Das Gewächshaus erfreut sich sowohl bei Hobbygärtnern als auch bei Profis zunehmender Beliebtheit. Und das verwundert wenig angesichts der Tatsache, dass ein solches bereits dann die erste Gemüseernte des Jahres liefert, wenn die Nächte draußen mitunter noch frostig sind. Zudem fühlen sich auch empfindliche Zierpflanzen wie Orchideen in einem Gewächshaus sichtlich wohl, so dass selbst bei den unwirtlichsten Bedingungen zu Hause unter Glas sogar ein tropisches Kleinod gedeihen kann.




Zwölf Monate Gartensaison

Wer in der Küche auf Gemüse aus eigenem Anbau nicht verzichten möchte, kann eigentlich das gesamte Jahr über im Gewächshaus aktiv werden. Mit einer gut durchdachten Planung ist es möglich, Ernten vom Frühling bis zum Winter einzufahren und so die Gartensaison auf zwölf Monate im Jahr zu verlängern.

Frühjahr

Als Frühstarter gehen beispielsweise Kohlrabi, Radieschen und Salat ins Rennen. Da das Licht entscheidender ist als die Temperatur, ist es jedoch ratsam, mit der Aussaat nicht vor Mitte/Ende Februar zu beginnen. Vorher sollte ein langsam wirkender Dünger wie Hornoska, Kompost oder Stallmist in den Boden eingearbeitet werden. Obwohl Kohlrabi, Radieschen und Salat grundsätzlich Kälte vertragen, geraten sie ab einer Temperatur von minus sieben Grad jedoch an ihre Grenzen. Dann sollte ein Vlies über die Aussaat gelegt werden, welches das Gemüse vor extremer Kälte schützt. Wichtig: Auch mit dem Vlies benötigt das Gemüse regelmäßig Wasser, und es sollte beim Gießen darauf geachtet werden, dass der Boden nicht zu schlammig wird. Ab April ist dann die erste Ernte des Jahres möglich.

Als frühe Kohlrabisorten eignen sich etwa „Azur Star“, „Knaufs Frühweiß“ oder „Blusta“, Radieschen für das Frühjahr sind zum Beispiel „Eiszapfen“, „Poloneza“ und „Lucia“. Bei den Kopfsalaten sollte man für eine frühe Ernte auf die Sorten „Dynamite“, „Smile“ und „Sprinter“ zurückgreifen, während Pflücksalate wie „Lollo Rosso“, Lollo Bionda“ und „Amerikanischer Brauner“ recht kälteverträglich sind.

Sommer

Wenn ab Mai keine nächtlichen Fröste mehr drohen, ist die Zeit zunächst für Tomaten, Auberginen, Paprika und Chili gekommen. Wenig später gesellen sich dann Gurken und Melonen dazu.

Auch bei diesen Gemüsesorten gilt es, vor dem Einpflanzen den Boden mit Mist und Kompost sowie die Löcher für die Pflanzen gegebenenfalls mit etwas Hornmehl vorzubereiten und das Gemüse während der Aufzucht mit Flüssigdünger beim Wachstum zu unterstützen.

Ein kleiner Tipp: Da es sich bei Tomaten und Gurken um Kletterpflanzen handelt, fühlen sich Möhren, Basilikum oder Knoblauch als Bodenpflanzen in ihrem Schatten wohl und harmonieren nach der Ernte schlussendlich auch auf dem angerichteten Teller hervorragend miteinander.

Für das Gewächshaus eignen sich bei Tomaten besonders die Sorten „Rubin Pearl“, „Phantasia“ und „Licobello“. Schmackhafte Salatgurken gelingen im Eigenanbau vor allem mit „Dominica“, „Saladin“ und „Euphya“, Wer Auberginen züchten möchte, sollte derweil auf die Sorten „Early long purple 3“, „Adria“ und „Madonna“ zurückgreifen und beim Paprika ist man mit „Gypsy“, „Gourmet“ und „Yolo Wonder“ auf der sicheren Seite.

