Schwarzer und weißer Rettich sowie Radieschen
Schwarzer und weißer Rettich sowie Radieschen

 

Rettich, Radieschen und Eiszapfen sind enge Verwandte mit unterschiedlichem Aussehen aber sehr ähnlichen Aromen.

  • Drei sehr leckere Gemüsearten
  • Anbau im eigenen Garten
  • Schädlinge und Krankheiten bekämpfen

Radieschen gibt es rund ums Jahr und fast überall. Seltener ist der Rettich, und Eiszapfen gibt es meist nur bei Händlern auf dem Markt, die gern Spezialitäten anbieten. Wer eine große Sortenvielfalt haben möchte, sollte dieses frische Gemüse selbst anbauen. Saatgut gibt es in großer Fülle.

Rettich

Der Rettich (Raphanus sativus) gehört zur Familie der Kreuzblütler. Der Gartenrettich ist eine uralte Kulturpflanze, die seit der Antike rund um das Mittelmeer angebaut wurde. Seit Karl dem Großen ist er auch in Mitteleuropa heimisch. Rettiche werden hier mit Salz bestreut und roh verzehrt. Ein „Radi“ gehört in Bayern stets zu einer zünftigen Brotzeit.




In der asiatischen Küche werden Rettiche gekocht. Hierbei verlieren sie jedoch stark an Geschmack und gesunden Inhaltsstoffen.

Der Saft, der beim Salzen (mäßig!) austritt, ist reich an Vitamin C, den Mineralien Kalium und Eisen sowie Senfölen. Diese stimulieren den Gallenfluss, regen den Appetit an und haben eine antibakterielle Wirkung. Mit Zucker gesüßt diente der Saft einst als Hustenmittel.

Rettiche bilden große, weiße walzenförmige, unten spitz zulaufende Zapfen.

Anders ist der Winterrettich. Er hat kugelrunde, schwarze Früchte, die sich gut lagern lassen.

Eiszapfen und Radieschen

Eiszapfen (Raphanus sativus) sind Minirettiche mit mildem Geschmack.

Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) sind erst seit dem 16. Jahrhundert bei uns bekannt. Ob es sich um eine Variante des Rettichs handelt oder ob es schon in China eine eigenständige Sorte handelte ist nicht sicher geklärt.

Radieschen gibt es in zahlreichen Formen und Farben: Rund, oval, zylindrisch, rot, gelb, violett und zweifarbig. Das Innere ist immer weiß und der Geschmack nahezu identisch.

Anbau im Garten

Die Kultur von Rettich, Eiszapfen und Radieschen ist die gleiche. Ihr schnelles Wachstum erlaubt eine zweite oder sogar dritte Tracht. Es kann vom Frühling bis in den Herbst laufend nachgesät werden. Jedoch ist nicht jedes Saatgut zu jeder Zeit verwendbar.

Keine andere Gemüsesorte reift in so kurzer Zeit wie Radieschen und Rettich. Beide Früchte brauchen kein eigenes Beet. Sie laufen als Mischkultur ganz nebenbei und dienen für späte Gemüse als Platzhalter. Wichtig ist ein Platz an der Sonne. Als Dünger genügt Kompost. Bei Trockenheit werden die Früchte holzig. Schon ab März können frühe Radieschen (Sorten ‚Saxa‘, ‚Sora‘ und ‚Cherry Belle‘) und Frühlingsrettiche (‚Eiszapfen‘ und ‚Rex‘) im Folientunnel ausgesät werden.

Ab Mai sollten für Folgesaaten spezielle Sommersorten (Radieschen: ‚Parat‘ und ‚Riesenbutter‘; Rettich: ‚Neptun F1‘, ‚Sepp F1‘) verwendet werden. Sie sind für höhere Temperaturen ausgelegt und lassen die Früchte nicht so schnell „schießen“.

Ab Juli werden die späten Rettichsorten gesät (‚Münchner Bier‘ und ‚Runder schwarzer Winter‘).

Radieschen und Rettiche sind innerhalb von sechs bis acht Wochen, im Sommer sogar noch schneller, reif und sollten dann auch geerntet werden. Verbleiben sie zu lange im Beet, werden sie holzig und geschmacklos. Diese Pflanzen sollte man stehen lassen bis sie Samen ausgebildet haben, der dann gesammelt werden kann. Durch eine enge Nachbarschaft bilden sie Mutationen, z. B. rosa Eiszapfen. Diese neuen Sorten sind nicht samenfest und fallen im nächsten Jahr nach den Mendelschen Regeln zum Teil in ihre elterlichen Ursprungsformen zurück.

Abstand

Damit sich die Knollen und Zapfen gut entwickeln können, muss auf den Abstand zwischen den Pflanzen streng geachtet werden. Bei zu dichter Saat bilden sich keine runden Knollen aus und zu dichtes oberirdisches Blattgrün beschattet den Boden.

Den Rettichen sollte dagegen nicht zu viel Platz eingeräumt werden (25 – 30 cm Abstand), damit keine übergroßen Zapfen heranwachsen, welche nicht so wohlschmeckend und nicht so haltbar sind. Den richtigen Abstand einzuhalten, ist nicht so schwer, denn die Samenkörner sind recht groß. Wer auf „Nummer sicher gehen will, greife zu fertigen Saatbändern.

Schädlinge und Krankheiten

Erdflöhe sind die häufigste Ursache eines Misserfolges. Ein stets feuchter Boden wird von diesen Plagegeistern aber gemieden. Kohlhernie lässt sich durch fortgesetzten Standortwechsel vermeiden. Es dürfen also keine Folgesaaten auf demselben Platz ausgebracht werden. Zudem sind Beete zu meiden, auf denen Kohl gewachsen ist. Gegen die Rettichschwärze gibt es spezielles Saatgut (‚Neptun F1‘).




Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Salat und Spinat, deren Geruch Erdflöhe vergrault, sind gute Nachbarn. Als Geschmacksoptimierer gelten Garten- und Kapuzinerkresse sowie Kerbel. Auch mit Möhren, Bohnen, Erbsen, Erdbeeren und Petersilie leben Radieschen und Rettiche einträchtig zusammen.

Mit Gurken und Zwiebeln vertragen sie sich nicht.

Tipp: Auch das Blattgrün von Radieschen und Rettich kann roh als Salatbeigabe oder gekocht in Suppen verwendet werden.

 

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