Vielseitig ist Nepeta – die alte Heil- und Teepflanze ist nicht nur bei Katzen beliebt, sondern als blaue Begleitpflanze für Rosen, im Steingarten und gar in schattigen Bereichen unverzichtbar.




Katzenminze (Nepeta) hat eine lange Tradition als Zier- und Heilpflanze. In keinem Garten sollte auf die variationsreiche Staude des Jahres 2010 verzichtet werden. Die krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler bereichert mit ihren meist blauen Blüten, die in lockeren Rispen oder Ähren die vierkantigen Stängel umgeben, je nach Sorte warme, trockene oder auch feuchte, schattigere Bereiche.

Die namensgebenden Katzen sind gar nicht so interessiert wie eigentlich vermutet wird. Wer bei der Pflanzung jedoch auf Nummer sicher gehen will, decke einen Drahtkorb über die Neulinge bis sie sich fest etabliert haben.

Blühende Katzenminze © Dieter Hupka

Heilkraut

In keinem Klostergarten fehlte einst die Echte Katzenminze Nepeta cataria, auch Katzenmelisse genannt, als Tee und Heilpflanze gegen Erkältungskrankheiten, zur Beruhigung und Verdauungsförderung. Ihr starker aromatischer Duft wird durch ätherische Öle verursacht.

Besonders Nepetalacton macht den Hauptanteil aus und wirkt auf Katzen einfach anziehend. Ihre weiß-rosa Blüten haben jedoch kaum Zierwert, sodass sie wohl nur von Katzenfreunden gepflanzt wird.

Graulaubige Zierpflanze

Als Zierpflanze hat sich bei uns die persische Katzenminze (Nepeta mussinii oder Nepeta faassenii) mit einer großen Sortenvielfalt bewährt. Alle Sorten sind vital, reich blühend und nach einem kräftigen Rückschnitt remontierend. Sie eignen sich vorzüglich zur Bepflanzung von trockenen Hängen, Steingärten und als Begleitpflanze für Rosen. Sogar die empfindliche Iris sibirica duldet Nepeta auf ihren Rhizomen.

Hohe Nepeta-Sorten

Zu den bekanntesten Sorten gehören die lilablaue ‚Six Hills Giant‘ mit einer Höhe bis zu 50 cm und die starkwüchsige violette ‚Walker‘s Low‘ (bis zu 60 cm hoch). Eine gelungene Kombination mit gelben Sommerblumen bildet die lilablaue  ‚Dropmore‘.

Niedrige Nepeta-Sorten

Für Steingärten oder als Kübelpflanzen sind kleinwüchsige Sorten Nepeta nervosa (30 – 50 cm) und Nepeta racemosa (25 – 40 cm) ideal.

  • Nepeta racemosa ‚Superba‘ wird nur 35 cm hoch, wächst dafür kräftig in die Breite.
  • Nepeta racemosa ‚Grog‘ (25 cm) zeichnet sich durch eine sehr dunkle Blüte aus und wird von Katzen gemieden.
  • Einen frischen Duft verströmt Nepeta racemosa ‚Odeur Citron‘ (30 cm).

Standort und Pflege

Katzenminzen sind sehr einfach in der Pflege, wenn man ihre Bedürfnisse berücksichtigt. Als Regel gilt: Je grauer das Laub, desto trockener, sonniger und nährstoffärmer sollte ihr Standort sein. Grünlaubige Sorten benötigen feuchtere, nährstoffreichere Böden und kühlere Temperaturen. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert einen kompakten Wuchs und einen zweiten Blütenflor.

Grünlaubige Sorten

Ein wenig an Nesseln erinnern die grünlaubigen Katzenminzen, welche bei uns seltener in den Gärten zu finden sind. Dabei beleben ihre schlanken violetten oder blauen Blütenkerzen wirkungsvoll schattige Plätze.




Diese Sorten stammen ursprünglich aus den lichten Wäldern Asiens.

Schöne Gartensorten sind Nepeta manchuriensis ‚Manchu Blue‘ sowie Nepeta subsessilis ‚Candy Cat‘, Nepeta subsessilis ‚Cool Cat‘ oder Nepeta subsessilis ‚Sweet Dreams‘.

  • Besonders große Blüten mit toller Fernwirkung hat Nepeta kubanica, die nicht aus Kuba, sondern aus dem nördlichen Kaukasus stammt und dort nach dem Fluss Kuban benannt wurde.
  • Wer über reichlich Platz verfügt, ist mit Nepeta sibirica ‚Souvenir d’Andre Chaudron‘ gut beraten. Diese Katzenminzen-Sorte entwickelt durch Ausläufer einen großen Expansionsdrang.
Katzenminze
  • Aussaatort: Gewächshaus - Fensterbank / Freiland
  • Aussaatzeit: März-Mai
  • Ernte: Juli-Sep
  • Eignung: Sofortverzehr roh oder gekocht, Überwinterung
  • - mehrjährig, Heil- und Duftpflanze (minzartig), weiß-rosa Blüten
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