Winterblühendes Gehölz 
Winterblühendes Gehölz © Dieter Hupka

 

Sträucher, die im Winter blühen, bringen Farbe und oft auch Duft während der dunklen Jahreszeit in den Garten.

Ein Gang durch die winterlich kahle Natur bietet so manche Überraschung. Zarte weiße, rosa oder gelbe Blüten wagen sich zaghaft ins Freie. Oft verströmen sie einen intensiven Wohlgeruch, denn was ihnen auf Grund ihres etwas unscheinbaren Äußeren fehlt, muss anderweitig wettgemacht werden, um so die wenigen Insekten anzulocken, die in dieser Jahreszeit unterwegs sind.




Was blüht im Winter?

Schon oder noch, fragt sich der Naturfreund angesichts der weißen oder rosafarbenen Blüten der Märzkirsche (Prunus incisa). Etwas irreführend ist ihr Name, denn schon im November und nicht erst im März blüht der Strauch aus Asien.

Einen starken Vanilleduft verströmen die cremegelben Glöckchen der Chinesischen Winterblüte (Chimonanthus praecox). Seine Hauptblütezeit liegt im Februar. Bis zu drei Meter hoch wird der Strauch, der im ausgewachsenen Zustand auch strengen Frösten trotzt. In den ersten Jahren nach der Pflanzung ist ein Winterschutz ratsam.

Unübersehbar ist die – allerdings duftlose – zartrosa Blüte des Rhododendron  ‚Praecox‘. Er eröffnet im zeitigen März den Reigen der prächtigen Rhododendronblüte. Ebenso frühzeitig blüht die Dahurische Azalee (Rhododendron dauricum).

Leicht zu verwechseln mit Forsythien ist der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum). Nacktblättrig wird er genannt, weil die primelgelben Blüten ab Januar noch vor den Blättern erscheinen.

Schneebälle

Alle Ehre machen ihrem Namen die aus der Familie der Schneebälle (Viburnum) stammenden Sträucher. Ab Dezember zeigen sich an den Zweigen des Bodnant-Schneeballs (Viburnum x bodnantense  ‚Dawn‘) und des Duftenden Schneeballs (Viburnum farreri) süß duftende rosa Dolden. Schon ab Mitte November blüht in milden Wintern der Duftschneeball (Viburnum fragans). Sagt ihnen der Standort zu, wachsen Schneebälle so üppig, dass sie – im Gegensatz zu anderen Winterblühern – regelmäßig geschnitten werden müssen.

Geißblatt

Aus der großen Familie der Geißblattgewächse, auch Jelängerjelieber genannt, stammt ebenfalls ein Winterblüher. Das Wintergeißblatt (Lonicera x purpusii) erfreut mit rahmweißen duftenden Blüten das Auge des Gärtners von Dezember bis April.

Zaubernuss

Einer der bekanntesten Winterblüher ist die gelb blühende Zaubernuss (Hamamelis). Ihr wurde ein eigenes Kapitel gewidmet.

Standort

Es ist ratsam den winterblühenden Gehölzen einen Platz einzuräumen, an welchem sie ins Auge fallen und an dem ihr Duft mühelos genossen werden kann. Deshalb bietet sich ein Standort in der Nähe des Hauses an, der gut aus einem Fenster eingesehen werden kann. Eine sonnige und geschützte Lage vor einer wärmespendenden Hauswand ist ideal.




Der Boden für alle hier erwähnten Gesträuche sollte leicht sauer sein, ohne dass sich dort Staunässe bilden kann. Allerdings sollte die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig überprüft werden, wenn Niederschläge dieses Terrain wegen eines zu großen Dachüberstandes nicht erreichen können.

 


 

Mehr Gartenwissen:

Einen Reihenhaus-Garten gestalten

Ananas und andere Bromeliengewächse als Zimmerpflanzen

Aprikosen und Marillen


Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann teilen Sie ihn doch über...
Share on Facebook
Facebook
Pin on Pinterest
Pinterest
Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on LinkedIn
Linkedin

Schreiben Sie einen Kommentar