Artemisia ludoviciana
Artemisia ludoviciana © Dieter Hupka

 

Zur artenreichen Pflanzenfamilie der Artemisia gehören zahlreiche Duft- und Würzpflanzen. Ihr meist silbergraues Laub ist äußerst dekorativ.




Mit silberfarbenen Pflanzen lassen sich raffinierte Effekte erzielen. Ein Beet in Weiß- und Grautönen wird weit und leicht erscheinen, ideal für kleine Gärten. Silber- oder Grautöne erzeugen mit kalten Farbtönen wie Blau oder Violett elegante Melangen. Wiederum bringt das kalte Grau warme Töne wie Gelb, Orange oder Rot zum Leuchten. Artemisia (Edel- oder Eberraute, einzelne Arten auch Beifuß, Stabwurz oder Wermut genannt) gibt es in großer Vielfalt: von einen Metern hohen Halbsträuchern (z. B. Artemisia abrotanum) bis zu feinen zartlaubigen Polsterstauden (z. B. Artemisia schmidtiana ,Nana‘, Artemisia pedemontana, Artemisia stelleriana ,Mori‘).

Die bekanntesten Vertreter sind der heimische Beifuß (Artemisia vulgaris) und die Gewürzpflanze Estragon (Artemisia dracunculus).

Artemisia schmidtiana 'Nana'
Artemisia eignet sich auch als Kraut für Liköre © Dieter Hupka

Likörkräuter

Die in den Alpen unter Naturschutz stehende, seidig behaarte, weißfilzige Edelraute (Artemisia laxa) wird zum Würzen von Likören verwendet. Sehr schön präsentiert sich die nur 15 cm hoch werdende Polsterstaude im Steingarten zu rosa Nelken und blauen Glockenblumen.

Bekannt ist der Wermut (Artemisia absinthium) als Heilkraut, dessen Bitterstoffe die Magensaftsekretion anregen. Ein Zuviel davon ist wenig zuträglich, weil die ätherischen Öle des Wermuts das giftige Thujon enthalten. Der Absinth, seinerzeit ein ausgesprochenes Modegetränk der Jahrhundertwende, wurde wegen dieses Giftes lange Zeit verboten.

Wermut verlangt eine Einzelstellung im Beet, weil seine Wurzelausscheidungen von vielen Pflanzen nicht vertragen werden. Mit Johannisbeeren bildet Wermut aber eine positive Symbiose. Er schützt die Beerensträucher vor Säulenrost.

Artemisia absinthium ,Lambrook Mist‘ und ,Lambrook Silver‘ sind für eine Kübelbepflanzung bestens geeignet.

Artemisia pontica, der „Römische Wermut“, eine hocharomatische Sorte mit besonders fein geteilten Blättern, breitet sich durch Rhizome flächig aus. Für kleine Areale sollte eine andere Sorte gewählt werden.

Kompakt und daher für kleinere Flächen empfehlenswert ist Artemisia gallica, der „Provence Wermut“. Sein dekoratives silbrig-weißes feines Laub kann durchaus zum Würzen verwendet werden.

Für Balkonbepflanzungen, Hanging-Basket (hängender Korb) oder im Steingarten ist Artemisia glacialis, die „Gletscher-Edelraute“ eine gute Wahl. Sie ist extrem robust und wüchsig. Die langen silbrigen Zweige bilden am Boden dichte Polster oder lang herabhängende duftende Girlanden.

Artemisia ludoviciana ,Silver Queen‘ wird gern als Webpflanze in Blumenbeeten verwendet. Ihre langen Wurzelausläufer durchwandern mit der Zeit größere Flächen, ohne das Wachstum anderer Stauden zu beeinträchtigen. Schön ist sie als Begleitung von Rosen.




Standort der Artemisia

Bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Artemisia lactiflora, die „Elfenraute“, welche auf frischen Böden im lichten Schatten wächst) benötigen alle Artemisien einen eher kargen, durchlässigen Boden in voller Sonne. Um das ungestüme Wachstum mancher Sorten zu bremsen, kürzt man die Triebe im Frühling.

Wermut 500 Samen, Artemisia absinthium
  • Der Wermut (Artemisia absinthium) ist ohne Zweifel eine vielseitig verwendbare Gartenpflanze! Zunächst einmal eignet er sich wegen seiner Höhe von ca. 120 cm als "Strukturgeber" oder "Raum-Aufteiler". Zum anderen eignet er sich wege seines silbrigen, gefiederten Laubes als optische Unterbrechung, wenn die Pflanzen in seiner unmittelbaren Umgebung sich allzu "grün" zeigen.
  • Die Pflanze liebt Standorte in voller Sonne kommt aber auch im Halbschatten zurecht.
  • Blütezeit: Juli, August, September
  • eine gartenwürdige Sorte mit besonders schönen silbrig-weissen, seidenhaarigen Blättern, die auch als Schmuckstaude eine gute Figur abgibt
  • Anwendungsmöglichkeiten gibt es viele: als Würzkraut - er macht fette Speisen bekömmlicher als Heilkraut - er wirkt gegen Magenschmerzen als Räucherkraut.... und als "biologisches Kampfmittel" - neben Johannisbeeren gepflanzt, verhindert an den Sträuchern den gefürchteten Säulchen-Rost! Seine Blüten sind gelblich - sie wirken sehr schön in Kräutersträußen!

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