Die zur Familie der Rabenvögel zählende Dohle (Corvus monedula) zeichnet sich wie ihre nahen Gattungs-Verwandten (u. a. die körperlich größeren Aaskrähen und Kolkraben) durch für Vögel außergewöhnliche Neugier und kognitive Fähigkeiten aus. Dohlen erreichen eine Länge von etwa 32 bis 40 Zentimetern, wobei die Männchen meist größer als die Weibchen sind. Typisch für beide Geschlechter ist der gedrungen-rundliche Rumpf und der im Vergleich zu den meisten anderen Arten der Gattung Raben und Krähen kurze Schnabel. Auffällig ist die Mischung aus schwarzen und grauen Farbzonen des Gefieders, wobei die Ohrdecken und der Nacken hellgrau, die Unterseite dunkelgrau und das Restgefieder sowie das Gesicht schwarz sind. Einige Dohlen fallen durch ein helles Federband am Hals auf. Dohlen fliegen wendig, ihr Flugbild ähnelt dem der Taube. Am Boden bewegen sich die Vögel auf ihren relativ kurzen Beinen meist in einem hektisch wirkenden, oft von Nicken begleiteten Trippelschritt.
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Ernährung und Lebensweise
Die bevorzugten Lebensräume der meist in Baum- oder Felshöhlen brütenden Dohlen sind Randbereiche offener Laub-Altwälder und Parks mit alten Bäumen, aber auch Steilküsten. Wo die Dohle Nistkästen oder Gebäudenischen zum Brüten (z. B. in Ruinen, alten Kirchtürmen) findet, wird sie auch in menschlichen Siedlungen heimisch. Daneben brauchen die Allesfresser weite freie Flächen (Wiesen, Weiden, usw.), wo sie genügend Nahrung finden können (vor allem Insekten und Samen ferner Aas, Mäuse, Fallobst, Eier, usw.).
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Die geselligen Vögel halten sich gern in Trupps von Artgenossen auf und schließen sich auch häufig Saat- oder Rabenkrähen an. Oft bilden Dohlen große familienähnliche Brut-und Schlafkolonien, die auch den Schutz vor Feinden (u. a. Habicht, Marder) dienen. Die monogamen Dohlen gehen lebenslange Partnerschaften ein. Dohlengelege (drei bis sechs Eier) werden knapp drei Wochen lang bebrütet. Junge Dohlen sind nach etwa sechs Wochen flügge.
Verbreitung und Gefährdung
Dohlen leben bis auf das nördliche Skandinavien und Nordrussland in fast ganz Europa sowie in Teilen Westasiens und Nordafrikas. Die Dohlenpopulationen in kälteren Brutgebieten ziehen im Winter zum Teil in südlichere Gebiete, andere verbleiben dagegen ganzjährig in ihren Revieren. Die Vögel sind in ihrem Gesamtbestand zwar nicht akut gefährdet, der deutsche Bestand geht aber wegen fehlender Brutmöglichkeiten zurück.
Dohlenlaute
Die in ihren Gruppen eifrig miteinander schwätzelnden Dohlen verfügen über eine enorme Bandbreite an Lauten. Typisch für Dohlen sind in der Ausprägung variabel verwendete Schnalzrufe wie „Kjack“, „Tschack“ oder „Kau“ sowie in Stress-Situationen übliche Krächzlaute. Dohlen singen aber auch, insbesondere in der Paarungszeit, melodische Lieder. Gezähmte Dohlen imitieren mitunter menschliche Stimmen.
Stimme der Dohle
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