Alant im Staudenbeet
Alant im Staudenbeet © Dieter Hupka

 

Die alte Heil- und Zauberpflanze Alant erreicht eine Höhe bis zu zwei Metern. Dem Riesen im Garten werden wundersame Kräfte zugeschrieben.




Alant (Inula helenium) ist eine großblättrige unempfindliche Solitärstaude, welche die stattlichen Ausmaße von bis zu zwei Metern Höhe erlangt. Die großen Blätter erinnern an Tabak, die gelben Blütenkörbe, welche im zweiten Jahr nach der Pflanzung erscheinen, an kleine Sonnenblumen. Er wächst willig in Sonne und Halbschatten und verkörpert eine unverzichtbare Staude im Bauerngarten.

Historie

Wo genau die Wiege des Echten Alant stand (bekannt auch unter den Bezeichnungen Alt- oder Darmkraut, Brustalant, Darm-, Edel- oder Glockenwurz, Odinskopf, Helenen- oder Schlangenkraut), ist wegen seiner großen Verbreitung nicht mehr sicher zu ermitteln. Vermutlich stammt er aus Klein- und Zentralasien oder Südeuropa (Spanien). Bei der in der Antike erwähnten Pflanze „helenion“ des griechischen Arztes Dioskurides oder „inula“ bei dem römischen Gelehrten Plinius d. Ä. handelt es sich höchstwahrscheinlich um Alant.

Auch hinter dem Zauberkraut Moly aus der antiken Mythologie, mit dem die Zauberin Kirke angeblich die Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelt hat, wird der Alant vermutet.

Heil- und Zauberkraut

Bei den Germanen wurde Alant auch Odinsauge oder Wotanshaupt genannt. Die Nähe zur höchsten germanischen Gottheit verleiht der Pflanze den Nimbus des Allheilmittels. Noch zu christlicher Zeit wurde seine Heilwirkung durch komplizierte Riten bei der Ernte gesteigert.

In Osteuropa wurden Teile der Pflanze zum Schutz gegen Verzauberung in die Kleider genäht.

Profaner verfuhren die Römer, welche die Alantwurzeln zur Behandlung von Magen-, Darm- und Lungenerkrankungen nutzten. Noch heute wird die Pflanze homöopathisch verwendet. Ihre wichtigsten Inhaltsstoffe sind Alantolacton und Isoalantolacton.

Alant 02
Die Alant-Staude erreicht beträchtliche Höhen © Dieter Hupka

Alant, die Duftpflanze

Nicht nur als Heilmittel wird die Alantwurzel genutzt, die nach zweijährigem Wachstum leicht vier Kilogramm wiegen kann, sondern als auch als ausgezeichnete Zutat wegen ihres Veilchenduftes und als Fixativ für Duftpotpourris.

Zwerge unter den Riesen

Heimisch ist hierzulande der Raue oder Rauhaarige Alant (Inula hirta) auf trockenen kalkhaltigen Wiesen in Mitteldeutschland. Inula britannica, der Wiesenalant, bevorzugt feuchtere Böden. Beide Sorten werden ca. 50 cm hoch.




Ein Zwerg unter den Riesen ist Inula ensifolia, der Schwert(blatt)-Alant, mit einer Wuchshöhe von 40 cm.

Noch kleiner ist Inula ensifolia ,Compacta‘ (Zwergalant), der nur 20-25 cm an Höhe erreicht.

Inula orientalis ,Grandiflora‘ (50 80 cm) setzt sich mit leuchtend orangegelben großen Blütenköpfen in Szene.

Eine ganz andere Seite zeigt der Salz-Alant (Inula crithmoides), im Aussehen ähnlich dem Echten Alant. Er wächst auf Küstenstreifen im Mittelmeerraum. Da seine sukkulenten Blätter eine wohlschmeckende Salatzutat ergeben, werden in wüstennahen Gegenden Versuche unternommen, Salz-Alant als Gemüsepflanze zu kultivieren.

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