Bauerngarten mit Margeriten, Sonnenauge, Schleierkraut
Bauerngarten mit Margeriten, Sonnenauge und Schleierkraut © Dieter Hupka

 

Im typischen Bauerngarten gedeihen Blumen, Kräuter und Gemüse harmonisch miteinander. Traditionelle Stauden und Sonnenblumen sind ein Muss für diesen Stil.




Kein anderer Gartenstil ist so beliebt wie der des Bauerngartens. Sogar in der Stadt! Allein das Wort Bauerngarten reicht aus, um ein Bild von romantischer Idylle und dem Wunsch nach der guten alten Zeit entstehen zu lassen.

Alfred Lichtwark

Gärten der Bauern waren sehr vielgestaltig. Ihr Erscheinungsbild hing von der Region, den landschaftlichen Gegebenheiten und der Lebenssituation ihrer Besitzer ab. Die Gärten wohlhabender Bauern wurden zu Repräsentationszwecken gepflegt und orientierten sich an den Gartenanlagen der Oberschicht. Ganz anders war die Situation armer Landbewohner. Hier diente das kleine Stück Land als reiner Nutzgarten. Seine Erträge sicherten die Nahrungsversorgung. Für Blumen war meist kein Platz, es sei denn, sie dienten allenfalls als Heilkräuter.

Malve
Eine Malvenblüte © Dieter Hupka

 

Der nach heutiger Auffassung typische „Bauerngarten“ ist eine künstlerische Schöpfung des Hamburger Kunsthallendirektors Alfred Lichtwark (1852 – 1914). Seinem Entwurf lag eher das Konzept eines Klostergartens mit quadratischem Grundriss und Wegekreuz zu Grunde. Die Beeteinfassungen mit Buchsbaum erinnerten an barocke Ornamentik. Dieser überaus erfolgreiche Entwurf überlebte Kriegs- und Nachkriegszeiten, in welchen der Garten wieder das Überleben sicherte.

Als in den 1970er Jahren das Landleben populär wurde, erinnerte man sich des Hamburger Bauerngartens als „kulturelles Erbe“, obwohl eine historische Zuordnung gar nicht möglich war. Bestärkt wurde diese Auffassung, weil dieser Gartentypus durch Verwendung in bäuerlichen Freilichtmuseen seine vermeintliche Legitimation erhielt.

Die typischen Pflanzen

In den Beeten eines Bauerngartens sollte es möglichst bunt zugehen. Für den ordnenden ruhigen Rahmen sorgt die Buchsumrandung. Ein Farbkonzept ist nicht nötig. Ebenso tummeln sich ein- und zweijährige Sommerblumen und Stauden in fröhlichem Durcheinander. Um das bäuerliche Element zu unterstreichen gesellen sich Salat, Radieschen und Kohl mit dazu.

Phlox
Phlox © Dieter Hupka

Einjährige Sommerblumen:

  • Löwenmäulchen (Antirrhinum)
  • Duft-Wicken oder Gartenwicken (Lathyrus)
  • Ringelblumen (Calendula)
  • Zinnien (Zinnia elegans)
  • Tagetes
  • Cosmeen
  • Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Zweijährige Sommerblumen:

  • Goldlack (Erysimum cheiri)
  • Bartnelke (Dianthus barbatus)
  • Stockrose (Alcea rosea)
  • Fingerhut (Digitalis)

Stauden:

  • Obwohl zum uralten Blumenadel gehörig, aber wegen ihrer Langlebigkeit erschwinglich, ist die Pfingstrose (Paeonia) im Bauerngarten unverzichtbar.
  • Ebenso wie Rittersporn (Delphinium) und Flammenblume (Phlox), Sonnenhut (Rudbeckia), Sonnenauge (Heliopsis), Margerite (Leucanthemum) und Lupine (Lupinus).
  • Im Herbst sorgen Dahlien (Dahlia) und Astern (Aster) für Farbe.
  • Natürlich dürfen Petersilie (Petroselinum crispum) und Schnittlauch (Allium schoenoprasum) nicht fehlen. Blüte einer Päonie
Blüte der Päonie
Blüte der Päonie © Dieter Hupka

 

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