänen, Blut- und Knochenmehl sowie zum Mist von Pferden Hühnern und Rindern greifen.

Kalk als mineralischer Bestandteil sollte nur überlegt eingesetzt werden.

Nachhaltigkeit

Um einen giftfreien Garten zu erhalten, in dem alles im Lot ist, benötigt man Geduld und Erfahrung. Manchmal muss man auch mit weniger Ertrag zufrieden sein, ist dann aber sicher, dass man die Natur wertschätzt und schont, also für Nachhaltigkeit Sorge getragen hat.

Hornspäne Naturdünger 1 kg
  • Für bestes Wachstum, gesunde schmackhafte Früchte und kräftige Blüten - Die natürliche Alternative zu mineralischen Dünger
  • mit Sofort- und Langzeitwirkung
  • mild und sicher, keine Verbrennungsgefahr bei normaler Anwendung
  • anwendbar im biologischen Landbau nach EU-Verordnung (EWG 889/2008)
  • SPAREN Sie zusätzliche Versandkosten und bestellen mehrere Artikel aus unserem großen Sortiment: Alles rund um den Garten -> Seedshop24

Das könnte Sie auch interessieren:

Zitruspflanzen im Topf

Gartenplanung – gelbe Blumen im Hochsommer

Alant, der Riese im Garten

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann teilen Sie ihn doch über...
Share on Facebook
Facebook
Pin on Pinterest
Pinterest
Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on LinkedIn
Linkedin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.