Leberblümchen
Blühende Leberblümchen bereiten so manchem Liebhaber eine kleine Freude © Dieter Hupka

 

Das Leberblümchen ist für manche nur eine reizende Frühlingsblume, für andere ist es ein begehrtes Sammlerobjekt.




Im Reigen der zahlreichen Frühlingsblüher nimmt das Leberblümchen eine zweigeteilte Stellung ein. Zum einen ist es relativ belanglos und nahezu unbekannt. Zum anderen ist es wegen seiner großen Vielfalt ein Objekt, das Sammlerherzen höher schlagen lässt. Wahre Liebhaber sind sogar bereit, für seltene Schönheiten große Summen zu bezahlen. Aber auch für ein normales Budget ist eine kleine Sammlung erschwinglich.

Pflanze der Volksheilkunde

Das Dreilappige Leberblümchen (Hepatica nobilis), auch Gewöhnliches Leberblümchen, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und ist in Europa und Ostasien beheimatet. Die dreilappigen Blätter der kleinen lila Blume erinnern entfernt an eine menschliche Leber, was ihr zum ihrem Namen verholfen hat und einst nach der Signaturenlehre als ein Heilmittel bei Gallen- und Leberleiden Anwendung fand. Eine Wirksamkeit wurde indes nie nachgewiesen. Im Gegenteil: Die Pflanze ist (außer in getrocknetem Zustand) giftig!

Geschützte Pflanze

Das Leberblümchen, Blume des Jahres 2013, wächst wild in lichten Wäldern. Da die Pflanze inzwischen selten geworden ist, steht sie unter strengem Naturschutz und darf in der Natur nicht gesammelt werden. In unseren Gärten ist es dagegen seit Jahrhunderten heimisch.

Kultur

Der reizende Frühjahrsblüher mit seinen anemonenhaften Blüten liebt reife Waldböden mit etwas Kalkgehalt und lichten Schatten unter laubabwerfenden Bäumen. Die 10 bis 15 cm hohen Stängel tragen im März/April vor dem Blattaustrieb ihre Blüten, die je nach Sorte gefüllt oder einfach in den Farben Weiß, Rosa, Pink oder Lila blühen. Nach der Blüte erscheinen erst die Blätter, welche mit zunehmendem Alter ausdauernd und winterhart sind. Die Urform des Leberblümchens ist anspruchslos und bildet mit der Zeit dichte Horste. Zur Vermehrung werden die Horste geteilt. Gepflanzt wird im Frühjahr oder Herbst.

Sorten

Sammler unterscheiden Sorten aus Mitteleuropa, Südosteuropa, Japan und Nordamerika.

Mitteleuropäische Leberblümchen (Hepatica nobilis var. nobilis) und südosteuropäische Leberblümchen (Hepatica transsilvanica) sind relativ preisgünstig und deshalb für den Hepatica-Einsteiger erschwinglich.

Nordamerikanische Leberblümchen (Hepatica nobilis var. acuta oder var. obtusa) stellen ein relativ kleines Sortiment dar und sind entsprechend teuer.

Japan ist das Mutterland der Leberblümchen (Hepatica nobilis var. japonica). Von dort kommen die luxuriösen Highlights. Bei diesen teuren Schmuckstücken sollte auf absolute Frosthärte geachtet werden.




Sicher geht man bei Pflanzen von Spezialgärtnereien, wo sie unter hiesigen Klimaverhältnissen gezogen wurden. Eine sehr gute Adresse hierfür ist die Staudengärtnerei Peters in 25436 Uetersen (www.Alpine-Peters.de).    

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Gardena 8931-20 cs-Blumenkelle, 8,5 cm breit
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