Ein Sperber auf dem Dach
Ein Sperber auf dem Dach © Ursula Kröll/pixelio.de

 

Der Sperber ist ein Greifvogel, der zu den sogenannten Habichtartigen gezählt wird. Ein Vogel, der bis heute in weiten Teilen Europas heimisch ist und dabei keineswegs auf tiefe Wälder und unzugängliche Gegenden beschränkt bleibt.




Auch in unseren Städten heimisch

Denn die Tiere brüten auch in Parks, auf alten Waldfriedhöfen und in anderen städtischen Grünanlagen. Kein Wunder also, dass die stattlichen Greifvögel anlässlich der vom NABU initiierten „Stunde der Wintervögel“ ein Thema (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/vogelportraets/14398.html) waren und mitunter als Überraschungsgäste an Futterstellen entdeckt werden.

Eine unterschiedliche Größe, die biologisch Sinn macht

Wenn man die Tiere beschreiben will, dann fallen die üblichen Größen- und Gewichtsangaben aus dem Rahmen. Denn die Weibchen werden annähernd doppelt so groß und so schwer wie die männlichen Vögel. Hier ist eine Körpergröße von rund 40 Zentimetern, bei einer Flügelspannweite von stolzen 80 Zentimetern, keine Seltenheit.
Ornithologen, die den Sperber übrigens Accipiter nisus nennen, reden hier von einem Geschlechtsdimorphismus. Dabei begrenzen sich hier, im Gegensatz zu anderen Arten, die unterschiedlichen sekundären Geschlechtsmerkmale nicht allein auf Farbe und Gefieder, sondern auch und gerade auf die Größe. Dabei hat dieser Sexualdimorphismus einen guten Sinn. Denn aufgrund der unterschiedlichen Größe stellen Sperbermännchen und -weibchen unterschiedliche Beute dar. Somit wird eine innerartliche Konkurrenz vermieden.

Jagdbeute

Bei der Nahrungsaufnahme zeigen sich die Greife, neben Kleinnagern wie Mäusen oder kleineren Reptilien (Eidechsen und Schlangen) vor allem an fliegender Beute interessiert. Gelegentlich fallen Fledermäuse den Tieren zum Opfer. Vor allem jedoch schlägt und überwältigt Accipiter nisus verschiedene Vögel – angefangen bei Meisen und kleineren Singvögeln über Amseln bis hin zu Beute in Taubengröße.
Neben Stadttauben werden dabei, zumal in Wald und Flur, auch Eichelhäher geschlagen. Oftmals von einem Ansitz aus. Ebenso verstehen es die geschickten Jäger jedoch, in bodennahen Flugmanövern zu patrouillieren oder „pflücken“ ihr Opfer aus dem Geäst.

Lautäußerungen, Balz und Aussehen

Das Brutrevier wird mit einem „ki-ki-ki-ki“, das kurz, fast in einem Stakkato ausgestoßen wird, markiert. Dabei präsentiert sich Accipiter nisus jedoch weniger lautstark und penetrant, als das von anderen Greifvögeln bekannt ist.
Verbreitet sind die Vögel im ganzen nördlichen Eurasien, von Süd- über Mittel- und Osteuropa bis hinein in die Taiga und nach Asien. Je nach Lebensraum, gelten die Tiere als Zug- oder auch Standvögel; daher kann es vorkommen, dass sie sich hierzulande an unseren winterlichen Futterhäusern laben (mit anderen Worten: dort Singvögel schlagen).
Mit etwa zwölf Monaten werden die Jungvögel geschlechtsreif und gehen dann eine sogenannte Saison-Ehe ein. Das bedeutet, dass die Vögel während der Brutperiode monogam sind. Unter anderem versucht der Terzel, wie Jäger und Ornithologen das Männchen nennen, dabei seine Auserwählte mit Jagdbeute zu becircen.
Dabei glänzt das Gefieder an der Oberfläche bei den Männchen grau-blau, während die Weibchen deutlich weniger farbenprächtig, eher bräunlich, daher kommen. Fast scheint es so, als wollten die männlichen Vögel ihre geringere Körpergröße durch ein besonders auffälliges Gefieder kompensieren, denn der Rumpf kann beim Terzel in einem kräftigen Orange erstrahlen.
Typisch sind übrigens bei beiden Geschlechtern die stechend gelben Augen.

Nest und Gelege

Als Nistplatz dienen Fichten, aber auch verschiedene Laubbäume. Accipiter nisus zeigt sich damit nicht sonderlich wählerisch, obwohl jedes Jahr ein neues Nest erbaut wird.
Meist finden sich die Gelege in Stammnähe und enthalten drei bis fünf Eier. Extreme Gelegegrößen (nur ein bis zwei Eier, oder auch sieben und mehr Eier) scheinen dabei möglich, sind jedoch selten.




Auf der roten Liste

Das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten in Rheinland-Pfalz geht (http://www.wald-rlp.de/lebensraum-wald/oekosystem-wald/voegel/sperber.html) übrigens davon aus, dass Accipiter nisus in weiten Teilen Deutschlands heute nicht mehr gefährdet ist. Allerdings stehen die Tiere nach wie vor auf der Roten Liste und werden in Osteuropa noch immer bejagt.

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