Brunnera 124
Eine Brunnera © Dieter Hupka

 

Bei den Blattschmuckstauden spielen die Blüten nur eine untergeordnete Rolle. Das Blatt in Form, Farbe und Struktur steht im Fokus des Interesses.




Grün, die Farbe der Natur, wirkt allein kombiniert mit Seinesgleichen keinesfalls monoton. Verschiedene Farbnuancen wie das dunkle Grün einer Ligularie, das Mittelgrün einer Hosta (Funkie) ,Marilyn Monroe‘ oder das matte bereifte Graugrün des Federmohns (Macleaya) erlauben feinste Kompositionen. Noch spannender werden derartige Gestaltungen, plant man Pflanzen mit außergewöhnlichen Blattfarben (Heuchera) oder mit panaschierten Blättern ein.

Wo Blätter im Mittelpunkt stehen, bleibt für ihre Blüten oft nur eine Nebenrolle. Die ornamentale Wirkung der Blattschmuckstauden lässt sich durch eine Auswahl der Blattformen und Strukturen gezielt steigern. So wirken etwa die riesigen Blätter der Hosta ,Big Daddy‘ noch ornamentaler, wenn man ihr einen filigranen Gräserhorst zur Seite stellt.

Kastanienblättrige Rodgersia
Eine kastanienblättrige Rodgersia © Dieter Hupka

Standortwahl und Pflege

Die meisten Blattschmuckstauden bevorzugen schattige bis halbschattige Lagen. Pflanzen mit weiß oder gelb panaschierten Blättern benötigen etwas mehr Licht. Zu schattige Plätze lassen sie vergrünen. Je sonniger die Stelle im Beet ist, desto häufiger muss gegossen werden. Bei der Pflanzung muss auf genügend Abstand geachtet werden, weil die meisten Blattschmuckstauden ein enormes Ausmaß erreichen können.

Heuchera, Hosta 108
Heuchera © Dieter Hupka

Der Boden sollte nahrhaft sein, denn der Hunger dieser Riesen ist nicht zu unterschätzen. Regelmäßige Kompostgaben erfüllen diese Aufgabe.

Auf Schnecken ist ein wachsames Auge zu haben. Im Schatten der großen Blätter fühlen sich die gefräßigen Weichtiere wohl und ihre Tafel ist hier reich gedeckt. Wenn nur noch die Rippen der Ligularien stehen, ist die Schneckenpolizei zu spät gekommen.

Blütenstände sind vor der Samenbildung abzuschneiden, das erhält die Vitalität des Blattwerkes.

Federmohn (Macleaya) 116
Federmohn © Dieter Hupka

Eine Pflanzenauswahl an Blattstauden

Mit der größten Pflanze soll hier begonnen werden.

  • Das Mammutblatt  Gunnera manicata erinnert an riesige Rhabarberblätter.
  • Gunnera chilensis erreicht eine Höhe von ca. zwei Metern, ebenso groß kann der Durchmesser von den gelappten Blättern sein.
  • Von ähnlichem Ausmaß und Aussehen ist der Russische Rhabarber (Rheum palmatum tanguticum) mit rötlichem Austrieb. Besonders dekorativ macht er sich in Teichnähe.
  • Das Schildblatt (Peltiphyllum peltatum) ist eine schöne Uferpflanze in halbschattiger bis schattiger Lage.
  • Rodgersia podophylla (Schaublatt) und Rodgersia tabularis (Schildschaublatt) sind in ihrer Verwendung ähnlich.

Fast so groß werden einige Hosta-Pflanzen. Sie sind so zahlreich und unterschiedlich im Habitus, dass ihnen ein eigenes Kapitel gewidmet werden muss.

Bei den verschiedenen Ligularien (z. B. Ligularia dentata, Ligularia przewalskii, Ligularia hessei) wirken nicht nur die Blätter, sondern auch die Blüten.

Panaschierte Blätter

Durch Panaschierung der Blätter in Tupfen- oder Streifenform kommt Farbe ins Spiel. Brunnera, das Kaukasusvergissmeinnicht, zeigt nach dem Verblühen der blauen Blütenrispen die ganze Schönheit ihrer Blätter (,Variegata‘, ,Langtrees‘, ,Jack Frost‘).

Ähnlich wie bei Brunnera ,Jack Frost‘ sind die weißgrünen Blätter mit roter Unterseite vom Purpurglöckchen ,Pewter Moon‘. Dunkelrot, sogar orange zeigen sich die Blätter einiger Heuchera-Hybriden.




Einen dunklen Akzent setzt die Duftgeranie ,Chocolate Peppermint‘ mit seinen gezackten Blättern und schokoladenbrauner Zeichnung. Ihre Blüten präsentiert sie jedoch nur bei ausreichenden Lichtverhältnissen. Ihr Blattwerk ist aber wesentlich attraktiver als ihre Blüten.

Eine Blattstruktur, die nicht zu übersehen ist, haben die schmalen, tiefgerippten Blätter des Schwarzen Germers (Veratrum nigrum). Ob man sich diese stark giftige Pflanze allerdings in seinen Garten holt, sollte gut überlegt sein.

 

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