Knoblauch
Knoblauch © W.R. Wagner/pixelio.de

 

Knoblauch gehört zu den am meisten verwendeten Zutaten in der Küche. Das Lauchgewächs verfeinert nicht nur Speisen, sondern ist auch sehr gesund. Ob es auch – wie oft behauptet – Vampire abschreckt, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Aber Spaß beiseite. In diesem Artikel soll es darum gehen, wie Knoblauch ohne übermäßig großen Aufwand im eigenen Garten angebaut werden kann. Wächst der Knoblauch auf dem eigenen Beet, lässt sich sicherstellen, dass er zu 100 Prozent aus natürlichem Anbau stammt.




Brutzwiebeln oder Knoblauchzwiebeln

Wer Knoblauch selbst ziehen möchte, der benötigt dafür entweder Brutzwiebeln oder Knoblauchzwiebeln. Im Sommer bildet der Knoblauch Blüten und Scheindolden, in denen die Brutzwiebeln, die auch Bulbillen genannt werden, sitzen. Diese können ohne große Probleme abgeerntet und als Saatgut verwendet werden. An sie heranzukommen ist etwa möglich, wenn der Nachbar oder Freunde bereits Knoblauch im Garten oder auf dem Balkon wachsen lassen. Wer mit Bulbillen arbeitet, muss allerdings wissen, dass eine erste üppigere Knoblauchernte erst nach zwei Jahren möglich ist. Besteht keine Möglichkeit, an Brutzwiebeln heranzukommen, dann kann die eigene Anzucht mit Knoblauchzwiebeln erfolgen. Knoblauchzwiebeln aus dem Supermarkt allerdings eignen sich für die eigene Anpflanzung in der Regel eher seltener, weil diese zumeist nach Deutschland importiert werden und mit den hiesigen klimatischen Bedingungen nur schwierig klarkommen würden. Besser geeignet ist da der Fachversand.

Das Pflanzen

Gepflanzt werden kann der Knoblauch sowohl im Frühjahr als auch im Herbst. Als Standort sollte ein sonniges Plätzchen ausgesucht werden, das über einen lockeren Erdboden verfügt. Absolut windgeschützt sollte die Stelle auch nicht sein, denn sonst könnte sich die Knoblauchfliege, die Suilla univittata, an der Pflanze gütlich tun. Der über den Winter gesetzte Knoblauch bringt zumeist höhere Erträge, wächst aber deutlich langsamer. Dieser sogenannte Winterknoblauch sollte Mitte Oktober ins Erdreich gebracht werden und kann dann im Juli geerntet werden. Generell ist dieser Knoblauch winterhart, sollte aber dennoch mit etwas Mulch oder Reisig vor zu starkem Frost geschützt werden. Der Knoblauch, der im Frühling gesetzt wird, lässt sich in der Regel im Spätsommer ernten. Die einzelnen Zehen oder Brutzwiebeln sollten etwa fünf Zentimeter tief mit der Spitze nach oben in die Erde eingegraben werden. Die Abstände zu den anderen Pflanzen sollten in alle Richtungen etwa 15 Zentimeter betragen. Bei den Zehen ist es wichtig, dass sie getrocknet sind, sonst droht Fäule. Grundsätzlich sollten die Pflanzen daher auch nicht zu häufig gegossen werden. Auf eine Düngung kann vollständig verzichtet werden.

Die Ernte

Wenn das obere Drittel des Laubs der Knoblauchpflanze welk geworden ist, dann wird es Zeit für die Ernte. Die Knollen sollten dann mit einem leichten Druck an den Blättern aus dem Erdreich gezogen werden. Nun sollten sie noch ein paar Wochen lang getrocknet werden. Dies passiert am besten in einem gut durchlüfteten, dunklen Raum bei Zimmertemperatur. Wer seinen Knoblauch länger aufbewahren möchte, der sollte diesen in Öl einlegen. Einfrieren geht zwar auch, dabei leidet aber das Aroma.




Auf Mischkulturen setzen

Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Es ist empfehlenswert durchaus beim Anbau auf Mischkulturen zu setzen, also neben dem Knoblauch auch anderes Gemüse anzupflanzen. Die nebeneinander gesetzten Pflanzen halten unterschiedlichste Schädlinge fern und können sogar dazu beitragen, dass der Ertrag größer ausfällt.

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Ein Gedanke zu “Knoblauch selbst anbauen

  1. Ich kaufe mir jedes Jahr im Sommerurlaub in Griechenland (Korfu) auf dem Markt eine Knolle und pflanze sie im Herbst einfach ins Beet. Im nächsten Jahr habe ich dann ca. 10 Knollen. Die schäle ich, stecke sie in einen Mixer zusammen mit Öl (Olivenöl) und fülle den Knoblauchbrei in Eiswürfelformen (möglichst kleine) und friere ihn ein. So hab ich immer „frischen“ Knoblauch in kleinen Portionen zum Kochen. Weiterer Vorteil des griechischen Knoblauchs: Man verträgt ihn besser und man riecht nicht so stark wie beim meist chinesischen Knoblauch aus dem Supermarkt.

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