Eine Kompostanlage im Herbst
Eine Kompostanlage im Herbst

 

Das Kompostieren gehört zu den Zauberworten der Hobbygärtner: Macht man es richtig, gibt es nur Vorteile. Man muss sich keinen – oder nur in seltenen Fällen – Dünger kaufen und verwertet Gartenreste sowie Übriggebliebenes aus der Küche auf sehr sinnvolle Weise. Dennoch gibt es auch in diesem Bereich manches, was man falsch machen kann – und manches, das man beachten sollte. Wir geben einen Überblick.

  • Das ist Kompost
  • Wie funktioniert richtiges Kompostieren?
  • Wofür kann man Kompost verwenden?




Das versteht man unter Kompost

Als Kompost, Kompostierung oder auch Rotte versteht man den Teil des Nährstoffkreislaufs, bei dem organisches Material von Bodenlebewesen abgebaut wird. Dabei werden unter anderem Mineralstoffe wie Nitrate und Phosphate freigesetzt, die als Dünger wirken. Ein Teil der Zwischenprodukte, die bei diesem Abbau entstehen, wird zu Humus umgewandelt. Hobbygärtner erzeugen gerne aus Küchen- und Gartenresten Kompost, der sich auch bestens zur Verbesserung der Bodeneigenschaften eignet.

Welches System nimmt man?

Entscheidet man sich für einen Kompostsystem aus Holz, oder nimmt man lieber einen Komposter aus Metallgittern – oder gar einen aus Plastik? Alle drei Systeme haben etwas für sich – der aus Plastik etwa hat den Vorteil, dass der Kompost wegen der der höheren Wärmeentwicklung schneller reif ist. Beim Holz sollten Sie allerdings nach einigen Jahren manche Bretter austauschen, da Holz nach einiger Zeit verrottet. Manche Hobbygärtner haben gar zwei bis drei Behälter im Garten, was den Vorteil hat, dass man zwischen ihnen hin- und herschichten kann.

Größe und Standort

Als optimale Größe für einen Komposter gilt im Allgemeinen etwa ein Kubikmeter.

Als idealer Standort gilt ein Platz im Halbschatten – etwa hinter einem Baum oder einer Hecke. Bedenken Sie auch, dass ein guter Komposthaufen immer genügend frische Luft braucht. Deshalb sollte der nicht windstill sein (wenngleich durchaus windgeschützt). Um Ärger mit dem Nachbarn zu vermeiden, sollten Sie auch an reichlich Abstand zum Nachbargrundstück denken.

Was darf auf den Komposthaufen?

Als Faustregel gilt, „von allem etwas dabei zu haben.“ Im Einzelnen können dies sein: Rasenanteile, auch Strauch- und Baumschnitt, Laub, Rinde, Sägemehl, aber auch Stroh und Streu, Gemüse- und Obstabfälle. Ungewöhnlich erscheinend, aber durchaus beliebt sind auch Kaffeefilter, Teebeutel und Eierschalen. „Profis“ geben auch etwas Erde mit Regenwürmern oder Asseln hinzu – auch Asche aus dem Ofen, solange dies in Maßen geschieht. Gleiches gilt für Papier und Pappe. Um Fäulnis vorzubeugen, sollten immer einige trockene Äste beziehungsweise Zweige untergemischt werden. Mikroorganismen in Form von Kompostbeschleunigern, die Sie im Laden kaufen können, helfen bei der Verrottung. Eine gute Durchmischung ist wichtig – Schicht für Schicht, und nicht mehr als 20 Prozent pro Abgabe. Haben Sie Schichten aus nur einer Komponente, die höher als 20 Zentimeter hoch sind, behindern Sie den Prozess des Kompostierens. Und noch ein Tipp: Das Laub von Eiche und Walnuss verrottet nur sehr langsam, weshalb Sie dies lieber nicht dazu geben sollten.




Was darf nicht rein?

Auf keinen Fall Glas, Kunststoffe und Metall in den Kompost geben, aber das versteht sich fast von selbst – ebenso wie kranke Pflanzenteile. Achten Sie sehr darauf, wenn Sie etwa Äste von kranken Pflanzen abgeschnitten haben, entsorgen Sie diese sofort! Ebenfalls nicht in den Kompost gehören nicht pflanzliche Essensreste und auch Zitrusfrüchte.

Schichten Sie regelmäßig um!

Nach etwa drei Monaten ist es sinnvoll, die Kompost-Bestandteile umzuschichten. Machen Sie dies entweder im selben Behälter, gerne können Sie aber auch einen anderen dafür verwenden. Das Umschichten ist wichtig, um die Durchlüftung des Komposthaufens zu fördern; zudem wird auch das Volumen dadurch noch einmal erheblich reduziert.

Sein Reifestadium erreicht der frisch umgesetzte Kompost dann nach durchschnittlich sieben Monaten – die meisten Bestandteile sind jetzt gut zersetzt. Guter Reifekompost ist wichtig, da er ein stabiles Bodengefüge fördert und die Gefahr der Erosion vermindert. Und noch ein Tipp: Wenn Sie den Reifekompost in Balkonkästen oder bei Kübelpflanzen verwenden wollen, durchmischen Sie ihn mindestens zur Hälfte mit anderen Bestandteilen, beispielsweise mit Blumenerde.

 

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