Ein schönes Buchsbaum-Ensemble
Ein schönes Buchsbaum-Ensemble © Dieter Hupka

Ob rustikal oder elegant – der Buchsbaum ist der ideale Begleiter für jeden Gartentyp. Der Buchsbaum (Buxus) gehört seit Jahrhunderten als traditionelles Hecken- und Formschnittgehölz in unsere Gärten. In seiner natürlichen Form als frei wachsender Strauch oder Baum wird das immergrüne Gehölz in kaum einem Garten zu finden sein, denn ließe man den Buchs sich ungehindert entwickeln, so entstünde ein struppiger, schier undurchdringlicher Urwald. Wegen seiner engen Verzweigung und dichten Belaubung ist dieses Gehölz wie kaum ein anderes für den Formschnitt geeignet.




Hart im Nehmen

Selbst nach einer rigorosen Behandlung durch Gärtners Schere zeigt er seine starken Qualitäten: immergrün, robust und anpassungsfähig. Bei guter Pflege und idealen Standortbedingungen überlebt er so manche Gärtnergeneration, denn er soll gut und gern 600 Jahre alt werden können.

Schlossherr

Buchsbaum wurde schon von den Germanen als rituelle Pflanze verehrt. Seinen Höhepunkt erlebte der Buchs in den Parkanlagen von Schlössern der Renaissance und des Barock. Niedrigwachsende Sorten (‚Suffruticosa‘, ‚Blauer Heinz‘, ‚Herrenhausen‘, ‚Green Gem‘) wurden zu verschlungenen Ornamenten (Knotengarten) Arabesken und Broderien gepflanzt. Die Zwischenräume wurden mit niedrigen Blumen bepflanzt oder mit farbigem Kies ausgestreut. Das Augenmerk lag jedoch immer auf dem immergrünen, auch im Winter dekorativen Buchs-Parterre. Sehenswerte Beispiele findet man etwa in Hannover-Herrenhausen, in Potsdams Schlosspark Sanssouci (UNESCO-Weltkulturerbe) und im Schwetzinger Schlossgarten.

Bauernbursche

Was dem Adel gefiel, wollte sich auch das Bürgertum zu eigen machen, was bei dem robusten heimischem Gewächs durchaus realisierbar war, und so fand der Buchs ab dem 19. Jahrhundert in Form von Beeteinfassungen und Formschnittgehölzen Einzug in die Gärten von Bürgern und Bauern. Der „typischer Bauerngarten“ nach seinem Schöpfer Alfred Lichtwark kommt ohne ein buchsgesäumtes Wegekreuz nicht aus.

Ein Knotengarten aus Buchsbäumen © Dieter Hupka

Standort und Pflege

Buchsbaum kommt an den unterschiedlichsten Standorten sowohl in voller Sonne als auch im Schatten zurecht. Ideal ist eine lehmige, humusreiche und kalkhaltige (pH-Wert von 6,5 – 7,5) Erde. Bei Böden mit geringem Kalkgehalt sollte alle zwei Jahre etwas Kalk um die Pflanzen gestreut werden. Die Düngung erfolgt meist durch die Versorgung der umliegenden Pflanzen mit Kompost und organischem Dünger. Buchspflanzen im Topf – ein beliebtes Gestaltungselement – werden mit speziellem Buchsbaumdünger im Gießwasser ernährt. Um die Sträucher in Form zu halten, ist ein zweimaliger Schnitt nötig. Der erste Schnitt erfolgt nach dem Frühjahrsaustrieb Ende Juni, der zweite im Oktober. Wichtig ist ein scharfes Schneidewerkzeug, damit die Zweige sauber durchtrennt und nicht gequetscht werden.

Krankheiten und Schädlinge

Seit einigen Jahren trüben Pilze die Freude am Buchs. Cylindrocladium buxicola ist für den Befall verantwortlich. Typisch für den Befall sind braune Flecke mit dunklem Rand auf den Blättern, die alsbald abfallen und die Sträucher verkahlen lassen. An dem Triebsterben, bei welchem die Zweige absterben, die Blätter jedoch vertrocknet hängenbleiben ist der Pilz Volutella buxi schuld. Bekämpft werden beide Schädlinge mit Fungiziden und einem starken Rückschnitt.

Wichtig: befallene Blätter und Zweige sorgfältig sammeln und über den Hausmüll entsorgen, um Ansteckungen zu vermeiden. Ein häufiger Schädling ist die Buchsbaumgallmücke, die ihre Eier in den Blättern der Triebspitzen ablegen, welche sich blasig auswölben. Auch hier ist ein energischer Rückschnitt vonnöten. Andere Fressfeinde sind die Raupen des Buchsbaumzünslers, welche im Inneren der Sträucher nur schwer zu entdecken sind. Hier helfen nur eine stetige Kontrolle und das Absammeln der Raupen. Auch hier muss alles Schnittgut von befallenen Pflanzen vernichtet werden!

Vermehrung

Buchsbaum lässt sich leicht durch Kopfstecklinge vermehren. Ideal sind 8 – 10 cm lange Zweige, welche beim Herbstschnitt anfallen. Die Triebspitzen werden ausgeknipst und die unteren Blätter entfernt. Die Stecklinge werden in Töpfe mit Anzuchtserde gesteckt und immer feucht gehalten. Die bewurzelten Pflänzchen werden im nächsten Frühjahr ausgepflanzt.

Sorten

Höhere Hecken oder Skulpturen benötigen stark wüchsige Sorten wie ‚Rotundifolia‘ oder ‚Handsworthiensis‘. Für kleinere Kugeln eignen sich breit wachsende Sorten wie ‚Rococo‘ und ‚Faulkner‘.

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