Sonnenblumen sind als Zier- und Nutzpflanzen äußerst wertvoll. Wird zur Ölgewinnung meist nur eine Sorte verwendet, gibt es für die Schmuckpflanze sehr vielfältige Varianten.




Die Sonnenblume (Helianthus annuus), Urbild des Sommers, ist eine waschechte Südamerikanerin. In ihrer Heimat Peru und Mexiko galt sie als Symbol des Sonnengottes. Gleichwohl wurde sie ganz profan zur Ölgewinnung genutzt. Auch den Indianern Nordamerikas war sie als Nahrungsquelle bekannt und wurde schon in prähistorischer Zeit als Kulturpflanze angebaut. Zur Ölgewinnung wird meist die Varietät Helianthus macrocarpa verwendet. Im 16. Jahrhundert brachten spanische Eroberer die Sonnenrose, wie sie auch genannt wird, nach Europa. Hier wurde sie zunächst für Zierzwecke gezogen. Der Anbau als Ölfrucht erfolgte erst im 19. Jahrhundert in Russland in den sonnenreichen Gebieten nördlich des Schwarzen Meeres.

Zierpflanze

Wer eine Sonnenblume beschreiben soll, schildert sie als meterhohe Pflanze mit einer großen braunen Blütenscheibe, umgeben von gelben Zungenblüten. Dies ist der Prototyp von Helianthus annuus, von der es mittlerweile eine große Vielfalt gibt: Zwerge und Riesen, helles Gelb sowohl für die Scheiben- als auch die Randblüten, dunkles Rotbraun für die gesamte Blüte oder aber die klassische Form.

Anbau

Ab April werden die Samen, welche auch als gesunde Kern-Knabberei etwa auf Brötchen beliebt sind, direkt an Ort und Stelle ca. 30 cm tief in die Erde gedrückt.

Für eine frühe Blüte können Sonnenblumen auch im Topf auf der Fensterbank vorgezogen werden. Die Anzucht von Sonnenblumen ist für Kinder ein besonderes Erlebnis. Hier kann bestaunt werden, wie aus einem kleinen Samenkorn eine riesige Pflanze entsteht, deren Zuwachs fast täglich zu messen ist.

Sehr hohe Pflanzen müssen festgebunden werden, damit sie nicht Windböen zum Opfer fallen. Verbleiben einige Blumen während des Winters im Garten, freuen sich die Singvögel über eine Nahrungsquelle. Heruntergefallene Kerne treiben im Folgejahr wieder aus. Diese Blumen oder auch solche aus selbst gesammeltem Saatgut haben manchmal ein anderes Aussehen als die Vorjährigen. Das liegt an einer Hybridzüchtung, die mit F1 gekennzeichnet wird. Hierbei handelt es sich um nicht samenfeste Sorten. Die Pflanzen der nächsten Generation tragen die Erbinformation und damit den Habitus eines Elternteils, was durchaus nicht von Nachteil sein muss. Wer jedoch ein bestimmtes Ergebnis erwartet, sollte Samen aus dem Handel benutzen oder samenfeste Sorten wählen.

Sortenvielfalt bei den Sonnenblumen

Es gibt etwa 300 verschiedene Sorten der einjährigen Sonnenblume. Einige Züchtungen sind „pollenfrei“, worüber sich Allergiker freuen werden. Hierzu gehören:

  • Helianthus annuus The Joke F1 (160 cm), halbgefüllt, von Braun über Orange nach Gelborange changierend
  • Peach Passion F1 (120 cm), dunkles Gelb
  • Starburst Aura F1 (120 cm), hellgelb gefüllt
  • Shock-O-Lat F1 (bis 200 cm), der verzweigte Wuchs sorgt für viele Blüten in Braun mit gelben Spitzen.

Minis

Obwohl man mit Sonnenblumen immer eine gewisse Höhe verbindet, gibt es auch „Zwerge“ wie die

  • Pollenfreie Suntastic F1 (30 cm), gelb, ideal für Töpfe
  • Etwas größer, aber noch als Kübelpflanze zu erhalten ist Sunshot Golds F1 (40-60 cm), buschig verzweigt erinnern die goldgelben Blüten an Chrysanthemen
  • Puschelig ist der sortenechte Teddybär (50-80 cm), auf festen Stielen, die keine Stütze brauchen, stehen hellgelbe dicht gefüllte Blüten
  • Ganz in Gelb zeigt sich die edle Sorte Big Smile (30 cm)

Maxis

  • Mit 150 cm Höhe und damit im üblichen Bereich sind der Orange Discus (orange) und die verzweigte Sonja (100 cm), gelb,
  • Hoch hinaus will die Riesen-Sonnenblume King-Kong (bis 450 cm).

Attraktive Farben

  • Ganz in Rot kleidet sich die gefüllte Sonnenblume Double Dandy F1 (60 cm),
  • In braunen Samt die  Claret F1 (200 cm)
  • Klassiker (innen braun, außen gelb) sind die Sorten Goldener Neger (250 cm), Vanilleeis (bis 150 cm), Quarz (bis 120 cm), Solar Flash F1 (niedrig wachsend, ca. 50 cm), besonders gut geeignet für Topf oder Kübel und Waooh (90 cm).

Sonnenblumen als Heilmittel

Dass ein Tee aus getrockneten Sonnenblüten Husten stillen und Fieber senken kann, dürfte nahezu unbekannt sein. Frische Blütenblätter sind vitamin- und mineralstoffreich und eine dekorative Salatzugabe.

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