Winterheckenzwiebel
Winterheckenzwiebel © Dieter Hupka

Die Winterheckenzwiebel ist eine alte Zwiebelsorte, die leicht zu kultivieren ist. Einmal gepflanzt, überlebt sie wie eine Staude mehrere Jahre.

Einst war die Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum) die am weitesten verbreitete Zwiebelsorte. Die unterschiedlichen Namen wie Ewige Zwiebel, Schnittzwiebel, Sibirische Zwiebel oder Röhrenlauch lassen auf eine weite Verbreitung der Winterzwiebel schließen. Seit es Lauchzwiebeln ganzjährig zu kaufen gibt, hat sie stark an Bedeutung verloren. Zu Unrecht!

Frisches Frühlingsgrün

Schon im März, noch vor dem Schnittlauch (Allium schoenoprasum) schieben sich die dicken Schlotten, so werden die hohlen röhrenartigen Blätter der Winterheckenzwiebel bezeichnet, aus dem Boden. Als erstes frisches Frühlingsgrün sind sie in der Küche hochwillkommen.

Anzucht

Winterheckenzwiebeln gibt es als Samen oder vorkultiviert im Topf. Allium fistulosum gibt es auch als rotstielige Variante. Ihr Laub und auch die Zwiebel sind milder im Geschmack. Beim Kauf ist auf Winterhärte zu achten, bei der Sorte ‘Winterhecke‘ ist eine ausreichende Winterhärte bis  -20 °C gegeben.

Die Pflanze aus dem Topf sollte in durchlässigen, sandig-humosen Boden gepflanzt werden. Schon nach wenigen Wochen kann das Laub fast ganzjährig (in milden Wintern) geerntet werden. Wird das Grün nicht vollständig geschnitten, beginnt die Winterheckenzwiebel zu blühen und bildet Samen, der sich leicht aus den trockenen Blütenköpfen schütteln lässt. Er kann sodann zur eigenen Aussaat zwischen März und Juli genutzt werden. Nach der Blüte treibt die Heckenzwiebel wieder frische Schlotten aus.

Staudenartiger Wuchs

Mit der Zeit bilden sich durch Bestockung mit Nebenzwiebeln dichte Horste, die ab und an geteilt werden sollten. Winterheckenzwiebeln wurden wegen ihrer ausdauernden grünen Blätter einst als Beetumrandung im Gemüse- oder Kräutergarten verwendet. Soll die gesamte Zwiebel und nicht nur das Grün geerntet werden, ist die Pflanze anzuhäufeln, damit sich lange gebleichte Schäfte bilden.

Die Luftzwiebel

Eine nahe Verwandte der Winterheckenzwiebel ist die Luftzwiebel (Allium viviparum oder Allium cepa var. proliferum). Kurios sind die auf dem Stängel sitzenden haselnussgroßen Brutzwiebeln, die an der Pflanze austreiben und ihrerseits wieder Brutzwiebeln bilden können. Daher trägt sie auch den Namen Etagenzwiebel. Die Brutzwiebeln lassen sich gut lagern und haben wie auch das Laub einen würzigen Lauchgeschmack. Diese Zwiebelsorte ist immergrün und dient deshalb ganzjährig als Schnittlauchersatz.

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  • Daucus carota
  • Die Ernte erfolgt ab Juli bis Oktober
  • 1 Portion reicht für ca. 500 Pflanzen

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