Ingwer
Eine Ingwerknolle © Heiko Stuckmann/pixelio.de

 

Frischen Ingwer gibt es mittlerweile in jeder gut sortierten Gemüseabteilung im Supermarkt zu kaufen. Die hellen, dickfleischigen Rhizome enthalten eine ganze Anzahl phytogener (pflanzlicher) Stoffe, welche sich positiv auf das menschliche Wohlbefinden auswirken. Deshalb ist Ingwer weder aus der traditionellen chinesischen Medizin noch aus der Ayurveda-Lehre wegzudenken.




Im Ingwer (bot. Zingiber officinale) wirkt das ätherische Öl Zingiberen auf das Nervensystem und fördert die Durchblutung. Der darin enthaltene Bestandteil Borneol wirkt schmerzlindernd, entzündungsenthemmend und fiebersenkend, das Cineol lokal betäubend, was sich bei Halsschmerzen positiv bemerkbar macht. Citral wirkt wie ein pflanzliches Antibiotikum. Gingerol hat eine analgetische, fiebersenkende Wirkung.

Altes Heilmittel

Schon in der Antike brachten arabische Gewürzhändler die Wunderknolle aus Fernost nach Rom. Auch der heilkundigen Äbtissin Hildegard von Bingen war Ingwer nicht unbekannt. Sie rügte indes die angeblich aphrodisierende Wirkung des Gewürzes, welches sie wahrscheinlich nur als getrocknetes Pulver kennengelernt haben dürfte. „Ingwer weckt das Animalische im Menschen“ notierte sie. Dass Ingwer nicht nur den Sexualtrieb ankurbelt, sondern auch die Verdauung, indem er die Leberfunktion animiert, war auch ihr geläufig.

Im Mittelalter glaubte man, Ingwer wirke gegen die Pest, im fernen Osten schätzt man Ingwer wegen seiner wohltuenden Wirkung bei Verdauungsbeschwerden. Nicht nur Segler sind überzeugt, dass Ingwer gegen Seekrankheit oder allgemein bei Reiseübelkeit helfe.

Ingwer als Getränk

In der Getränkeindustrie wird Ingwerbier oder Ginger Ale (alkoholfreie Limonade mit Ingwergeschmack) angeboten. Eine Tasse Ingwertee stärkt das Immunsystem, wirkt belebend, erwärmend und entschlackend, Eigenschaften, die auch außerhalb der kalten Jahreszeit geschätzt werden.

Für eine Tasse Tee schneidet man eine ein Zentimeter dicke Scheibe Ingwer von dem Rhizom, schält und würfelt sie. Den Ingwer mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, eine halbe Stunde ziehen lassen, evtl. nochmals erwärmen und mit Honig gesüßt trinken.

Hühnersuppe mit Ingwer

Hühnersuppe wird als probates Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten gehandelt. Mit Ingwer gekocht ist sie doppelt wirksam. Freunde der asiatischen Küche gönnen sich die exotische Spezialität auch dann, wenn sie sich bester Gesundheit erfreuen.

Hühnersuppe (Soto ayam santen)

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 1 kleines Suppenhuhn
  • 50 Gramm Glasnudeln
  • 100 Gramm frische Sojabohnenkeimlinge
  • ¼ TL Sambal oelek
  • ½ TL Gelbwurzpulver (Kurkuma)
  • 3 EL Zitronensaft
  • 400 Milliliter Kokosmilch
  • Salz

Zubereitung:
Den Ingwer schälen und fein raspeln, das Zitronengras in hauchdünne Scheiben schneiden. Das Suppenhuhn im Ganzen gut mit Wasser bedecken und mit den Gewürzen und Salz etwa eine halbe Stunde kochen lassen. Das Fleisch aus der Brühe nehmen, die Haut entfernen und das Fleisch in kleine Stücke zerteilen. Die Glasnudeln und die Sojabohnenkeimlinge in die heiße Brühe geben. Mit Sambal oelek, Kurkuma und Zitronensaft würzen. Die Kokosmilch und das Hühnerfleisch hinzufügen und zehn Minuten ziehen lassen.




Selbst anbauen

Übrigens lässt sich Ingwer auch sehr gut im eigenen Garten anbauen. Dafür wird einfach eine feste Knolle benötigt, die am besten in mit Blumenerden gefüllten Töpfen gedeiht.

 

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