Stangenbohnen © Gabi Schoenemann/pixelio.de

 

Die Bohne schmeckt gut speichert viele Inhaltsstoffe, allen voran Eiweiß. Ihre Pflege ist leicht, wenn zu große Nässe und Trockenheit vermieden werden. Die Pflege besteht aus gelegentlichem Aufbinden und Entfernen dunkler Blätter. Schädlinge müssen frühzeitig erkannt werden, um einen Ernteausfall zu verhindern. Die einjährige Pflanze bildet unter anderem giftige Lektine, besonders das Phaseolin, eine Kohlenhydratstruktur, die sich leicht an Zellwände setzt, durch Erhitzen jedoch zerstört wird.




Kurzer Steckbrief

Sowohl Stangenbohnen als auch Buschbohnen zählen zu den wichtigsten Vertretern der Schmetterlingsblütler in unseren heimischen Gärten. Bei entsprechender Pflege liefern sie reichen Ertrag, sind nahrhaft und werden als unreife Hülsen in Salaten, Suppen und als Beilagen verarbeitet. Die reifen Früchte, die Bohnenkerne, wiederum finden ihre Verwendung im Eintopf sowie zu Fisch und Fleisch. Mit Eiweiß, Proteinen, Mineralien und Vitaminen liefern Bohnen eine beliebte und wertvolle Ernährungsgrundlage. Wegen des großen Anteils an Kohlenhydraten kommt es im Dickdarm zu Blähungen, denen mit Fenchel, Anis, Kümmel oder Kreuzkümmel begegnet werden kann. Sowohl Buschbohnen als auch Stangenbohnen wurden schon vor 8000 Jahren in Südamerika angebaut und gelangten mit den Spaniern im 16. Jahrhundert nach Europa.

Sorten

Stangenbohnen brauchen eine Rankhilfe, weil sie bis zu drei  Meter hoch werden. Die großen, fleischigen Blätter sind mit einem dichten Pelz besetzt und wachsen gegenständig am Stiel. Die Samen sind je nach Entwicklungsstadium verschieden geformt, entweder flach, rund oder nierenförmig und unterschiedlich groß.
Augenbohnen und Feuerbohnen führen in Europa ebenfalls zu Zuchterfolgen. Besonders die Feuerbohne toleriert Kälte gut. Mit ihren leuchtend roten Blüten wird sie gerne als Zierpflanze gesetzt. Ihre Hülsen werden an die 25 Zentimeter lang und enthalten dann braune, schwarze, violette oder rote, gefleckte Samen, die Bohnenkerne.
Weitere in Deutschland verbreitete Sorten sind neben Filetbohnen und Saxa auch die Neckarkönigin, die Blauhilde sowie die Neckarbohne und die Zwiebohne.

Pflege

Die Stangenbohnen werden in einem sogenannten Nest mit sechs bis zehn Stück gesetzt. Die Horste haben einen Abstand von 40 bis 60 Zentimeter, um den späteren Pflanzen genügend Platz zu bieten. Einige drei Meter lange Stangen, etwas aus Bambus, werden in einem Kreis angeordnet und an der Spitze zusammengebunden. So können sich die Pflanzen links herum um die Stangen winden. Sind die Bohnen bei konstant zehn Grad über Null ausgetrieben, werden sie an die Stange angebunden. Erste Früchte zeigen sich nach zehn Wochen nach der Aussaat Ende Mai. So können ab Juli die unreifen Hülsen/Schoten geerntet werden, die vorsichtig abgeschnitten werden. Denn dann wächst die Pflanze weiter und setzt wiederum Blüten an. Will man an die Samen heran, lässt man die Hülsen bis zum Herbst hängen und trocknet die nierenförmigen Bohnen.
Buschbohnen werden nur 30 bis 60 Zentimeter hoch und ranken nicht. Acht Wochen nach der Aussaat sind bereits die ersten Hülsen zu ernten. Diese werden länger haltbar gemacht, wenn sie blanchiert und eingefroren oder eingekocht werden. Alle zwei bis drei Tage wird nun kontrolliert, welche Hülsen zu ernten sind. Auch hier kann im Herbst mit der Ernte der Bohnenkerne begonnen werden, so dass die Hülsen hängen bleiben. Aus den trockenen Hülsen lassen sich die großen reifen Kerne leicht herauslösen. Für Vegetarier enthalten sie jetzt viel Eiweiß.

Standort und Boden

Die Bohne mag weder anhaltend nassen Boden, noch verträgt sie Trockenheit.
An einem sonnigen, windgeschützten Platz wächst Phaseolus vulgaris am besten, wenn die Temperatur zwischen 18 und 30 Grad beträgt. Gleichmäßig verteilte Regentage und kühle Nächte unter 20 Grad machen die Pflanze gesund und ertragreich. Im Humus, gemischt mit Kalk und Lehm, wird der Samen 2,5 Zentimeter tief gesetzt, nachdem die Erde 25 Zentimeter tief umgegraben wurde. Mitte Mai wird ausgesät und im Frühsommer gemulcht. Die Pflanze selbst schützt sich später vor der Bodenerhitzung durch starke Sonneneinstrahlung mit ihrem dichten Blätterkleid.

Pflanzenaufbau

Die einjährig krautige Pflanzen besitzt fünfzählige Blütenblätter. Ein oberes Kronblatt steht zwei verwachsenen, unteren Kronblättern gegenüber, die ein Schiffchen bilden. Die zwei seitlichen Kronblätter umhüllen das Schiffchen zusätzlich. Während sich die Stangenbohne in Linkswindungen nach oben rankt, bleibt die Buschbohne am Boden und bildet endständige Blütenstände aus. Besonderheiten:

  • violette Blüten
  • 30 cm lange Seitenwurzeln
  • Blüten wechselständig in Trauben
  • Schlafstellung der Blätter zwischen 6 Uhr abends und 6 Uhr morgens
  • Wurzelknöllchen mit Stickstoff bindenden Bakterien
  • Blüte Juni bis September
  • Schoten geschlossen, Wildformen sind Trockenstreuer

Gießen/Pflege

Werden Bohnen zu feucht gehalten werden, bilden sich leicht Krankheiten.
Die Bohnenblattlaus oder ein Virusbefall, der Erbsenwickler oder die Brennfleckenkrankheit können den Ernteertrag schmälern. Darum sind befallene Stellen oder ganze Pflanzen sofort zu entfernen und zu entsorgen.




Vom Herbst über den Winter

Die verwelkten Pflanzen werden im Herbst geschnitten und die Wurzeln unter der Erde belassen. Sie dienen gleich als Düngung des Bodens. Neue Bohnen können im nächsten Jahr angepflanzt werden, jedoch nie zweimal hintereinander am selben Platz.

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