Eine Mandelblüte © Lisa123/pixelio.de

 

Während Nordeuropa noch unter Eis und Schnee oder unter einer grauen Nebeldecke ruht, rüstet sich der Frühling auf der Mittelmeerinsel für seinen fulminanten Auftritt. Nicht die Küstenorte oder steilen Gebirge sind das Ziel der Urlauber, sondern das platte Land, wo noch die Landwirtschaft und das bäuerliche Leben im Mittelpunkt stehen.




Es begann mit einer Katastrophe

Im Sommer 1890 vernichtete eine Mehltau-Epidemie die Weinstöcke der Malvasia-Traube, welche auf großen Arealen Mallorcas angebaut war. Neue resistente Rebsorten mussten daraufhin aus Kalifornien eingeführt werden. Vielen Bauern war das Risiko einer erneuten Seuche zu hoch und sie begannen großräumig Mandelbäume zu pflanzen, welche inzwischen Erträge von etwa 10.000 Tonnen im Jahr erzielen. Weitaus größer als die Erträge aus der Frucht selbst sind die Einnahmen, welche die Touristen ins Land spülen, die alljährlich zur Zeit der Mandelblüte nach Mallorca reisen.

Blütenpracht ab Mitte Januar

Ab Mitte Januar kündigt die Mandelblüte als Vorbote den Frühling an. Die Landschaft überzieht sich mit einem Schleier aus zartrosa und weißen Blütenwolken zu einem überwältigenden Naturschauspiel.

Bedrohte Pracht

In jüngster Zeit läuteten allerdings auf Mallorca die Alarmglocken: Die Mandelblüte fällt von Jahr zu Jahr geringer aus. Ursache ist diesmal keine Krankheit, sondern hausgemacht von den Eignern der Mandelbäume. Die Ernte und die Weiterverarbeitung der Mandeln sind ein äußerst mühseliges Geschäft, zumal die mallorquinische Mandel recht klein, wenngleich umso aromatischer ist. In Kalifornien dagegen werden großfrüchtige Sorten in einem Überangebot erzeugt. Der relativ geringe Preis hat auch die Baleareninsel erreicht. Für viele Bauern lohnt sich die aufwändige Ernte nicht mehr und die Früchte verbleiben am Baum. Dies hat allerdings zur Folge, dass der Mandelbaum immer weniger Blüten hervorbringt, weil ihm durch die nicht geernteten Früchte signalisiert wird, es sei Nachwuchs in ausreichender Menge vorhanden. Nur durch eine gezielte Baumpflege kann man diesem Übel erfolgreich zu Leibe rücken.

Mandelblüte auch in Portugal und auf Zypern

Tipp: Auch Nord-Portugal kann mit einer veritablen Mandelblüte punkten. Eine 150 Kilometer lange Bahnstrecke führt von Porto durch die Regionen Alto Douro und Trás-os-Montes. Die Fahrt dauert circa drei Stunden. Am Valeira-Stausee bietet sich ein fantastischer Ausblick auf die mit blühenden Mandelbäumen bedeckten terrassenförmigen Berge.




Auch auf der drittgrößten Mittelmeerinsel Zypern hält der Frühling zeitigen Einzug und lässt ebenfalls die über das ganze Land verbreiteten Mandelbäume erblühen.

Mandelkuchen aus Mallorca

Das reiche Vorkommen an Mandeln hat die mallorquinische Küche geprägt. In vielen Gerichten bilden sie eine schmackhafte Zutat. Besonders lecker ist der Mandelkuchen. Wer eine Mandelblütenreise plant, kann sich mit dieser Leckerei auf das Ereignis einstellen; wer zu Hause bleibt, wird damit sicher Trost finden.

Zutaten:

  • 6 Eier
  • 200 Gramm Puderzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 1 Teelöffel Zimtpulver
  • 200 Gramm geschälte Mandeln
  • ½ Teelöffel Backpulver

Zubereitung:

Das Eiweiß zu einem festen Schnee schlagen. Die Eigelbe mit Zucker glattrühren. Mandeln, Zitronenschale, Zimt und Backpulver dazu geben, gut verrühren und vorsichtig unter den Eischnee heben. Bei 180 °C im vorgeheizten Backofen sechzig Minuten backen. Auskühlen lassen und dick mit Puderzucker bestäuben.

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