Schlafmohn
Schlafmohn © Dieter Hupka

 

Blühende Mohnfelder soweit das Auge reicht. Ein Naturschauspiel, welches begeistert. Nicht nur schön, sondern auch nützlich. Mohn ist ein landwirtschaftliches Produkt.




Mohn ist ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Küche. Was wären die berühmten Mehlspeisen ohne Mohn? Diese Zutat für die süßen Leckereien wird vorzugsweise im Waldviertel in der Alpenrepublik nahe der tschechischen Grenze angebaut.

Mohnblüten
Mohnblüten © Dieter Hupka

Leuchtende Mohnfelder

Von Juni bis Mitte Juli leuchten die Felder in den Farben von Weiß über Rosa bis Rot. Ein Naturspektakel von leider nur kurzer Dauer: kaum voll erblüht, fallen die seidigen Blütenblätter schon wieder ab. Zurück bleibt die Kapsel, welche die begehrte Mohnsaat enthält. Jeder Pflanze hat mehrere Knospen, welche innerhalb von zehn Tagen nacheinander aufblühen. Dass sich die Blütenpracht dennoch über einen gewissen Zeitraum hält, liegt an den unterschiedlichen Sorten.

Lange Mohn-Tradition im Waldviertel

Schon die Kelten der Hallstattzeit (etwa 800 bis 450 v. Chr.) bauten in dieser Gegend Mohn an. Im Mittelalter diente Papaver somniferum den Mönchen als Arzneipflanze und das aus dem Samen gepresste Öl war als Speise- und Lampenöl unverzichtbar. Auf dem nährstoffreichen sandig-lehmigen Boden bei mildem Klima gedieh und gedeiht noch weiterhin der einjährige Pfahlwurzler besonders gut.

Bis in die 1930er-Jahre war Mohn im Waldviertel rund um die Regionalhauptstadt Zwettl in Niederösterreich ein wichtiges Handelsgut, welches sogar an der Londoner Börse notiert war. Billige Importe von Blaumohn aus dem Nahen Osten und aus Osteuropa brachten den arbeitsintensiven Anbau des Mohns in den 1960er-Jahren fast zum Erliegen. Die Entwicklung von Aussaat- und Erntemaschinen sowie die Rückbesinnung auf traditionelles Kulturgut brachte die Wende. Seit dem Jahr 1980 wird im Waldviertel wieder Mohn kultiviert, wobei dem Grau- und dem Weißmohn wegen ihres feineren Aromas der Vorzug gegeben wird.

Schlafmohn

Der Anbau der alten Kulturpflanze Papaver somniferum (Schlafmohn) ist in Deutschland genehmigungspflichtig. Grund hierfür ist der alkaloidereiche Mohnsaft, welche die Pflanze produziert, wenn die Kapsel in unreifem Zustand angeritzt wird. Neben dem bekannten Morphin (Morphium, Opium; Heroin) enthält der Mohnsaft die Alkaloide Kodein, Papaverin, Narkotin und Thebain. Die reife Mohnsaat ist frei von diesen Stoffen.

Dekorative Kapseln

Bei Blau- und Weißmohn sitzen die Saaten in fest verschlossenen Kapseln aus denen sie durch Pressen in Mohnmühlen herausgequetscht wird. Anders ist es beim Waldvierteler Graumohn, der zu den Schüttelmohnsorten gehört. Am oberen Rand der Kapsel befinden sich kleine Löcher, durch welche die Saat maschinell oder per Hand herausgeschüttelt wird. Die unbeschädigten Samenstände werden gern in der Floristik eingesetzt.




Rund um den Mohn

Im Herbst wird im Mohndorf Armschlag ein großes, dem Mohn gewidmetes Erntefest gefeiert (www.mohndorf.at). In Oberwaltenreith werden Veranstaltungen und Führungen angeboten, wobei das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt (www.mohnland.at). In Ottenschlag ist ein Museum dem Mohn gewidmet (www.mohnhof.at).

 

Türkischer Mohn, Brilliant, Papaver orientale, ca. 50 Samen
  • Brilliant, mehrjährig
  • Höhe: ca. 80 cm
  • Anzuchtanleitung auf der Packung
  • ca. 50 Samen
  • Keimschutzpackung
Kalifornischer Mohn White Linen - 500 Samen
  • Fotos, Artikelbeschreibung, Anzucht- sowie Pflegeanleitung sind im Paket nicht enthalten. Es werden keine Artikelbilder verkauft, das abgebildete Zubehör dient nur dem Größenvergleich und wird nicht mit der Ware verschickt. Die Samen werden in den Druckverschlussbeutel verpackt. Die Bezeichnungen werden handgeschrieben oder gedruckt. Die Produktbeschreibung finden Sie in der Mitte der Seite.
  • Eschscholzia californica - Kalifornischer Mohn White Linen ist eine Varietät mit einzelne und halb doppelte Blumen, in schönen Farben. Standort: volle Sonne.
  • Einfach in der Anzucht und dauerblühend. Höhe: 0,2-0,5 m. Standort: Vollsonne. Überwinterung: hell bei 5° bis 12°C. Verwendung: Kübelpflanze, Balkon, Terrasse, Freiland und Garten, Gewächshaus, Wintergarten;
  • Direktsaat April-Juni. Später auf 20-30 cm vereinzeln. Keimdauer: 10-15 Tage. Keimtemperatur: um 15°C. Eschscholzia californica ist sehr wärmebedürftig und benötigt nährstoffarme, durchlässige Böden in voller Sonne.
  • Am besten die Samen bei Raumtemperatur in dem Keimbeutel oder im Minigewächshaus vorkeimen lassen.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Nelken – duftende Polster im Garten

Rote Bete aus dem Garten

Pflaumen – anbauen, pflegen und ernten

 

Mehr Gartenwissen

 

 

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann teilen Sie ihn doch über...
Share on Facebook
Facebook
Pin on Pinterest
Pinterest
Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on LinkedIn
Linkedin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.