Tagetesfeld
Orange blühende Tagetes © Dieter Hupka

 

Tagetes ist eine weitverbreitete Balkon- und Beetpflanze. Dass sich manche Tagetessorten als interessantes Gewürz verwenden lassen, ist weitgehend unbekannt.




Tagetes (Tagetes), auch Studentenblume, Sammetblume, Totenblume oder türkische Nelke genannt, ist eine Sommerblume auch für Gärtner, die nicht gerade über einen grünen Daumen verfügen. Aus Samen Ende Februar in Töpfen ausgesät oder im Mai direkt ins Beet gestreut erscheinen willig die ersten Pflänzchen und bilden so den Ausgang für eine monatelange Blütenpracht. Ihre Robustheit und Blühfreudigkeit macht Tagetes zu einer idealen Kinderpflanze. Vor Schnecken müssen die jungen Pflanzen allerdings geschützt werden, denn die haben Tagetes zum Fressen gern, auch wenn es sich nicht um eine aromatische Gewürzsorte handelt. Ausgewachsene Pflanzen haben bessere Überlebenschancen vor der Gefräßigkeit der schleimigen Kriechtiere.

Trotz der häufigen Verwendung in unseren Gärten haben Tagetes oft den Ruf als „langweilige Stinker“. Stinker sind sie tatsächlich wegen ihres typischen penetranten Duftes. Als langweilig erscheint das Angebot im Handel, bestehend aus nur wenigen Sorten. Betrachtet man jedoch die Vielfalt, welche der Samenhandel bereithält, so wird man über den Variantenreichtum erstaunt sein.

Eine gelbe Tagetesblüte:
Eine gelbe Tagetesblüte © Dieter Hupka

Sorten

  • Farbenfroh in Gelb-orange zeigen sich Tagetes ‚Bonanza Bolero‘, ‚Carmen‘, ‚Orange Boy‘ und ‚Zenith Red F1‘.
  • Gelb-braun gestreift präsentieren sich die Tagetes-Sorten Tagetes patula ‚Ehrenkreuz‘ und ‚Mr. Majestic‘.
  • An Chrysanthemen erinnert die gelbe Sorte ‚Pollux‘ (Tagetes erecta).
  • Cremeweiß ist ‚Vanilla F1‘.
  • Die zitronengelbe Sorte ‚Zenith Lemon Yellow F1‘ lässt auch an trüben Tagen die Sonne scheinen.

Wegen ihrer guten Keimfähigkeit wird Tagetes oft aus selbst geerntetem Saatgut einer besonders schönen Sorte gezogen. Oft erlebt man jedoch die Überraschung, dass die neue Pflanze nicht das gleiche Aussehen hat wie die „Samenspenderin“, wenn diese eine F1 Hybride war. Deren Nachfahren zeigen häufig das Aussehen einer Elternpflanze, was durchaus nicht von Nachteil sein muss. Wer eine ganz bestimmte Sorte im Visier hat, greife auf die Samentüte aus dem Fachhandel zurück.

Gewürztagetes

Über feingegliedertem Laub erscheinen dichtbuschig wachsend massenhaft kleine Blüten. Die Sorten ‚Gnom‘ (leuchtend gelb), ‚Lemon Gem‘, ‚Orange Gem‘, ‚Paprika‘ (dunkel orange) und ‚Red Gem‘ (Tagetes tenuifolia) sind nicht nur Dauerblüher in Beeten und Töpfen, sondern auch hervorragende Gewürzpflanzen. Ihnen fehlt der typische Tagetesgeruch. Stattdessen überraschen sie mit feinem zitrusartigem Duft. Ihr Aroma entspricht dem von Mandarinen- oder Tagerinenschale, köstlich in Bowlen, Fruchtsaucen und Süßspeisen.

Lakritz-Tagetes

Tagetes filifolia ist etwas aus der Art geschlagen. Erst ab Oktober zeigen sich unscheinbare weiße Blüten. Interessant ist das feine, dillartige Laub mit intensivem Lakritzgeschmack, besonders gut geeignet für süße und salzige Speisen oder Kräutertees.

Yauhtli

In milden Regionen ist die ausdauernde Pflanze Yauhtli (Tagetes lucida) bis zu minus 8° C winterfest. Eine Laubschüttung ist aber ratsam. Im Frühling treibt das aromatische Laub (Anis-Waldmeistergeschmack) aus dem Wurzelstock erneut aus. Frische Blattspitzen können wie Estragon verwendet werden. Angewelkte Blätter ergeben einen wohlschmeckenden Tee. Bei den Azteken galt Yauhtli, auch Yautli, eine in Mexiko und Mittelamerika heimische Tagetesart, als heilige Pflanze, die bei Opferriten benutzt wurde. Sie verfeinerte ein kakaohaltiges Getränk, welches nur auserwählten Persönlichkeiten vorbehalten war.




Nematodenfeind

Niederländische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Wurzeln von Tagetes Phytonzide ausscheiden, welche Nematoden (Wurzelälchen) vertreiben. Diese Eigenschaft sollten sich Gemüsegärtner beim Anbau von beispielsweise Tomaten oder Kartoffeln zunutze machen. Vor dem Anlegen einer Himbeerpflanzung ist eine vorjährige Gründüngung mit Tagetes anzuraten. Auch Rosen profitieren von dem Antinematoden-Toxin der Studentenblume. Wer die Farbwirkung der Tagetesblüten mit der der Farbe der Rosen als unschön empfindet, sollte die Blütenknospen der Tagetes entfernen. Deren Laub hat auch ohne Blüten die erwünschte Wirkung. Im Spätherbst wird die gesamte Pflanze in den Boden eingearbeitet. Die wirksamste Sorte gegen Wurzelälchen ist Tagetes patula.

Kiepenkerl, Tagetes, patula Bonita Mischung
  • Inhalt reicht für ca. 40 Pflanzen
  • Blütezeit: Juni - Oktober
  • nicht winterhart
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