Eine Blaumeise am Nistkasten © Peashooter/pixelio.de

 

Wenn die Vögel einen langen, kalten Winter überstanden oder eine kräftezehrenden Flug aus ihrem Winterquartier aus dem Süden hinter sich gebracht haben, dann brauchen sie einen sicheren Nistplatz. Doch das Angebot – vor allem in den Ballungsräumen – wird immer knapper. Immer mehr Häuser werden saniert, und dabei werden in den Dächern und Mauern Löcher gestopft, die gut als Brutplätze geeignet waren. Auch die Anzahl an alten Bäumen mit Nisthöhlen ist leider rückläufig. Um nun den Vögeln dennoch einen sicheren Platz zum Brüten zur Verfügung zu stellen, ist der Mensch mit dem Aufstellen von Brutkästen gefragt.




Verschiedene Nistkästen für verschiedene Vögel

Zumeist sind es Singvögel, die sich in die hiesigen Gärten trauen und dort leben wollen:
Blau- und Sumpfmeisen, Tannen- und Haubenmeisen sind genauso anzutreffen wie der Feldsperling. Weiter kommen die Kohlmeise, der Haussperling, sowie Gartenrotschwanz und Kleiber häufig zu Besuch vorbei. Um diesen Tieren bei der Geburt ihres Nachwuchses zu helfen, empfiehlt sich die Installation eines Nistkastens. Nistkästen, die die Maße 25 x 25 x 30 Zentimeter haben, sind je nach Vogelart mit runden Einfluglöchern (20  bis 35 Millimeter) oder mit halboffenen Vorderwänden versehen (Bachstelzen, Hausrotschwanz, Grauschnäpper). Spezielle Nisthilfen in Form von Baumläuferhöhlen, Spatzenhäusern oder Mauerseglernistkästen sind genauso interessant wie Schwalbenlehmbauten, Schleiereulen- und Fledermauskästen.

Wichtig ist, dass die Kästen aus Holz, Holzbeton oder Bimsbeton sind, denn Kästen aus Metall oder Kunststoff bieten fast keine Wärmedämmung. Außerdem kann in ihnen die Luft nur sehr schlecht zirkulieren.

Standort und Ausrichtung

Da in Europa eine Hauptwind- und Wetterrichtung aus Nordwesten vorherrscht, sollten Nistkästen mit ihrer Öffnung nach Südosten schauen. An Hausmauern können sie problemlos angeschraubt werden, an Bäumen sind verletzungsfreie Montagen besser. Zwar macht einem Baum ein Aluminiumnagel nicht viel aus, aber ein Draht oder eine Kette und ein Rindenschutz (alter Gartenschlauch) sind hier die bessere Wahl. Die Höhe der Anbringung richtet sich nach mehreren Kriterien:

  • Soll der Kasten leicht erreichbar sei?
  • Will ich die Vögel beobachten können?
  • Sind spielende Kinder in der Umgebung?
  • Ist Schatten gegeben (Baumkrone)?
  • Welche Vogelart soll unterstützt werden?

Gefahren für die Vögel

Marder und Katzen sind die Feinde, denen es zu widerstehen gilt. Geholfen wird den gefiederten Freunden mit einem Marderschutz. Außerdem kann man bei handelsüblichen Nisthilfen die Sitzstange oder das Brettchen vor dem Einflugloch entfernen, da diese als Abstützung für die Pfoten verwendet werden und die Vögel sie ihrerseits nicht benötigen. Weiter ist die Sonneneinstrahlung zu beachten, damit die Brut nicht unter übermäßiger Hitze leidet. Parasiten sind ein wichtiger Aspekt in der Gesundheit unserer Gartenfreunde.

Reinigung

Im Laufe des Sommers sammeln sich viele ungebetene Gäste im Nistkasten an. Im Herbst und im Frühjahr sollte deshalb der Kasten gereinigt werden. In diesem Zusammenhang sollte daher auf ein leichtes Öffnen und sicheres Wiederverschließen der Kästen geachtet werden.

Zeitmanagement

Nisthilfen können ganzjährig aufgehängt werden, es empfiehlt sich aber dies bis Ende Februar zu tun, weil dann für viele Tiere die Vorbereitung auf die Brutzeit beginnt und sie noch etwas Zeit haben, um sich an ihr neues Heim zu gewöhnen. Hängende Kästen dürfen nur im Herbst abgenommen werden, wenn die letzte Brut schon flügge war. Standvögel nutzen die Nisthilfen aber auch im Winter und übernachten darin. Nisthilfen können etwa alle zehn Meter aufgestellt oder aufgehängt werden. Viele Vögel legen außerdem Wert darauf, dass sie einen freien Anflug auf die Kästen haben.

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