Blatt eines Philodendrons
Blatt eines Philodendron. © Peter Smola/pixelio.de; © Henrik G. Vogel/pixelio.de

 

Auch für dunkle Standorte gibt es sehr schöne Zimmerpflanzen, und vielfach handelt es sich um echte Blattschönheiten. Ihre Blüten fallen seltener prächtig aus, es gibt aber schattenverträgliche Blüher, die ein Nordfenster oder einen dunkleren Flur verschönern können.




Was sind dunklere Standorte?

An diesen Orten gibt es wenig bis gar kein direktes Sonnenlicht. Der Lichteinfall ist eher indirekt. In der Regel sind diese Standorte etwas kühler, wobei zu kalt jedoch schädlich für die Pflanzen sein kann. Beim Kauf von Pflanzen ist zu erfahren, welches Licht sie benötigen. Dies lässt sich zumeist auf der beigefügten Etikettierung ablesen. Dort lassen sich in etwa folgende Informationen finden:

  • sonnig – mehr als sechs Stunden Sonne pro Tag
  • halbschattig – zwischen drei und sechs Stunden Sonne täglich
  • schattig – unter drei Stunden tägliches Sonnenlicht

Gemessen wird immer im Jahresmittel. Absonnige Standorte sind Plätze, an denen Licht durch Gardinen oder Baumkronen dringt. Der Schlagschatten von Einrichtungsgegenständen oder Gebäuden wiegt schwerer, verursacht aber dennoch zumeist keinen vollkommen dunklen Standort, an dem keine Pflanze mehr wachsen würde. Ob sie sich an dem gewählten Standort wohlfühlt, lässt sich anhand bestimmter Faktoren entdecken. Bei zu wenig Licht vergilben die Blätter und fallen ab. Auch bildet die Pflanze lange, aber schwache Triebe ohne viel Laub aus (die sogenannten Lichttriebe). An sich bunte Pflanzen färben sich bei zu wenig Licht grün. Handelt es sich um Blühpflanzen, kann die Blüte bei zu wenig Licht ganz ausbleiben.

Welche Zimmerpflanzen eignen sich für dunkle Standorte?

Einige Gewächse kommen mit wenig Licht sehr gut zurecht. Dazu gehören unter anderem die Schusterpalme, die Grünlilie, die Zimmertanne, der Philodendron, Efeututen und Zierspargel.

Blick von oben auf einen Zimmerfarn

Foto: Zimmerfarn

  • Schusterpalme: Dieses Spargelgewächs wird bis zu 50 Zentimeter hoch und hat dunkelgrüne, ledrige Blätter mit länglichen Rillen. Es gibt auch eine weiß gestreifte Variante, die etwas mehr Licht benötigt. Eine Schusterpalme blüht nur, wenn sie älter wird. Sie verträgt auch trockene Luft und mag Temperaturen zwischen 12 bis 25 Grad Celsius. Staunässe verträgt sie nicht.
  • Grünlilie: Diese ausdauernde Pflanze ist sehr robust und stammt aus der Familie der Agaven. Auch sie kann 50 Zentimeter Wuchshöhe erreichen und bildet kleine weiße Blüten aus. Bei 10 bis 22 Grad Celsius vermehrt sie sich über Kindel, sie braucht genügend Erde und kann gelegentlich gedüngt werden.
  • Zimmertanne (Norfolktanne): Ihren Namen hat die Tanne wegen ihrer Herkunft. Sie stammt von der Norfolkinsel und wächst sehr langsam, könnte aber im Freien mehrere Meter hoch werden. Die Zimmertanne ist immergrün und zugluftempfindlich, und auch durchgehende Wärme verträgt sie nicht. Idealerweise steht sie an einem Nordfenster bei 10 bis 18 Grad Celsius. Selbst fünf Grad Celsius machen ihr noch nichts aus. Zum Gießen kann kalkhaltiges Wasser verwendet werden.
  • Philodendron (Baumfreund): Das neotropische Ahornstabgewächs ist sehr pflegeleicht, kann aber für die teilweise großen Blätter einfache Rankhilfen gebrauchen. Ein Philodendron könnte sechs Meter hoch werden. Er blüht jedoch mit einem etwas unangenehmen Geruch. Achtung: Die Pflanzenteile sind giftig! Wer sich den Baumfreund in die Stube stellt, muss seine Blätter feucht halten.
  • Farne: Verschiedene Farn-Arten vertragen sehr gut Schatten und auch kühle Temperaturen knapp über der Frostgrenze. Der Farn muss aber feucht gehalten werden. In einem Badezimmer wäre er sehr gut aufgehoben. Er wächst zwischen wenigen Zentimetern bis über einen Meter hoch und kann sehr stark verzweigtes Laub ausbilden. Staunässe verträgt er nicht, seine Umgebungstemperatur kann 12 bis 20 Grad Celsius betragen.
  • Efeututen sind Ahornstabgewächse aus Asien und Australien. Sie brauchen als Kletterpflanzen eine Rankhilfe und könnten dann mehrere Meter hoch wachsen. Die Luftfeuchtigkeit muss hoch sein, Zugluft verträgt die Pflanze nicht.
  • Zierspargel brauchen viel Wasser, sind aber ansonsten sehr pflegeleicht. Extrem dunkel dürfen sie nicht stehen, doch das Nordfenster ist ein idealer Standort. Es gibt kleine Arten mit einer Wuchshöhe von rund 30 Zentimetern, einige Pflanzen werden bis zu 150 Zentimeter groß.

Die genannten Pflanzen sind nicht die einzigen Zimmergewächse für dunkle Standorte, auch die Glücksfeder (Zamioculcas), das Flammende Käthchen (Kalanchoe), das Usambaraveilchen (Saintpaulia), das Fleißige Lieschen (Impatiens) und die Strauchveronika (Hebe) sind gut geeignet.

 

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