Blumenzwiebeln
Blumenzwiebeln © Dieter Hupka

 

Im Herbst sollte man ans kommende Frühjahrs denken und Zwiebelblumen pflanzen.




Auch wenn der Herbst mit einem wahren Farbenrausch unsere Sinne zu betören sucht, etwas Melancholie wohnt dieser Zeit stets inne. Aber in jedem Ende liegt auch ein neuer Anfang! Wenn wir nicht jetzt an das kommende Frühjahr denken, wird es ohne Schneeglöckchen, Tulpen und Narzissen nur halb so schön. Also: Jetzt ist Pflanzzeit für die meisten Zwiebelblumen und winterharten Knollen. Sie sind erstaunliche Überlebenskünstler. In ihrem unscheinbaren Äußeren speichern sie nicht nur die Energie, die sie zum Wachsen brauchen, sondern sie verfügen auch über eine biologische „Zeitschaltuhr“, die ihnen anzeigt, wann die Bedingungen günstig sind, das dunkle Erdreich zu verlassen.

Der Boden

Der Boden muss unbedingt durchlässig sein. Staunässe lässt die Zwiebeln faulen. Sandiges Erdreich ist hier von Vorteil, muss aber mit reifem Kompost oder organischem Dünger aufbereitet werden.

Zwiebelblumen im Staudenbeet

Die Blühzeit eines Staudenbeetes lässt sich durch Zwiebelblumen verlängern. Da sie zeitlich vor den Stauden blühen, muss dort auf eine stimmige Farbkombination nicht Rücksicht genommen werden. Sollen die Zwiebelblumen im Beet verbleiben, pflanzt man sie in die Nähe großblättriger Stauden (Pfingstrosen, Frauenmantel, Hosta). Sie verdecken das vergilbende Laub der einziehenden Zwiebelblumen.

Die meisten Tulpen verlieren allerdings an Blühfähigkeit und werden deshalb sofort nach der Blüte herausgenommen und getrocknet. Die frei werdenden Stellen im Staudenbeet können dann mit Gladiolen, Dahlien oder Sommerblumen gefüllt werden.

Unter sommergrünen Gehölzen

Unter sommergrünen Bäumen und Sträuchern lassen sie wunderschöne Blütenteppiche anlegen. Hierfür bieten sich kleine Zwiebelblumen an, welche dicht unter der Erdoberfläche liegen.

Die Auswahl ist riesig. Ganz früh erscheinen Winterlinge, gefolgt von Schneeglöckchen, Krokussen, Alpenveilchen, Anemonen, Scilla, Hundszahn und vielen anderen. Einmal gepflanzt, verbleiben sie viele Jahre am gleichen Standort und breiten sich bei ihnen zusagenden Bedingungen großflächig aus.

Zwiebelblumen im Rasen

Wunderschön sind Zwiebelblumen im Rasen. Sie werden in Inseln gepflanzt, sodass sie beim ersten Mähen ausgespart werden können. Wird das vergilbende Laub zu früh entfernt, wird die Blüte mit der Zeit immer mickriger, bis sie schließlich ganz versagt.

Zum Pflanzen werden Rasenstücke ausgestochen und die die Zwiebeln direkt in den Boden unter den Wurzelfilz gelegt. Anschließend werden die Soden festgeklopft, damit sie Bodenkontakt haben und wieder anwachsen. Wer jedoch einen jederzeit makellosen grünen Rasen vorzieht, dem seien Elfenkrokusse (Crocus tommasinianus) empfohlen. Diese zartlila Krokusse blühen sehr früh und ziehen bereits vor der ersten Mahd ein.

Pflanztiefe

Die Pflanztiefe richtet sich nach der Größe der Zwiebel. Als Faustregel gilt: Doppelt so tief wie deren Umfang beträgt.

Kleine Zwiebeln oder Knollen, z. B. Anemonen, Schneeglöckchen, Winterlinge, werden 5 – 8 cm tief in den Boden gelegt, Tulpen und Hyazinthen 10 – 15 cm, Narzissen 15 – 20 cm und am tiefsten Lilien und Kaiserkronen (15 – 30 cm).

Eine Ausnahme bildet die Schachbrettblume. Ihre kleinen Knollen brauchen eine Pflanztiefe von mindestens 10 cm, ansonsten trocknen sie aus.




Frühlingsgarten im Kleinstformat

Diese unterschiedlichen Pflanztiefen ermöglichen eine Schichtung im Blumentopf oder Kübel. Die einzelnen Zwiebeln werden in Lagen in den Topf eingelegt mit jeweils einer Schicht Blumenerde dazwischen. Auf die unterste Erdschicht wird Zierlauch (Allium) gesetzt, es folgen Narzissen, darauf Hyazinthen und/oder Tulpen. Die oberste Schicht bilden Schneeglöckchen, Anemonen und /oder Krokusse. Diese Lage wird mit einer Erdschicht bedeckt und mit Fichtenreisig oder Laub vor dem Austrocknen in der Winterkälte geschützt. Der Kübel wird an eine Hauswand gerückt und auf „Füße“ gestellt, damit Regenwasser gut abfließen kann. Mit dieser Art der Bepflanzung lassen sich stimmungsvolle Kompositionen Ton in Ton oder kunterbunt schaffen.

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