Schloss Herrenhausen
Schloss Herrenhausen

 

Im 17. Jahrhundert entstand in dem ehemaligen Dorf Herrenhausen bei Hannover das barocke Schloss Herrenhausen, das dem Adelsgeschlecht der Welfen als Sommerresidenz diente. Zur Versorgung des Hofes wurde ein Gemüsegarten angelegt, der später zu einem barocken Garten nach französischem Vorbild umgestaltet wurde. Heute zählen die Herrenhäuser Gärten zu den am besten erhaltenen Barockgärten Europas, die zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Hannovers gehören. Sie bestehen aus dem Berggarten, dem Georgen- und Welfengarten sowie dem Großen Garten, der den historischen Mittelpunkt der Herrenhäuser Gärten bildet.




Rund um das Schloss

Im Großen Garten befindet sich das Schloss Herrenhausen, das im Zweiten Weltkrieg zerstört und nach 70 Jahren neu aufgebaut wurde. Seine Räumlichkeiten mit Festsaal, Dachpavillon und Auditorium dienen heute als Museum, Kongresszentrum und werden für festliche Events genutzt. Der Große Garten verfügt über ein Gartentheater mit ansteigender verjüngter Bühne, die von Buchenhecken, Taxuspyramiden und vergoldeten Figuren gesäumt ist. Das große Parterre bietet einen weiteren Veranstaltungsort, der als Festsaal im Freien dient. Mittelpunkt des barocken Gartens ist eine große Fontäne, die um 1700 entstand und bis zu 72 Meter empor springt. Weitere Höhepunkte sind ein achteckiger Irrgarten aus Buchenhecken, der zu einem Holztempel führt und ein Orangenparterre mit schmückenden Buchsbaumornamenten, das von Hecken begrenzt wird. Im Sommer sind dort Orangenbäume und Zitrushochstämme zu bewundern.

Drei große Schauhäuser

Der Berggarten besteht aus Freiland und drei großen Schauhäusern mit einem Orchideenschauhaus, Tropenschauhaus und Kakteenschauhaus, in denen über 12.000 Pflanzenarten gedeihen. Zu sehen gibt es im Schmuckhof Pflanzen von allen Kontinenten und einen Präriegarten mit wildwüchsigen robusten Pflanzen in warmen Farbtönen, die aus der nordamerikanischen Prärie stammen. Der Staudengarten ist der älteste seiner Art in Europa, in dem naturnahe Stauden wachsen. Die Themengärten beinhalten Heidelandschaften, einen Moorweiher, Irisgarten, Felssteppengarten, Wüstengarten und Paradiesgarten mit Blütenmeer. Durch den Berggarten läuft eine vierreihige Lindenallee, die zum Schloss Herrenhausen und Mausoleum führt.

Blick in die Herrenhäuser Gärten
Blick in die Herrenhäuser Gärten

Geschmackvolle Landschaftsgartenanlagen

Georgengarten und Welfengarten sind Landschaftsparkanlagen, die nach englischem Vorbild angelegt wurden. Der Georgengarten entstand aus einzelnen Gärten, die einst zu den Landsitzen des Hofadels gehörten. Zum Park gehört ein offener Rundtempel mit zwölf ionischen Säulen, der aus dem 18. Jahrhundert stammt und das Georgenpalais. In dem Palais ist das Wilhelm Busch Museum untergebracht, welches deutsche Karikatur und kritische Grafik ausstellt. Über zwei Kilometer führt die Herrenhäuser Allee durch den Georgengarten. Der Welfengarten stammt aus dem Jahre 1771. Er entstand zusammen mit dem Schloss Monbrillant, das 1857 abgerissen und durch ein weißes Welfenschloss ersetzt wurde. Nachdem es einige Jahre leer stand, ging es in den Besitz der Stadt Hannover über und ist heute Sitz der Universität Hannover.




Eine große Auswahl an Bildern lassen sich darüber hinaus in unserer Fotogalerie finden.

Weitere Informationen zum Themen finden Interessenten auf der Homepage der Herrenhäuser Gärten.

Herrenhäuser Gärten
  • Hanae Komachi, Henning Queren, Ronald Clark, Wilken von Bothmer, Nik Barlo
  • Herausgeber: Hinstorff
  • Auflage Nr. 3 (27.02.2014)
  • Gebundene Ausgabe: 152 Seiten
Herrenhäuser Gärten: Großer Garten
  • Sabine Zessin, Stefan Schulze
  • Herausgeber: Verlag Eugen Ulmer
  • Taschenbuch: 96 Seiten

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