Üppiger wuchernder Salbei
Salbei im Garten © Dieter Hupka

Aus dem Mittelmeerraum ist der Salbei (Salvia officinalis) schon im Mittelalter in unsere Breiten gekommen. In keinem Klostergarten hätte man auf ihn verzichten wollen, und bis auf den heutigen Tag hilft Salbei als Tee oder Halspastille verabreicht bei Erkältungskrankheiten. Seine ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe machen ihn aber auch in der Küche interessant.




Aber nicht nur seine „inneren Werte“ zählen. In seiner unendlichen Vielfalt ist er auch für Gärten unverzichtbar. Bekannt sind über 800 Variationen dieser Pflanze. Die Färbung seiner Blätter reicht von gelb, rot, grün, weiß panaschiert bis zum markanten Grau. Die Farbpalette seiner Blüten geht vom zarten Rosa über leuchtendes Rot bis zum tiefsten Violett.

Seine Wuchshöhe reicht von 20 cm (Salvia lavandulifolia gallica) bis zur ca. 100 Zentimeter hohen Salvia sclarea, dem imposanten Muskatellersalbei, den man sogar zu den Aphrodisiaka zählt.

Salbei gedeiht in fast jeder sonnigen Gartenanlage, sogar im Topf auf der Fensterbank sind seine Blätter für ein Saltimbocca rasch zur Hand. Viele Sorten sind auch aus Südamerika zu uns gekommen, leider sind viele dieser Exoten nicht winterfest.

Rezepte

Salbei in der Italienischen Küche:

In der Antike wurde Salbei auch das Kraut des Lukullus genannt und man assoziiert mit Italiens Küche nicht nur Rosmarin und Basilikum, sondern auch Salbei.

Kalbsvögelchen römische Art (Saltimbocca)

Zutaten für 4 Personen

  • 8 dünne Kalbsschnitzel
  • 8 Scheiben Parmaschinken
  • 8 Blätter Salbei
  • 1 Glas Marsala (ital. Süßwein)
  • etwas Mehl, Salz, Pfeffer
  • 70 Gramm Butter

Zubereitung:

Die Schnitzel mit Salz und Pfeffer würzen, mit dem Schinken und den Salbeiblättern belegen, zusammenklappen, mit einem Holzspießchen fixieren, leicht mit Mehl bestäuben und in heißer Butter von beiden Seiten braten. Das Fleisch herausnehmen, den Wein in den Bratenfond gießen und etwas einkochen lassen, evtl. mit kalter Butter aufmontieren und über die Saltimbocca gießen.

Salbei-Butter

Man nehme 200 Gramm Butter, eine Handvoll Salbeiblätter, lasse die Butter in einer Pfanne leicht bräunen, schwenke die Salbeiblätter darin und im Nu hat man eine köstliche Sauce,

  1. B. für Gnocchi alla Tagliatelle.

Salverküchlein aus der Schweiz

Salbei gehört von alters her zu den Pflanzen, denen eine magische Wirkung zugeschrieben wird. Besonders wirkungsvoll soll sie sein, will man die Zuneigung einer bestimmten Person erlangen. Ein ganz sicheres Mittel für den gewünschten Erfolg ist folgendes: man nehme ein Salbeiblatt, steche mit einer Nadel seine Initiale hinein und verabreiche dieses der Person seines Herzens. Besonders leicht gelingt dies, wenn die Salbeiblätter schmackhaft zubereitet sind.

Zutaten:

  • Salbeiblätter nach Belieben
  • 100 Gramm Mehl
  • 1 Ei (getrennt)
  • ⅛ Liter Bier
  • Salz
  • Öl zum Ausbacken

Zubereitung:

Das Mehl wird mit dem Eigelb und dem Bier gut verrührt, gesalzen. Danach wird der Eischnee untergezogen. Die Salbeiblätter – es geht auch ohne Initiale, allerdings bleibt dann der Liebeszauber aus – durch den flüssigen Teig ziehen und im heißen Öl ausbacken. So erhält man eine köstliche Knabberei.

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