Efeuranken
Eine Efeuranke © Dieter Hupka

Efeu, die immergrüne uralte Kulturpflanze, ist zur Begrünung unschöner Fassaden und dunkler unfruchtbarer Gartenecken immer noch die beste Wahl.




Burgruinen von Efeu berankt, ein efeubewachsener Grabstein, uralte Bäume von Efeu umschlungen: Zeitlosigkeit und Efeu scheinen eine Symbiose eingegangen zu sein. Der Name Efeu, im Englischen Ivy, geht auf das germanische Wort „iwe“ zurück und bedeutet ewig. Natürlich existiert auch Efeu (Hedera helix) wie alle Lebewesen nicht ewig, aber immerhin ist er äußerst langlebig und ausdauernd. Volkstümlich wird er daher auch Immergrün genannt, neben weiteren Bezeichnungen wie Wintergrün, Mauerpfau, aber auch Baumtod. In schattigen Bereichen ist die immergrüne Pflanze ganz besonders in ihrem Element. In Laubwäldern schiebt Efeu meterlange Ausläufer über den Boden oder bezwingt auf dem Weg zum Licht mit Hilfe von Haftwurzeln selbst höchste Bäume.

Der Fassadenkletterer Efeu

Gebäude, die ganz von Wildem Wein (Parthenocissus) oder Efeu umsponnen sind, findet man inzwischen eher selten. Dabei sind grüne Fassaden, insbesondere in der Stadt, nicht zu unterschätzen. Sie schlucken Staub, absorbieren Sonnenstrahlen und sorgen so im Gebäude für kühlere Temperaturen im Sommer. Im Winter schützt ein Pflanzenbewuchs vor Feuchtigkeit und Kälte von außen, während die Wärmeabstrahlung von innen um bis zu 30  Prozent minimiert werden kann. Diese Werte sind allerdings nur bei dem immergrünen Efeu zu erzielen. Hausbesitzer fürchten zu Unrecht Zerstörungen der Fassade. Ist der Verputz intakt, können die Haftwurzeln keine Schäden anrichten. Efeubewuchs schützt vielmehr die bewachsenen Flächen vor Regen und verhindert Spannungsrisse weil er starke Temperaturschwankungen hemmt. Dagegen nutzt Efeu jeden Riss oder Spalt, um seine Haftwurzeln hineinzutreiben und das Mauerwerk durch sein Dickenwachstum auf Dauer zu sprengen. Vermeiden sollte man überdies, dass der Efeu seine langen Ausläufer unter die Dachziegel zwängt oder gar das gesamte Dach in Beschlag nimmt.

An porösen, sandigen oder hart gebrannten Ziegelmauern sowie an Mauern, die einer starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, haftet Efeu eher selten. Hat er allerdings einmal Fuß gefasst, bildet er dicke Polster, die Singvögeln Nistmöglichkeiten und Insekten wie Bienen und Wespen Lebensraum und Nahrung bieten.

Efeu im Garten

Efeu wächst als ursprünglicher Waldbewohner auch im tiefsten Schatten unter Bäumen, wo allenfalls Vinca (Immergrün) ein Auskommen findet. Mit Efeu bewachsene Zäune sind ein platzsparender Sichtschutz. Ausufernde Üppigkeit des Bewuchses kann – und muss – durch energischen Schnitt in Form gebracht werden.

Botanisches zum Efeu

Efeu, der einzige hier heimische Wurzelkletterer, gehört zu den Araliengewächsen. Hedera helix, (der Gemeine Efeu) und Hedera colchica (Persischer Efeu) sind immergrüne winterharte Kletterpflanzen. Je nach Sorte sitzen an den jugendlichen Trieben drei- bis fünffach gelappte Blätter. Je höher die Ranken klettern (bis zu 30 m) und je älter die Pflanze ist, desto runder werden die Blätter. Hat die Pflanze ein Alter von etwa acht Jahren erreicht, hört das Höhenwachstum auf. Stattdessen bilden sich strauchige Blütentriebe ohne Haftwurzeln. Im Herbst blühen diese Triebe in kugeligen Dolden. Im folgenden Jahr reifen die erbsengroßen grünen Früchte und verfärben sich blauschwarz. Für den Menschen sind die Beeren giftig, einigen Vogelarten (z. B. Amseln, Staren, Rotkehlchen) dienen sie von Januar bis April als Nahrung und die Vögel breiten anschließend die Efeusamen aus (Verdauungsausbreitung).  Die Fruchtstände des Efeus sind als schöner winterlicher Vasenschmuck zu nutzen.




Werden aus den strauchigen, haftwurzellosen Trieben Stecklinge gezogen, erhält man nicht kletternde, blühfreudige Pflanzen.

Sorten

  • Am weitesten verbreitet ist der Gemeine Efeu (Hedera helix) mit den typischen dreieckigen gezipfelten Blättern.
  • Wesentlich schmaler sind die Blätter bei der Sorte Hedera helix ,Sagittifolia‘ (lat.: Sagitta = der Pfeil). Diese Sorte zeichnet sich ebenso wie die Sorte Hedera helix ,Baltica‘ durch besondere Winterhärte aus.
  • Buntblättrige Efeusorten wie Hedera colchica ,Sulphur Heart‘ oder Hedera colchica ,Dentata Variegata‘ sind weniger frostfest. Je höher der Anteil an chlorophyllfreien Stellen auf dem Blatt ist, desto höher ist die Frostempfindlichkeit.
  • Die marmorierte Sorte Hedera helix ,Masquerade‘ ist nur an geschützten Standorten dauerhaft und sollte besser als Zimmerpflanze gehalten werden.

Efeu als Zimmerpflanze

Als Zimmerpflanze ist Efeu ein wenig anspruchsvoll. Er sollte nicht der Sonne ausgesetzt sein. Häufiges Übersprühen oder Tauchen im Wasserbad verhindert Spinnmilbenbefall.

  • Hedera helix ,Fluffy Ruffles‘ ist eine schöne Topfsorte mit gewelltem, rot verfärbtem Blattrand.
Dominik Blumen und Pflanzen, Irischer Efeu, 5 Pflanzen
  • gliefert werden 5 Pflanzen, 0,9 Liter Container, Lieferhöhe: ca. 30cm
  • Wuchshöhe: bis 10 m
  • Standort: Halbschattig - Schattig
  • Pflanzung: Außerhalb der Frostperioden
  • Pflanzen sind Naturprodukte in ihrer Entwicklung abhängig von der Witteurng und der Jahreszeit. Darum können die Pflanzen im Aussehen von den abgebildeten Mustern abweichen.

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