Anleitung für das Anlegen eines Beetes für Spargel im eigenen Garten. Dazu gibt es Pflegetipps für einen dauerhaften Erfolg.
Die Aufzucht von Spargel (Asparagus) umwittert ein Hauch von Unerreichbarkeit, was die Anlage eines Beetes im heimischen Garten und die dauerhafte Pflege betrifft. Wer eigenen Spargel ernten will, braucht vor allem Geduld, Geduld und nochmals Geduld, denn bis der erste Spargel gestochen werden kann, vergehen drei Jahre. Dies wird aber einen wahrhaften Hortomanen nicht abschrecken.
Ein größeres Problem ist allerdings das des Platzes. Denn der enorme Aufwand an Pflege lohnt sich nur, wenn ein angemessener Ertrag erzielt werden kann, weshalb man ein Spargelbeet nicht zu klein wählen sollte. Hinzu kommt, dass ein Spargelbeet sozusagen ein Projekt für eine Generation ist. Nicht wie andere Pflanzen, die – egal ob Blumen oder Gemüse – von ständigem Standortwechsel profitieren, bleibt Spargel ähnlich wie Rhabarber und Meerrettich jahrelang am selben Platz. Von einer gut gepflegten Kultur lässt sich auf die Dauer von bis zu zwanzig Jahren ernten.
Der Standort für den eigenen Spargel
Spargel gedeiht am besten in einem milden Klima in Süd- oder Südwestlage auf sandigem Boden, der mit reichlich Kompost und etwas Lehm angereichert ist. Der Boden sollte zudem bis zu einer Tiefe von 80 bis 100 cm Tiefe locker und frei sein von Steinen und Wurzelunkräutern wie Giersch oder Quecke. Eine gleichmäßig gute Wasserversorgung ist zu gewährleisten, gegebenenfalls durch Beregnung.
Das Pflanzgut
Wichtig ist es, einjährige Pflanzen der bewährten Spargelsorten ‚Schwetzinger Meisterschuß‘, ‚Huchels Leistungsauslese‘, ‚Spaganiva‘, ‚Braunschweiger‘ oder ‚Erfurter Riese‘ auszuwählen.
Die beste Pflanzzeit ist der April.
Die Pflanzung
Im Herbst vor der Pflanzung werden 20 cm breite und 30 cm tiefe Gräben ausgehoben, um verrotteten Kuhmist oder einen Humus-Volldünger einzugrubbern. Im darauf folgenden April werden im Abstand von ½ m kleine Häufchen aufgebaut, die Pflanze darauf gesetzt, mit Erde bedeckt, angedrückt und angegossen. Anfang Juni wird mit Volldünger nachgedüngt.
Im Spätherbst wird das ausgetriebene Spargelgrün bodennah abgeschnitten und verbrannt.
Im zweiten Jahr wird gedüngt wie zuvor. Im dritten Jahr werden im April 20 bis 30 cm hohe Dämme errichtet und weiterhin mit stickstoffreichem Dünger (Pflanzenjauche, verrottetem Kuhmist) gedüngt.
Die Ernte
Ab Mai erfolgt die erste Ernte, jedoch nur bis Ende Mai. In den Folgejahren kann der Spargel bis zu Johanni (24. Juni) gestochen werden. Danach wird mit Jauche oder mit flüssiger Salpeterlösung gedüngt. Im Herbst erfolgt eine weitere Düngung mit Kali oder Kuhmist. Es kommt darauf an, nach der Ernte ein üppiges Laub zu erzielen, aus welchem der Spargel, der ja eine Wurzel ist, genügend Nährstoffe abrufen kann. Nach dem Vergilben im Herbst wird das Laub abgeschnitten und entsorgt. Es sollte nicht auf den Komposthaufen geworfen werden, denn im Laub lauern Krankheitserreger wie Spargelrost, Spargelfliege der Spargelhähnchen. Damit der Boden auf lange Sicht vital bleibt, sollte alle drei Jahre gekalkt werden.
Tipp
Damit während der ersten drei Jahre das Beet nicht ungenutzt bleibt, kann eine Zwischennutzung mit Buschbohnen, Salat oder Radieschen erfolgen.
Grünspargel
Die Aufzucht von Grünspargel ist wesentlich einfacher. Bei Verwendung von vorgezogener Ware im Topf kann eine Ernte schon ein Jahr nach der Pflanzung erfolgen, sofern diese im Frühjahr stattgefunden hat. Das mühsame Anlegen von Erdwällen entfällt. Ansonsten gelten die gleichen Pflegemaßnahmen wie beim Bleichspargel.
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