Duftgeranien
Duftgeranien

 

Duftgeranie, Englische Geranie und Duftpelargonie: drei Namen für dieselbe Pflanze, einer Verwandten der beliebten Balkonblume. Sie sind eine Klasse für sich, denn ihre Blüten und die schmückenden Blätter verströmen einen zarten Duft.




Alle Geranien sind botanisch gesehen Pelargonien (Pelargonium). Ihre Bezeichnung gründet auf dem griechischen pélargos = Storch. Die aus Südafrika stammenden Pflanzen wurden, als sie um das Jahr 1700 von Kaufleuten nach Europa gebracht wurden, als Geranien tituliert (nach dem griechischen Wort géranos = Kranich). Aus dieser großen Familie mit den an Storchenschnäbel erinnernden Samenständen stammt die schöne Afrikanerin. Trotzdem ordnete der französische Botaniker Charles Louis L’Héritier de Brutelle sie 1789 der Gattung der Pelargonien zu. Dieser Name ist zwar bekannt, wird jedoch nur selten benutzt. Eine Geranie ist bei uns eine Geranie und ein Geranium ist ein Storchschnabel. Nicht korrekt, aber durch Gewohnheitsrecht legitimiert, weshalb auch hier weiterhin meist von Geranien gesprochen werden soll.

Duftgeranie, Duftpelargonie

Wer nicht gerade die farbige Bäuerlichkeit der Balkongeranien schätzt, wird von den anmutigen Blüten und den schön gezeichneten Blättern der Duftgeranien überrascht sein, die oft bei Berührung nach Rosen, Zitronen, Minze und Gewürzen duften.

Englische Geranien

Im (damals) regenreichen England waren im 18. und 19. Jahrhundert Duftgeranien noch mehr als die bekannten Balkongeranien äußerst beliebt. Blieb die Blüte wegen Sonnenmangels verhalten, so schmückte doch das schöne, je nach Sorte gefiederte oder bebänderte Laub. Beim Reiben der Blattdufter verströmten sie ein typisches Naturaroma. Durch Züchtungen auf der Britischen Insel wurden zahllose Sorten geschaffen, weshalb alle auch als Englische Geranien bekannt waren, auch als Edelgeranien oder Muttertagsgeranien bekannt.

Heute tragen nur noch die Regale-Hybriden diesen Namen. Sie zeichnen sich durch große, oft zweifarbige Einzelblüten in wunderbaren Rottönen mit dunkler Schlundzeichnung aus.

Blätter der Duftgeranie
Blätter der Duftgeranie

Blattschmuckstauden

Bei den Blattschmuck-Pelargonien hat das Laub eine wichtige zierende Funktion. Bei den Zonale-Hybriden ist eine ringförmige Zone auf den runden Blättern ein wichtiges Merkmal. Diese tritt in den mannigfaltigsten Färbungen auf, manchmal sogar dreifarbig. Die Farben der Blüten zeigen Töne in allen Rotschattierungen sowie in Weiß. Je nach Sorte sind sie einfach oder gefüllt.

Sorten

  • Die Blätter von ‚Mrs Pollock‘ sind so farbig, dass man durchaus eine Blüte nicht vermissen würde, bliebe sie denn wetterbedingt aus. Das Laub ist hellgelb, lila und grün panaschiert, die Blüten sind orangerot.
  • An Ahorn erinnert die Form der purpurfarbenen Blätter mit zartgrünem Rand der Sorte ‚Vancouver‘.
  • Bei ‚Pink Happy Thought‘ kräuseln sich gelbe Blätter mit grünem Rand. Die Blüte ist kräftig rosa.
  • ‚Mrs Parker‘ schmückt sich mit grün-weißen Blättern und zartrosa Blüten.

Bei den Peltatum-Hybriden erinnert das Laub an Efeu. Ihre Triebe haben einen hängenden Wuchs, ihre Blüten sind zu lockeren Dolden vereint in Pastellfarben oder glühenden Farben.

  • ‚Lady Plymouth‘ ist eine Sorte von 1805 mit weiß-grün gerändertem Laub, welches ein angenehmes Minz-Aroma verströmt.
  • Ähnlich ist der Duft bei ‚Joy Lucille‘. Sie hat ein beträchtliches Wachstum.

Zitronenduft

Der Zitronenduft ist bei vielen Sorten mehr oder weniger ausgeprägt.

Sorten sind beispielsweise ‚Queen of Lemons‘, ‚Lady Plymouth‘, ‚Lemon Fancy‘ oder ‚Prince Rupert‘.

Rosenduft

Duftgeranien werden bisweilen auch als Rosengeranien angeboten. Hier steht ein süßlicher, an Rosen erinnernder Duft im Vordergrund. Die hier genannten Sorten erreichen stattliche Höhen von bis zu 120 cm und ein üppiges Breitenwachstum.

Mit dem entsprechenden Schnitt lassen sie sich zu kleinen Bäumchen trimmen.

Sorten sind z.B. ‚Atlas of Roses‘ und ‚Bourbon‘. Aus ihnen wurde früher das begehrte Rosenöl zur Parfumherstellung gewonnen.

Die hier erwähnten Sorten sind nur ein kleiner Auszug aus einem riesigen Angebot.




Die Blätter können auch zum Aromatisieren von Potpourris oder für Duftkissen verwendet werden.

Überwinterung

Vor den ersten Frösten müssen die Duftgeranien ins Haus geräumt und kühl und hell überwintert werden. Damit sie nicht zu viel Platz in Anspruch nehmen, werden sie kräftig zurückgeschnitten. Aus den dabei anfallenden Stecklingen lassen sich leicht neue Pflanzen ziehen.

 

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