Birnengitterrost
Vom Birnengitterrost befallene Blätter.

 

„Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand…“ Theodor Fontanes Gedicht um einen großzügigen Gutsherrn und seinen geizigen Sohn ist heute fast so beliebt wie der Birnbaum selbst, um dem es im Gedicht geht. Was aber, wenn dieser vom Birnengitterrost befallen ist? Darauf hätten seinerzeit wahrscheinlich weder Fontane noch Herr von Ribbeck Antwort gewusst. Wir zeigen die Möglichkeiten auf!

  • So lässt sich der Birnengitterrost erkennen
  • Das lässt sich gegen ihn tun
  • Die Rolle des Wacholders




Birnbäume: Eigentlich robust!

Die meisten Birnbaumsorten gelten als sehr widerstandsfähig und robust. Leider sind sie vor Krankheiten oder Schädlingsbefall dennoch nicht gefeit. Wichtig ist hier, dass Sie Ihre Birnbäume sorgfältig beobachten – und schnellstens eingreifen, wenn sie Krankheiten oder Schädlinge erkennen. In den meisten Fällen hilft nur ein sehr schnelles Behandeln und Gegensteuern, andernfalls wird Ihre Ernte deutlich geringer ausfallen. Bisweilen drohen auch noch härtere Konsequenzen.

Das ist Birnengitterrost

Unter Birnengitterrost versteht man eine aggressive Pilzkrankheit, die binnen kürzester Zeit sämtliche Blätter eines Birnbaums infizieren kann. Typische Symptome der Erkrankung sind unregelmäßige, meistens orange- bis rotfarbene Flecken auf den Blättern. Diese, zunächst einzelnen Flecken auf den Birnenblättern ziehen den betroffenen Birnbaum schnell und stark in Mitleidenschaft, so dass er binnen kurzer Zeit einen Großteil seiner Blätter verlieren kann und im Laufe der Jahre stark geschwächt wird.

Wacholder als Zwischenwirt

Der Erreger des Birnengitterrostes, lateinisch Gymnosporangium sabinae, gehört zu den wirtswechselnden Rostpilzen. Er benötigt für seinen Entwicklungszyklus  gleich zwei Wirte: die Birne und den Wacholder. Der Birnengitterrost überwintert entsprechend in Wacholderbüschen und dient damit quasi als Zwischenwirt für den Pilz, ehe dieser im Frühjahr wieder auf die Birnbäume wechselt. Was die Wacholdersorten betrifft, schwankt die Empfänglichkeit für den Gitterrost allerdings von Zuchtsorte zu Zuchtsorte beträchtlich. Der in Deutschland und den Wacholderheiden bestens bekannte heimische Gemeine Wacholder wird vom Birnengitterrost nicht befallen.

Der Vorgang des Befalls

Das Besondere beim Befall: Die Sporen des Birnengitterrostes können, vom Wind getragen, über 500 Meter weit durch die Luft schweben. (Achten Sie also nach Möglichkeit schon beim Pflanzen des Birnbaums darauf, dass kein Wacholderbusch in der Nähe ist.) Ist dies der Fall, setzen sich die Sporen auf den Birnbaum nieder, erkennen Sie dies an den orange- bis rotfarbenen Flecken auf den Oberseiten der Blätter; auf den Unterseiten der Blätter wuchern dann die Sporenkammern. Dabei sind diese Wucherungen – die in Form einer Warze erscheinen – zunächst noch von einer Haut umhüllt, die aber nach einer Weile aufreißt, so dass eine Art Gittergeflecht erkennbar ist; daher stammt auch der Name.

Was kann man tun?

Wichtig ist zuvorderst, mit allen Mitteln die Infektionskette zu unterbrechen! Bestenfalls, siehe oben, achten Sie beim Anpflanzen des Baums darauf, dass sich in der Nähe des Pflanzortes kein Wacholderbusch befindet; aber natürlich können Nachbarn auch nach dem Pflanzen Ihres Baums einen eigenen Wacholderbusch anpflanzen. Ist Ihr Baum befallen, entfernen Sie zunächst alle Wacholderarten aus dem eigenen Garten, gleichfalls natürlich die befallenen Triebe. Angesichts dessen, dass die Pilzsporen eine sehr große Reichweite haben, ist das zwar noch kein sicherer Schutz, das Risiko, dass die Bäume sich infizieren, wird dadurch allerdings deutlich gemindert. Schwieriger ist es aber, wenn Sie um Wacholder in den Nachbargärten wissen – hier können Sie dann Ihre Nachbarn nur darum bitten, es Ihnen gleichzutun, und Ihnen gegebenenfalls andere Pflanzen zum Ausgleich anbieten. Schutzwände – sofern Ihre Anbringung denn überhaupt möglich Birenist – nutzen dagegen in der Regel nicht viel.




Hilfe aus dem Fachhandel

Ebenfalls reduziert werden kann das Infektionsrisiko bei der Anwendung von bestimmten Pflanzenstärkungsmitteln; zumindest dann, wenn diese möglichst früh und auch regelmäßig erfolgt. Diese Mittel bekommen Sie im Fachhandel. In den Augen mancher Gartenfreunde gilt der Befall des Birnbaums mit Birnengitterrost als Ende des befallenen Baums, beziehungsweise die Behandlung als aussichtlos. Dem kann man widersprechen, allerdings: Das Einschreiten muss frühzeitig passieren!

 

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