Maronen
Maronen: © Timo Klostermeier/pixelio.de

 

Seit der Antike werden im gesamten Mittelmeerraum Esskastanien oder Maronen (Castanea sativa) angebaut. Die bis zu 2.000 Jahre alt werdenden Bäume können eine stattliche Höhe von bis zu 20 Metern erreichen. Ab einem Alter von zehn bis fünfzehn Jahren kann mit Früchten gerechnet werden. Unter einer stacheligen Hülle verbergen sich die braun glänzenden Nüsse, die mit einer Rosskastanie aber nicht verwechselt werden dürfen.




Reife Früchte nur in warmen Regionen

Maronen, auch Maroni oder in der Schweiz Marroni genannt, stammen aus Anatolien. Um reife Früchte hervorzubringen, bedürfen sie eines warmen Klimas mit einer Jahresmitteltemperatur von 8 bis 15 °C und mindestens sechs Monaten über + 10 °C, möglichst ohne Spätfröste. In Deutschland liegen ihre Hauptvorkommen in den Weinbaugebieten. In Österreich kann man ganze Wälder mit den Edelkastanien finden. Auch in nördlichen Ländern werden Maronen wegen ihres stattlichen Wuchses als Parkbäume gepflanzt. Nach langen Sommern tragen sie auch hier Früchte, die aber meist klein und wenig aromatisch sind.

Erntezeit im Oktober

Im Herbst wirft der Baum seine in einen stacheligen Mantel gehüllten Früchte ab. Beim Sammeln sollte man darauf achten, dass deren Schale fest und glänzend ist. Frische Maronen sind nur begrenzt lagerfähig, deshalb sollte man sie alsbald verbrauchen. Im Kühlschrank halten sie ein bis zwei Wochen.

Rohe Maronen lassen sich nur schwer schälen und die Nuss ist nicht sehr wohlschmeckend. Erst das Garen im Backofen oder Kochen in Salzwasser entlockt ihnen ihr volles Aroma. Mit einem scharfen Messer wird die Schale kreuzförmig eingeschnitten, auf ein Backblech gelegt und zehn Minuten bei 250 °C geröstet oder zehn Minuten in Wasser gekocht. Danach lässt sich die äußere Schale und die innere braune Haut leicht lösen. Das Innere findet für vielfältige Gerichte Verwendung beispielsweise als Suppe, Füllung für Ente oder Gans, als nahrhafte Beilage oder süß als Dessert oder Marmelade. Zu Mehl vermahlen kann man aus ihnen Waffeln, Kuchen oder Nudeln herstellen. Im Handel sind neben frischen Maronen auch fertig zubereitete, vakuumverpackte Früchte erhältlich.

Maronencreme

Zutaten:

  • 2 Kilogramm Maronen
  • 1 Kilogramm Zucker
  • ¼ Liter Wasser

Zubereitung:
Maronen einritzen, zehn Minuten in Salzwasser kochen lassen, schälen, in etwas Wasser die Maronen weiterkochen lassen und alsdann pürieren. Den Zucker mit ¼ Liter Wasser aufkochen und unter das Püree geben. Unter Rühren fünfzehn Minuten köcheln lassen. Heiß in saubere Gläser füllen oder weiterverarbeiten.

Maronenparfait mit Schokolade

Zutaten für 4 Personen:

  • 100 Gramm Schokolade
  • 250 Milliliter Sahne
  • 100 Gramm Zucker
  • 3 Eier, getrennt
  • 150 Gramm Maronencreme

Zubereitung:
Die Schokolade in Wasser schmelzen lassen, den Zucker dazu geben, rühren bis sich der Zucker gelöst hat. Die Maronencreme und die Eigelbe unterheben, abkühlen lassen. Die Eiweiße und die Sahne getrennt steif schlagen und unter die Masse heben. In Portionsgläser füllen und zwei bis drei Stunden gefrieren lassen.

Maronen Turrones (Tourrón) – ein Adventsgebäck

Zutaten:

  • 1 Kilogramm Maronen
  • 150 Gramm Mandeln
  • 200 Gramm Puderzucker
  • 3 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
  • Zimt
  • 1 Eigelb
  • rechteckige Oblaten

Für die Glasur:

  • 1 Eiweiß
  • 200 Gramm Puderzucker

Zubereitung:
Die Maronen kreuzweise einschneiden, im heißen Ofen zwanzig Minuten rösten, schälen. Die Nüsse in einem Topf mit Wasser bedecken und zwanzig Minuten köcheln lassen, abgießen und pürieren. Die Mandeln überbrühen, schälen, zerhacken, mit den Maronen mischen, Eigelb, Zimt Zitronenschale und Zucker hinzufügen und gut verrühren. Die Masse etwa fingerdick auf die Oblaten streichen und im lauwarmen Ofen bei geöffneter Tür trocknen lassen.




Für die Glasur das Eiweiß steif schlagen, den Puderzucker unterrühren, und die Turrones damit bestreichen.

Maronenmus

Zutaten für 6 Personen:

  • 1 Becher Crème double
  • 250 Gramm Maronencreme
  • 1 Becher Sahne
  • 1-2 Esslöffel Rum

Zubereitung:
Die Maronencreme mit der Crème double und dem Rum vermischen. Die Sahne steifschlagen und unter die Creme heben. In kleine Portionen aufteilen, weil dieses Dessert sehr gehaltvoll ist.

 

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