Herbst und Winter

Das perfekte Gemüse für den Winter sollte vitaminhaltig und reich an Mineralstoffen sein. Wenn dann im Herbst die Temperaturen wieder fallen und die Tage kürzer werden, stehen zum Beispiel Rote Bete, Spinat und Mangold sowie Spätsommersalate wie Endivien oder Winterportulak – auch „gewöhnliches Tellerkraut“ genannt – auf dem Saatprogramm. Auch wenn sich im September der Spätsommer mitunter noch in vollen Zügen genießen lässt, ist es ratsam, sich bereits um die Saat des Wintergemüses zu kümmern. Im Spätherbst ist es mit den ersten Nachtfrösten zudem wichtig daran zu denken, die Gemüsereihen mit Vlies abzudecken und gegebenenfalls mit Noppenfolie an den Scheiben des Gewächshauses einen zusätzlichen Kälteschutz zu schaffen – das gilt besonders dann, wenn das Außenthermometer auf unter minus sieben Grad fällt.

Wer im Winter selbst angebauten Spinat auf den Tisch bringen möchte, der bringt am besten die Sorten „Butterfly“, „Matador“ und „Lazio“ in den Boden. Endivien und Salate wie „Bubikopf“, „Diva“ oder „Gala“ sind gegen die Kälte gewappnet und liefern frisch geerntet die im Winter benötigten Vitamine.

Hobbygärtner, die es weniger kulinarisch mögen und mehr auf die exotische Optik setzen, können in ihrem Gewächshaus sogar tropische Pflanzen wie Orchideen züchten. Dafür benötigen sie jedoch ein spezielles Gewächshaus, das sogenannte Warmhaus, welches zusätzlicher Anschaffungen bedarf.

Viele weitere wertvolle Tipps rund ums Gewächshaus lassen sich in dem nachfolgenden Buch finden.

Angebot
Gewächshäuser: Gärtnern, Ernten und Genießen
  • Karla Krieger
  • Herausgeber: Franckh Kosmos Verlag
  • Auflage Nr. 1 (01.04.2011)
  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Angebot
Deuba Aluminium Gewächshaus 7,6m³ mit Fundament Treibhaus Gartenhaus Frühbeet Pflanzenhaus Aufzucht 250x195cm | Modellauswahl | Verschiedene Größen | mit Fundament
  • Das Gewächshaus der Marke Deuba besteht aus eloxierten Aluminiumprofilen und wärmedämmenden Hohlkammerstegscheiben. Das wetterbeständige Aluminium sorgt für eine extra lange Lebensdauer.
  • Das stabile Treibhaus bietet ausreichend Platz zur Aufzucht Ihrer Pflanzen. Vielseitig nutzbar auch als Gartenhaus oder Tomatenhaus.
  • Die klappbaren, praktischen Dachfenster sowie die große Schiebetür sorgen für eine optimale Luftzirkulation. Die Regenrinne lenkt den Regenfluss seitlich am Gewächshaus nach unten. So können Sie das Regenwasser mit entsprechenden Behältnissen direkt abfangen und nutzen.
  • Dank zusätzlicher Streben in Wand- und Dachbereich ist die Standfestigkeit und Sicherheit selbst bei extremen Wettersituationen sowie Schneelast gegeben. Material: Aluminiumprofile Polykarbonat (PC) Hohlkammerstegplatten, 4mm
  • Inklusive: Das Fundament aus verzinktem Stahl sorgt für zusätzliche Stabilität für Ihr Gewächshaus. Durch das Fundament steht Ihr Gewächshaus stabil und rechtwinkelig. Das Fundament verhindert ein Absinken des Gewächshauses auf weichem Untergrund und bietet die beste Möglichkeit der Bodenverankerung.

Das könnte Sie auch interessieren:

Apfelsaft selbst herstellen

Brennnessel, das heimische Superfood

Den Garten finanziell aufwerten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.