Chinakohl
Chinakohl

 

Die zu den Kreuzblütlern gehörenden Gemüsepflanze Chinakohl (Brassica rapa, supspecies pekinensis) stammt ursprünglich aus China. Dort wurde er im 5. Jahrhundert nach Christus aus einer Kreuzung von Senfkohl (Pak Choi) und Speiserübe gezüchtet. Seit dem 15. Jahrhundert ist seine Verwendung auch in Korea und seit dem 19. Jahrhundert in Japan bekannt. In Europa wird er seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts angebaut. Er wird auch Japankohl, Pekingkohl oder Selleriekohl genannt.

  • Botanische Fakten zum Chinakohl
  • Anbau im eigenen Garten
  • Pflege, Ernte und Lagerung




Aussehen und Verwendung

Chinakohl bildet einen festen zylinderförmigen Kohlkopf aus, der zwischen einem und drei Kilogramm wiegt. Die Pflanze besitzt hellgelbe bis hellgrüne Blätter mit weißen, breiten, leicht gewellten Rippen. Die zarten Blätter schmecken roh als Salat. Alternativ können sie kurz gegart und als Gemüse gegessen werden. Chinakohl eignet sich auch für Suppen und Wokgerichte. In Japan und Korea wird er milchsauer fermentiert als Kimchi genossen. Dieser Kohl gilt als Wintergemüse. Er ist gut verdaulich und enthält reichlich Vitamin C und B sowie Folsäure.




Eigenschaften unterschiedlicher Sorten

Für den Anbau im eigenen Garten werden verschiedene Sorten des Chinakohls angeboten. Sehr beliebt ist die Sorte „Bilko“, da sie frostunempfindlich, sehr ertragreich und widerstandsfähig gegen Wurzelkrankheiten ist. Außerdem lässt sie sich gut lagern. Auch die Sorte „Autumn Fun“ ist widerstandsfähig gegen Wurzelkrankheiten. Sie fällt durch ihre äußeren dunkelgrünen Blätter auf. Die Sorten „Harmony“ und „Chorus F1“ können ebenfalls gut gelagert werden, im Gegensatz zur Sorte „Richi“.

Gute Standorte und Pflanzpartner für den Chinakohl

Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Standort. Der Boden sollte locker, gehaltvoll und tiefgründig sein. Ein ph-Wert zwischen 6 und 7 ist ideal.
Da Chinakohl ein Kreuzblütler ist, sollte er nicht zusammen mit anderen Kohlarten, Raps, Rettich oder Senf gepflanzt werden. Gute Pflanzpartner sind hingegen Tomaten, Sellerie oder Erbsen. Dieser Kohl ist ein Starkzehrer, er sollte deshalb nur alle vier Jahre am selben Ort gepflanzt werden.
Um die Krankheit Kohlhernie zu vermeiden, sollte an diesem Standort im vorangegangenen Jahr auch keine andere Kohlsorte gestanden haben.

Anpflanzung

Mitte bis Ende Juli wird der Chinakohl direkt im Freiland ausgesät. Die Aussaat erfolgt in Reihen mit 30 bis 40 Zentimeter Abstand, ungefähr drei Zentimeter tief. Bei Temperaturen ab 20° C dauert es zwischen zehn und 20 Tagen, bis die Sämlinge zu sehen sind. Wichtig ist, dass die Pflänzchen regelmäßig gewässert und gedüngt werden. Außerdem sollte der Boden ab und zu gehackt werden, damit er locker bleibt.

Ernte und Lagerung

Dieser Kohl ist nach 80 bis 90 Tagen erntereif – also meist zwischen Oktober und November. Die Kohlköpfe sollten dazu geschlossen sein. Zur Ernte werden die Köpfe direkt über dem Boden abgeschnitten. Soll der Kohl länger gelagert werden, kann der Kohlkopf auch mit den Wurzeln aus der Erde gezogen werden.
Gelagert wird der Kohl in einem kühlen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit. Wurden die Kohlköpfe abgeschnitten, werden die äußeren Hüllblätter entfernt und der Kopf fest in Zeitungspapier eingeschlagen. So werden die Köpfe, dicht an dicht stehend, in einer Holzkiste gelagert.
Wurden die Kohlköpfe mit den Wurzeln geerntet, können sie mit den Wurzeln in eine Kiste mit feuchtem Sand gesteckt werden. So sollten sie sich bis Anfang Januar halten.

So pflegen Sie den Chinakohl richtig

Dieser Kohl muss hauptsächlich gewässert und gedüngt werden. Für die Düngung eignen sich Brennsesseljauche, reifer Kompost, Hornmehl oder Hornspäne. Bei der Wässerung darf keine Staunässe entstehen. Außerdem sollte der Boden durch Hacken locker gehalten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Pflanzen werden von Kohlfliegen, Kohlweißlingsraupen und der Kohlmottenschildlaus, Erdflöhen und Blattläusen befallen. Wenn nicht auf Fruchtwechsel in den Beeten geachtet wird, kann es leicht zu einem Krankheitsbefall mit Kohlhernie kommen.

 

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