Blühendes Schleierkraut
Blühendes Schleierkraut

 

Das Schleierkraut (Gypsophila paniculata L.) ist eine Zierpflanze aus der Familie der Nelkengewächse. Es ist eine krautig wachsende Staude. Das hohe Schleierkraut wächst bis zu einen Meter hoch. Dem entgegen steht das Teppich-Schleierkraut, das, wie der Name bereits vermuten lässt, in etwa 25 cm Höhe über den Boden kriecht. Es handelt sich um eine ausdauernde Pflanze, die mehrere Jahre alt werden kann. Sie kann somit mehrmals blühen und Kapseln mit Samen nach der Bestäubung entwickeln. Der Spross wächst mit mehreren Verzweigungen aufrecht nach oben. Die Stängel sind nur wenig mit Blättern versehen. Die Blätter wachsen ganzrandig in spitz zulaufender Form.




Blüten stehen in Rispen

Die kleinen Blüten stehen in Rispen zusammen. Sie sind weiß, allerdings gibt es auch Variationen, die rosa Blüten haben. Außerdem gibt es Sorten mit gefüllten und ungefüllten Blütenständen. Auffällig an den Blüten des Schleierkrauts ist, dass die Staubblätter länger sind als die Blütenblätter. Die Blüten sind zwittrig und proterandrisch. Das bedeutet, dass weibliche und männliche Blüten zu verschiedenen Zeitpunkten reif sind. Die Bestäubung erfolgt vor allem über Insekten. Aufgrund der Vielzahl an Blüten ist der Spross während der Blütezeit kaum mehr zu erkennen. Bei der Wurzel handelt es sich um eine lange Pfahlwurzel, die bis zu 2,4 Meter tief in die Erde wachsen kann. Das hohe Schleierkraut kommt ursprünglich aus den Rocky Mountains in den USA. Das Polster-Schleierkraut, das als Teppich wächst, kommt aus den Gebirgen in Mitteleuropa.

Der optimale Standort

Anhand der Herkünfte kann man bereits erkennen, dass das Schleierkraut besonders steinige bis kiesige Standorte präferiert. Der Boden sollte trocken und sandig bis kiesig sein. Außerdem sollte er nicht zu viele Nährstoffe haben. Zusätzliche Düngung beeinflusst das Wachstum eher negativ. Ein sandiger Boden ist zudem von Vorteil, da er mit seinen großen Poren das Wasser schnell abführen kann, denn Staunässe toleriert die Staude nicht. Zudem können die Wurzeln so besser auswachsen und die Erde durchziehen. Bei zu großer Hitze im Sommer sollte dennoch gewässert werden.

Richtiges Anpflanzen

Die Staude sollte gepflanzt werden, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Somit ist ein Pflanztermin ab Mai empfehlenswert. Beim Einpflanzen sollte die Jungpflanze in eine Pflanzgrube gesetzt werden. Die Erde sollte bis zu den unteren Blättern angehäuft werden. Anschließend sollte einmal gut gegossen werden. Das Schleierkraut kann auch im Herbst eingepflanzt werden, allerdings sollte im ersten Jahr dann auf entsprechenden Kälteschutz geachtet werden. Ein Trick ist es, die junge Staude auf einem, mit Erde angehäuften, kleinen Hügel innerhalb der Grube anzupflanzen. Das hilft dabei, Stauwasser zu verhindern, auch im Winter, wenn die Gefahr von andauernder Nässe erhöht ist. Ansonsten gilt die Staude als winterfest. Bei flach wachsenden, schmalen Sorten bis zu 30 Zentimeter Höhe kann der Abstand zwischen 20 und 30 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen gewählt werden. Bei hoch wachsenden Sorten bis zu einem Meter Höhe sollte ein größerer Abstand gewählt werden – zwischen 50 und 70 Zentimeter.

Blühzeitpunkte von Schleierkraut

Die typische Blütezeit ist bei früh blühenden Sorten von Mai bis Juli, bei später blühenden Sorten von Juni bis September. Eine Möglichkeit, den Blühtermin zu verfrühen, ist es, die Pflanze im Herbst anzupflanzen. Dann blüht sie im folgenden Jahr bereits im April. Nachdem die Staude abgeblüht ist, kann man den Spross bis zu den Blättern zurückschneiden. Das regt die Pflanze dazu an, neue Stängel zu entwickeln und so im nächsten Jahr erneut frisch aufzublühen.

Krankheiten und Schädlinge

Mögliche Krankheiten sind Pilze oder Schnecken. Die Staude ist im Allgemeinen tolerant gegenüber Schädlingen. Bei Pilzbefall sollten die befallenen Stellen beseitigt und in großer Entfernung entsorgt werden, damit die Sporen nicht wieder zur Pflanze gelangen können. Gegen tierische Schädlinge wie Schnecken müssen passende Präparate zur Abwehr benutzt werden.

Schleierkraut – hier zusammen mit weißen Rosen
Schleierkraut – hier zusammen mit weißen Rosen

Pflanzpartner und Lebensdauer




Passende Pflanzpartner für das Schleierkraut sind ebenfalls Stauden, die dieselben Standortbedingungen mögen. Dazu gehört Schafgarbe, Kugeldistel oder Salbei. Die Lebensdauer von Schleierkraut kann mehrere Jahre betragen. Wenn die Staude dann erschöpft aussieht, kann sie ausgetauscht werden. Übrigens: Sehr häufig wird Schleierkraut als Beigabe in Blumensträußen – etwa mit Rosen – verwendet. So ist auch eine beliebte Zugabe in Brautsträußen.

 

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Stauden-Schleierkraut, Weiß
  • Aussaatort: Freiland
  • Aussaatzeit: März-Apr
  • Ernte: Juni-Sep
  • Eignung: Lagerung, Schnitt
  • - weiß
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