Löwenzahn
Löwenzahn

 

Wildkräuter frisch aus der Natur waren einst lebensnotwendig. Noch heute wirkt eine Frühlingskur belebend nach dem langen Winter.




Vitaminspender

Das erste Grün in der Natur wurde ehemals nach einer langen Zeit des Mangels sehnlichst herbeigewünscht. Die allerersten Blättchen und Blüten waren wichtige Vitamin- und Mineralspender. Viele Pflanzen dienten als Heilkräuter gegen mancherlei Gebrechen. Heute, in Zeiten des Überflusses und der Verfügbarkeit von fast allem zu jeder Zeit, ist das Wissen um die Wirksamkeit von Wildkräutern praktisch verloren gegangen.

Dagegen spielen Kräuter in der Küche noch immer eine wichtige Rolle. Die üblichen Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Basilikum sind allgegenwärtig. Auch exotische Kräuter mit einem langen Reiseweg finden ihren Weg auf unsere Teller.

Vergessene Wildkräuter

Die Kenntnis von heimischen Wildkräutern ist uns dagegen beinahe abhanden gekommen. Köche der gehobenen Gastronomie haben sie wieder entdeckt, langsam erleben sie eine Renaissance und werden zum Kauf angeboten. Diese Kräuter werden allerdings meist angebaut, denn wer hat schon die Zeit, sie mühsam in der Natur zu sammeln?

Um die hier erwähnten Kräuter zu finden, bedarf es keiner langen Wanderung durch die Natur, auch wenn diese zum Wohlbefinden beiträgt, sondern nur eines Blickes in den Garten, wo sie als „Unkraut“ fröhlich sprießen.

Unkraut oder Wildkraut

Was wir als Unkraut aus unseren Beeten verbannen möchten, ist möglicherweise eine Bereicherung unserer täglichen Kost. Es braucht nur eine Portion Mut, um auf kulinarische Entdeckungstour zu gehen.

Wildkräuter haben wertvolle Inhaltsstoffe und außergewöhnliche Aromen. Blätter und Blüten sind, jung im Frühling geerntet, besonders reichhaltig und schmackhaft, frisch in Salaten, Dips oder Smoothies.

Sauerampfer

Sauerampfer (Rumex acetosa), ein Überlebenskünstler, wächst auf feuchten Wiesen und auch kümmerlichen Grünstreifen, gehört unbedingt in die „Frankfurter Grie Soß“ (Grüne Soße) und war einst ein Arme-Leute-Essen.

In Frankreich wird Sauerampfer als Klassiker kommerziell gehandelt. Wer mit den „Wilden“ aus der Natur auf den Geschmack gekommen ist, dem stehen in gut sortierten Gärtnereien zahlreiche Varianten zur Verfügung (roter, römischer oder Blutampfer).

Sauerampfer ist reich an Vitamin C, jedoch sollte wegen seines relativ hohen Gehaltes an Oxalsäure nicht allzu viel davon roh verzehrt werden. Gekocht ist er unbedenklich.

Gänseblümchen und Löwenzahn

Wer auf einen makellosen Rasen Wert legt, wird mit diesen beiden Pflanzen auf Kriegsfuß stehen. Wer sie ausrotten will, sollte sie essen.

Gänseblümchen (Bellis perennis) sind reich an ätherischen Ölen, Saponinen und Flavonoiden. Ihr Geschmack ist erst leicht süßlich, später etwas bitter. Die hübschen Blüten bereichern optisch jeden Salat. Auch die Blätter sind als Salatzugabe, im Kräuterquark sowie in Suppen und Soßen sowohl roh als auch gekocht zu verwenden.

Löwenzahn (Taraxacum officinale) verwandelt im Frühling die Wiesen in ein gelbes Blütenmeer. Seine bitteren Blätter gehören in jeden Wildkräutersalat und aus den Blüten lässt sich ein Sirup extrahieren. In Frankreich gehört Löwenzahn zu den Nutzpflanzen und wird dort gewerblich angebaut.

Vogelmiere und Giersch

Vogelmiere (Stellaria media) und Giersch (Aegopodium podagraria) sind die häufigsten Un- (Wild-) Kräuter im Garten. Beide Pflanzen besitzen eine hohe Vitalität.

Vogelmiere, eine gesunde Zutat für Salate, Smoothies usw., ist fast ganzjährig – abgesehen von starken Schnee- und Frostperioden – im Garten zu finden.

Giersch ist als junge Pflanze roh, ältere Blätter sind als gegartes Gemüse verwendbar. Eine anhaltende Ernte fördert den Austrieb von frischem Blattgrün.

Scharbockskraut
Scharbockskraut

Scharbockskraut und Brennnessel

Scharbocksraut (Ficaria verna, auch Ranunculus ficaria L.) ist das erste essbare Grün, das in der Natur zu finden ist. Schon ab Februar können die Vitamin C-reichen Blätter geerntet werden. Erscheinen seine leuchtend gelben Blätter, sollte nicht mehr geerntet werden, weil es dann Giftstoffe entwickelt hat. Im Sommer ist die gesamte Pflanze verschwunden.

Die Brennnessel (Urtica dioica) ist eine Heil- und Gemüsepflanze von hohem Wert. Für eine Frühjahrskur sollten die Blätter frisch genossen werden.

Brunnenkresse und Wiesenschaumkraut

Brunnenkresse  (Nasturtium officinale) wird von Gourmets sehr geschätzt. Für die Privatperson ist ein Anbau allerdings schwierig, weil sie nur in klarem, fließendem Wasser gedeiht. Mit etwas Glück findet man das würzige, vitaminreiche (A, B, ‚C, E) Kraut in der freien Natur.




Einfacher ist das im Geschmack sehr ähnliche Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis), Blume des Jahres 2006, zu finden. Auf feuchten, ungedüngten Wiesen blühen in Rosa die bis zu 60 cm hohen Pflanzen von April bis Juli. Man verwendet die gesamte Pflanze vom Blatt bis zur Blüte. Das an Vitamin C, Senfölglycosiden und Bitterstoffen reiche Kraut fördert die Verdauung, dient zur Blutreinigung und ist eine sehr gute Empfehlung für eine Frühjahrskur mit Wildkräutern.

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