Blühende Montbretien
Blühende Montbretien

 

Selten geworden ist in unseren Gärten die schöne Afrikanerin, die Montbretie. Lohnend ist die Suche nach dem aparten Vasenschmuck in jedem Fall. Ihre Aufzucht ist einfach, die Pflege problemlos.




Haben Gladiolen als Vasenschmuck geradezu inflationäre Ausmaße angenommen, so sucht man ihre kleinere Schwester, die Montbretie (Crocosmia × crocosmiiflora) aus der Familie der Irisgewächse meist vergeblich in unseren grünen Lungen. Einst gehörten die graziösen Blumen in jeden Garten, wo ihnen ein langes Leben beschert war. Die Blüten, welche von Juli bis September erscheinen, erweisen sich als haltbare Schnittblumen. Sieben bis zehn Tage erfreuen sie das Auge. Haben sich die unteren Knospen leicht geöffnet, sind sie reif für den Schnitt. Nach und nach öffnen sich die trichterförmigen Blüten. Selbst die kugeligen Samenstände präsentieren sich als dauerhafte Zierde.

Montbretien - Blüte 'Georg Davidson'
Montbretien – Blüte ‚Georg Davidson‘

Die Heimat der Montbretie ist Afrika

Die Wurzeln der Montbretie liegen im südlichen und östlichen Afrika. In Hochlagen wachsen die dort immergrünen Knollengewächse auf feuchten Wiesen und in halbschattigen tropischen Wäldern, wo sie üppige Horste aus schwertförmigem Laub bilden. Zur Blütezeit erheben sich lange bogige Blütenstände, an welchen sich gelbe, orange oder rote Trichterblüten zeigen.

Alte und neue Sorten

Ein wenig verwirrend ist die Nomenklatur der botanischen Begriffe. Tritonia crocata (Tritonie) oder Crocosmia sind für die Montbretie zu finden. Gebräuchlicher ist die Bezeichnung Crocosmia.

1880 entstand unter der Obhut des französischen Züchters Victor Lemoine eine Hybride aus den Wildformen der Potts-Montbretie (Crocosmia pottsii) und der Gold-Montbretie (Crocosmia aurea). Die Neuzüchtung dieser Garten-Montbretie (Crocosmia × crocosmiiflora) ist die Mutter aller heutiger Sorten, egal ob klein- oder großblumig.

  • Crocosmia x crocosmiiflora ,Emily McKenzie‘ trägt orangefarbene große Blüten
  • Crocosmia x crocosmiiflora ,Feuerkönig‘ macht seinem Namen alle Ehre: feuerrot sind die kleinen Blüten
  • Am bekanntesten und gut winterhart ist die 120 cm hohe rote Sorte Crocosmia x crocosmiiflora ,Lucifer‘
  • Ähnlich robust, jedoch relativ selten zu finden sind die orangefarbenen hohen Wildarten Crocosmia paniculata, die Riesen-Montbretie (120-150 cm) und Crocosmia masoniorum, die Reuze-Montbretie (60 cm), feurig orangerot.

Kultur der Montbretie

Montbretie
Montbretien im Beet © Dieter Hupka




Montbretien werden ab April in nahrhafte durchlässige Erde gepflanzt, wo sie mit ausreichendem Winterschutz aus Laub und Reisig im Boden verbleiben. Für kalte Regionen wird empfohlen, Montbretien auszugraben und ähnlich wie Dahlien zu überwintern. Es hat sich gezeigt, dass dadurch jedoch die Vitalität der Knollen nachlässt. Als Schutzmaßnahme ist alternativ eine tiefere Pflanzung und besonders sorgfältiger Winterschutz angeraten. Im nächsten Frühjahr sollte gedüngt werden.

Vermehrung der Montbretien

Montbretien vermehren sich durch Tochterknollen. Um ihnen genügend Platz zum Wachstum einzuräumen, sollten alle drei Jahre im Frühling die Horste geteilt und auseinander gepflanzt werden.

 

Riesen Montbretie - Crocosmia paniculata
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Montbretie 10 Samen, Crocosmia 'Lucifer'
  • Die wunderschönen hellroten Blüten der Sorte 'Lucifer' blühen im Juli und August und sind sehr auffallend.Die schwertförmigen Blätter ähneln denen der Gladiolen.
  • Die Samen in kleine Töpfchen mit der zuvor befeuchteten Aussaaterde legen und nur minimal mit Aussaaterde bedecken. Das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass halten. Ideal ist ein Zimmergewächshaus, alternativ kann man auch Klarsichtfolie verwenden. Bitte regelmäßig lüften um Schimmelbildung vorzubeugen. Einen hellen und eher kühlen (ca. 15 °C) Standort wählen. Die Keimdauer beträgt 1-3 Monate.
  • Wuchshöhe: 90 bis 120 cm hoch
  • Ideal ist ein sonniger, warmer, windgeschützer Standort und Bodenfeuchte (aber keine Staunässe). Der Boden sollte humos, locker und durchlässig sein. Im Winter mit einer dicken Schicht Laub, Reisig, etc. schützen, besonders in den ersten Jahren.

 

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