Geranium x magnificum2
Geranium © Dieter Hupka

 

Geranium, eine robuste Wildstaudenfamilie, hat in ihrem Sortiment für jeden Standort ein passendes Angebot. Ob im Schattenbeet oder als Begleitpflanze für Prachtstauden in sonniger Lage: wird die richtige Sorte ausgewählt, ist der Erfolg gewährleistet.




Die storchschnabelähnlichen Samenstände geben dieser Pflanzengattung ihren Namen. All ihre Vertreter zeichnen sich durch Anspruchslosigkeit aus. Für fast jeden Standort, ob trocken oder feucht, für alle Lichtverhältnisse (sonnig oder schattig) und für jeden Boden gibt es passende Sorten. Damit ein gutes Wachstum und ein reicher Blütenflor gewährleistet sind, sollte zu jeder Gartensituation die entsprechende Sorte ausgewählt werden.

Geranium x magnificum1
Geranium x magnificum © Dieter Hupka

Weit verbreitet

Geranium breitet sich durch Wurzelausläufer und/oder Samen rasch aus. Neuere großblumige Züchtungen sind dagegen meist steril. Ist eine Versamung nicht erwünscht, sollte man bald nach Ende der Blütezeit an regnerischen Tagen die ganze Pflanze zurückschneiden. Die neu austreibenden Blätter sind frei von Mehltau und oft zeigt sich ein zweiter Blütenflor. Empfehlenswert ist eine Düngung nach dem Rückschnitt. Der würzige, für menschliche Nasen sehr angenehme Duft des Laubes behagt Schnecken und Kaninchen gar nicht, sodass es vor deren ungeheurem Appetit geschützt ist.

Storchschnabel
Blühender Storchschnabel © Dieter Hupka

Große Vielzahl

Das Angebot an Geraniumsorten ist derart groß, dass an dieser Stelle nur ein kurzer Einblick gegeben werden kann.

Geranium cinereum

Eine lang blühende, wüchsige Sorte, die Sonne liebt und Trockenheit gut verträgt. Sie ist sehr gut für Steingärten geeignet. Der Boden sollte kalkhaltig und schotterig sein.

  • ‚Ballerina‘ hat lilarosa Blüten, bei ‚Purple Pillow‘ sind ihre purpurfarbenen Blüten von dunklen Adern durchzogen.
  • ‚Giuseppe‘ und ‚Violacea‘ sind karmesinrot und reich blühend.
  • ‚Lawrence Flatman‘ hat eine hellrosa Blüte mit lilaroten Adern und dunkler Mitte.

Geranium endressii

  • Der Pyrenäen-Storchschnabel überzieht durch Ausläuferbildung schnell größere Flächen. Ein Rückschnitt nach der Blüte lässt ihn schnell frisches Laub austreiben und verhindert Mehltau.
  • ‚Rödbylund‘ ist dunkelrosa.
  • ‚Rosenlicht‘ macht seinem Namen alle Ehre: leuchtend rosa sind seine Blüten.
  • ‚Sirak‘ ist violettrosa, dichtbuschig, verträgt Trockenheit und blüht nach zeitigem Rückschnitt ein zweites Mal.




Geranium himalayense

Der Himalaja-Storchschnabel liebt sandig-lehmigen, nährstoffreichen Boden und bildet üppige Teppiche durch seine Ausläufer. Diese Sorte erfreut mit großen Blüten.

  • ‚Brookside‘ ist leuchtend blau und eine der besten Sorten überhaupt.
  • ‚Gravetye‘ ist gut remontierend, standhaft und hat tiefblaue Blüten.
  • ‚Ivan‘ hat purpurrote Blüten.
  • ‚Plenum‘ verfügt über violette, gefüllte Blüten.

Geranium ibericum

ähnelt Geranium x magnificum, eignet sich aber besser zum Verwildern, ist trockenheitsverträglich und sehr frosthart.

  • ‚Vital‘ ist eine besonders wüchsige Sorte und soll selbst Giersch verdrängen.

Geranium macrorrhizum

Der Felsen-Storchschnabel ist wintergrün, starkwüchsig, sehr anpassungsfähig und daher auch für schattige „Problemstandorte“ unter hohen Bäumen oder vor Gehölzen geeignet.

  • ‚Czakor‘ hat die Farbe karminpurpur,
  • ‚Ingwersens Variety‘ ist zartrosa,
  • ‚Spessart‘ weiß mit rosa Blütenkelch. Alle haben schönes Herbstlaub.
  • ‚Witoscha‘ blüht purpurrot.

Geranium nodosum

Der Knotige Storchschnabel ist ein echter Dauerblüher. Zwischen Juni und Oktober erscheinen zartlila geäderte Blüten. Nodosum ist die richtige Wahl bei Tiefschatten, Wurzeldruck und Trockenheit.

Geranium pratense

Der heimische Wiesen-Storchschnabel kann bei Trockenheit mehltauanfällig sein, verwebt sich durch seinen hohen, lockeren Wuchs gern mit anderen Stauden und verdeckt kahle Triebe alter Rosensträucher.

  • ‚Album‘ blüht ebenso weiß wie der gefüllte ‚Plenum album‘.
  • ‚Johnson’s Blue‘ hat das beste Blau aller Geranium-Sorten.
  • ‚Orion‘ blüht violettblau  bis zum ersten Frost.
  • ‚Plenum Violaceum‘ bildet dichtgefüllte violette Blüten von Juni bis August.

Geranium x magnificum

Der violettblaue Prachtstorchschnabel ist eine sterile, großblumige Kreuzung, aber leider nicht sehr standfest. Ein Rückschnitt führt zu kompaktem Nachtrieb.

‚Rosemoor‘ ist eine standfeste neuere Züchtung, welche ein zweites Mal blüht.

Das könnte Sie auch interessieren:

Ilex oder Stechpalme

Ingwer als Heilpflanze

Kalk als Gartendünger

 

Mehr Gartenwissen

 

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann teilen Sie ihn doch über...
Share on Facebook
Facebook
Pin on Pinterest
Pinterest
Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on LinkedIn
Linkedin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.