Ein Perlhuhn
Ein Perlhuhn

 

Die Perlhühner (Numididae) bilden eine eigenständige Familie innerhalb der Ordnung der Hühnervögel (Galliformes). Zu ihnen zählen insgesamt die folgenden sechs Arten:




Schwarzperlhuhn
Weißbrust-Perlhuhn
Kräuselhaubenperlhuhn
Schlichthaubenperlhuhn
Geierperlhuhn
Helmperlhuhn
Verbreitung und Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet der gefiederten Hühner umfasst hauptsächlich Afrika, südlich der Sahara. Ausgenommen sind hier die vegetationslosen Wüsten. Sie leben in den trockenen Busch- und Grassteppen sowie in dichten Wäldern. Nur das Helmperlhuhn ist im Gebiet nördlich der Sahara, speziell im Nordwesten von Marokko, beheimatet. Weiterhin wurden die Hühnervögel auf St. Helena, den Karibischen Inseln (Antillen), den Maskarenen und den Komoren sowie auf Madagaskar eingebürgert. In Südfrankreich finden sich Hausperlhühner als Abkömmlinge der westafrikanischen Unterart Numida meleagris galeata.

Geschichtlich gesehen galt das Perlhuhn in den römischen Regionen als sehr begehrtes Tafelgeflügel. Ungefähr im 15. Jahrhundert kamen die Hausperlhühner nach Europa. Innerhalb der Kontinente variierten auch die Bezeichnungen. Die Hühnervögel wurden in Italien „Gallinie di Faraone“, in Russland „Zesserka“, in Südafrika „Tarentaal“ und in Portugal „Polla printada“ (Gemaltes Huhn) genannt.

Merkmale eines Perlhuhnes

Oftmals werden Tiere präzise nach ihrem Aussehen benannt. Das Perlhuhn ist ein typisches Beispiel. Sein meist dunkelgraues Gefieder wird durch zahlreiche, kleine weiße Sprenkel überzogen, die ein schönes Muster bilden. Einer griechischen Sage zufolge, deuten die Pünktchen im Gefieder auf erstarrte Tränen hin, die die Schwestern von Meleagros vergossen haben, nachdem ihr geliebter Bruder getötet wurde. Aus Wut über die unendliche Trauer verwandelte Artemis die Schwestern schließlich in Perlhühner.

Perlhühner besitzen einen gedrungenen Körperbau mit kurzen Flügeln, kräftigen Beinen und krallenbewehrten Füßen sowie einen vergleichweise kleinen Kopf. Der Schnabel ist leicht abwärts gebogen, was das Graben in der Erde deutlich erleichtert. Ihr schwarzes bis graues Gefieder ist glatt und anliegend und bei allen Arten mit kleinen weißen Tupfen versehen. Die ungefiederten Partien zwischen Kopf und Hals weisen oftmals farbliche Varianten auf, die durch Mutationen und Züchtungen entstanden. So existieren Farbenschläge in Azurblau, Lavendelblau, Chamois und teilweise Weiß.

Je nach Art besitzen die gefiederten Hühnervögel eine Größe von 40 bis 70 Zentimeter und wiegen bis 1600 Gramm. Die Lebensdauer beträgt fünf bis maximal zehn Jahre, wobei die wilden Freilebenden unter ihnen meist das höhere Alter erreichen.

Lebensweise

Perlhühner verbringen die meiste Zeit am Boden. Als Herdentiere leben sie in großen Gruppen von 60 bis fast 100 Tieren und legen oftmals etliche Kilometer pro Tag zurück, um ausreichend Nahrung zu finden. Die Nahrungssuche bezieht sich sowohl auf tierische (Schnecken, Insekten, Spinnen, mitunter auch kleine Reptilien oder Lurche) als auch auf pflanzliche Nahrung (Knospen, Samen, Blätter, Beeren, Früchte). Ihr ausgesprochen perfektes Gehör schützt sie vor Greifvögel und Raubtiere, sodass sie in der Lage sind, schon frühzeitig die Flucht zu ergreifen. Ihre Flügel benutzen sie jedoch nur in äußersten Notfällen. Die Nacht verbringen die Vögel im Geäst hoher Bäume, das ausreichend Schutz vor anschleichenden Feinden bietet.

Brutverhalten und Fortpflanzung

Während der Fortpflanzungszeit trennen sich Hahn und Henne von ihrer größeren Gruppe. Sie leben zwecks Aufzucht der Nachkömmlinge in einer monogame Saisonehe. Je nach Verbreitungsgebiet und vorherrschenden Klimabedingungen kann die Brutperiode zu unterschiedlichen Jahreszeiten beginnen. In tropischen Gebieten findet man ganzjährig Perlhunnester.

Das Gelege besteht aus ungefähr zehn bis zwölf dickschaligen Eiern, die in flache, mit Bodenmaterialien gepolsterte Erdnester gelegt werden. Ihre Größe umfassen nicht selten die von Zwerghuhneiern. Allerdings können auch zwei Hennen ein gemeinsames Nest bestücken, sodass sich dadurch die Anzahl der Eier auf mehr als 20 erhöht. Die Brutzeit beträgt durchschnittlich 21 bis 28 Tage. Während dieser Zeit hält sich der Partner immer in der Nähe der brütenden Henne auf und hält Wache. Die kleinen Küken sind schon sehr früh in der Lage, das Nest zu verlassen. Sie verbleiben jedoch noch kurze Zeit in der Obhut beider Eltern. Nach der Aufzucht schließen sich die Hühner wieder zu größeren Gruppen zusammen.

Unterschiede zwischen Hahn und Henne

Typisch Perlhuhn-Hahn:

Männchen sind geringfügig größer als Weibchen. Es besitzt weiterhin eine tiefer nach unten und spitzer endende Halshaut sowie stärkere, eingerollte Kehllappen. Der auf dem kompakten Kopf befindliche Helm ist beim Hahn an der Basis deutlich breiter und nach hinten ausgezogen.

Typisch Perlhuhn-Henne:

Der Stand der Henne ist meist waagerechter, wobei der Brustbereich fleischiger wirkt als beim Hahn. Weibchen sind ebenfalls etwa kleines als ihre männlichen Kollegen.

Volltreffer Stimme

Stimme des Perlhuhns

Wer auf die Stimme und dessen Gesang des Tieres hört, ist mitunter schon klar im Vorteil. Ein von der Gruppe getrenntes Tier, fühlt sich einsam und lässt bald einen Verlassenheitsruf erklingen, der bei der Henne als zweisilbiges „Glockaacht“ ertönt. Der Hahn hingegen gibt den passenden Suchruf ab, der sich eindrucksvoll als „tscheckereckeck“ anhört.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich etwas Zeit nehmen und die Perlhühner genau beobachten. Am Verhalten und ihrer Stimmlage lassen sich schon zahlreiche Unterschiede erkennen. Im Spätherbst beginnt das Balzverhalten. Während die stärksten Hähne einer Gruppe um die Gunst der Hennen buhlen, heben sie die Flügel an und tänzeln auf Zehenspitzen. Aber Achtung! Rangniedere Hähne zeigen nur selten ein derartiges Verhalten. Wird jedoch der ranghohe Hahn aus der Gruppe entfernt, rutscht ein niederer nach, der somit sein männliches Wesen preisgibt.

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