Der fast 25 Zentimeter große Wachtelkönig (Crex crex) wird auch als Wiesenknarrer oder Wiesenralle bezeichnet. Betrachten wir für seine richtige Einordnung zunächst die biologische Systematik. Der Wachtelkönig gehört zur Klasse der Vögel (Aves). Darin befindet er sich in der Ordnung der Kranichvögel (Gruiformes). Innerhalb dieser ist er ein Mitglied der Familie der Rallen (Rallidae). Und hierunter steht die Gattung der Wachtelkönige (Crex), von denen er eine bestimmte Art darstellt.




Verbreitung

Der Wachtelkönig ist in einem breiten Streifen von Westeuropa (Irland) bis weit nach Zentralasien (nördliche Mongolei) verbreitet. In den wärmeren, südeuropäischen Regionen Spaniens, Italiens, Griechenlands oder in der Türkei kommt der Vogel aber nur ganz selten bis gar nicht vor. Auch das nördliche Skandinavien und Finnland gehören nicht mehr zu seinem Verbreitungsgebiet. Im Altai-Gebirge oder im Kaukasus dagegen sind sogar vereinzelte Brutvorkommen in über 2.500 Meter Höhe festgestellt worden. Es handelt sich um einen Zugvogel, der im Herbst weite Strecken überwindet, um im gesamten südöstlichen Bereich des afrikanischen Kontinents zu überwintern.

Aussehen des Wachtelkönigs

Die bekanntere Wachtel ist kleiner als der Wachtelkönig. Die Grundfärbung seines Obergefieders ist gelblich-braun. Dabei sind jeweils die Zentralbereiche der Federn dunkler gefärbt. Seine Unterseite ist dagegen schon fast weißlich bis hellbraun. Typisch ist seine rostbraune Bänderung an den Flanken. Während der Brutzeit verändert der Vogel sein Aussehen etwas. Dann nämlich stellt sich bei den Männchen eine graublaue Färbung an den Halsseiten und an den Wangen ein. Typisch für Rallenvögel sind die herabhängenden Beine während des Fluges. Am Boden sind der lange Hals und die hohen Beine auffällige Merkmale.

Die Geschlechter unterscheiden sich im Aussehen nur marginal, bei den Weibchen ist die Graufärbung der Wangen etwas weniger ausgeprägt. Das Gefieder der Jungvögel gleicht sich dem der erwachsenen Vögel schon recht gut an, allein die Graufärbung im Kopfbereich und die rostbraune Flankenbänderung fehlen ihnen noch.

Ernährung

Der Wachtelkönig sucht beziehungsweise erbeutet seine Nahrung am Boden. Er bevorzugt dabei Insekten wie Fliegen, Heuschrecken, Libellen, Käfer oder Schnaken. Etwas weniger häufig erbeutet er Regenwürmer, kleine Frösche oder kleine Nagetiere. Die vegetarische Beikost macht knapp 20 Prozent aus, dazu gehören Sämereien und grüne Pflanzenteile. Unverdauliche Nahrungsreste scheidet der Vogel in Form von Speiballen wieder aus.

Der Klang seiner Stimme

 

Stimme des Wachtelkönigs

Der Ruf des Männchens ähnelt einem zarten Schnarren, sollte aber möglichst nicht mit dem Klang der Grillen verwechselt werden. Es tritt in der Regel in einer Doppelfolge auf und erinnert an das Geräusch, das jeder mit dem Daumennagel entlang eines Kammes erzeugen kann. Diesen Ruf kann das Männchen geduldig stundenlang wiederholen. Er ist unter guten Bedingungen durchaus bis zu einem Kilometer weit hörbar. Der sich ständig wiederholende Ruf des Wachtelkönigs dient wahrscheinlich zur Abgrenzung des Reviers und ist daher meistens zu Beginn der Paarungszeit zu hören. Das betrifft dann die Periode von Anfang Mai bis Juli.

Ihre Hauptrufaktivität ist an den Beginn der Dämmerung gebunden. Das ist bei uns im Sommer kurz vor 22 Uhr. Dann dauert das Spektakel bis zum Sonnenaufgang, der ungefähr um 04:30 Uhr stattfindet. Der Bettelruf der Jungvögel ist in etwa mit einem leisen Spatzentschilpen zu vergleichen. Bei Erregung äußern die Jungtiere zuweilen auch Trillerlauten.

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