Farbe im Garten
Farbe im Garten

 

Bunt kann jeder. Aber ein einheitliches Farbkonzept zu komponieren? Welche Farbe vermittelt welche Stimmung? Eine Farbe für jede Jahreszeit.

Bunt kann jeder. Im Allgemeinen kauft man die Pflanzen, die gerade gefallen und gräbt sie ein, wo sich ein freies Plätzchen auftut. So entsteht mit der Zeit ein kunterbunter, fröhlicher Mix. Manchmal wirkt es allerdings nur noch chaotisch und eine Renovierung des Staudenbeetes wird fällig.




Monochrome Beete

Werden Staudenbeete von Grund auf überholt, dann liegt die Überlegung nahe, ob eine einzige Farbe, sei es Weiß, Gelb, Blau oder Rot, die Hauptrolle spielen soll.

In englischen Gärten wird Gärtnern nach Farben schon lange praktiziert. Am bekanntesten ist wohl Vita Sackville-West’s „Weißer Garten“ in Sissinghurst. Auch Lawrence Johnstons „Rote Rabatte“ im Hitcote Manor Garden ist legendär.

Seine Liebe zur Farbe Blau dokumentierte der Staudenzüchter Karl Foerster in seinem Buch „Blauer Schatz der Gärten“.

Etwas schwierig

Nicht leicht ist es, den Garten für jede Saison in der gewünschten Farbe zu konzipieren. So kommt im Frühling, bevor die Tulpen blühen, die Farbe Rot kaum vor. Dafür aber Blau und Gelb. Daraus ergibt sich die Überlegung, für Frühling, Sommer und Herbst jeweils ein eigenes Farbschema zu entwickeln. Ein Projekt, was nicht ganz einfach ist. Bei „nachgeharkt“ findet man allerdings hilfreiche Hinweise.

Blumenbeet mit violetten und gelben Blumen
Ein schöner Kontrast aus gelben und violetten Blumen

Die Stimmung der Farben

Jede Farbe vermittelt eine eigene Stimmung.

Weiß verbreitet Eleganz. Zudem leuchten die Blumen lange in der Dämmerung.

Gelb ist die Farbe der Sonne, wobei es auf Nuancierungen ankommt. Frühlingshaft ist ein leicht grünliches Gelb (vgl. „Der Gelbe Frühlingsgarten“, „Gelbe Blumen im Hochsommer“). Ein kräftiges Buttergelb bis Orange ist eher im Sommer zu finden.

Die „Rote Rabatte“ verbreitet das Feuer und die Wärme des Hochsommers und des Frühherbstes mit vielen Dahliensorten. Wer nicht nach England reisen will, kann etwa im Sichtungsgarten von Weihenstephan ein wunderschönes Beispiel einer Rabatte in der Farbe der Liebe bewundern.

Blau, die Farbe des Himmels und des Meeres, ist die Königsdisziplin, weil ein durchgängig blaues Konzept leicht unterkühlt wirken kann. Hilfestellung gibt der Artikel „Die blaue Rabatte“ bei „nachgeharkt“.

Monochrom, aber nicht eintönig

Jeder Farbton hat ein ganzes Spektrum, aus welchem man wählen kann und sogar sollte. Blau reicht von klarem Himmelblau über Kornblumenblau bis zu diversen Violett- bis Lila-Tönen. Wer päpstlicher als der Papst sein will, widmet diesem Farbton ein eigenes Beet.

Rot erscheint rein in Blutrot, auch gemischt mit ein wenig Blau als kühlere Nuance oder feurig mit Gelbbeimischung.




Gelb bietet die Farbpalette von Zitronengelb über Goldgelb bis fast Orange.

Bleibt man in der jeweiligen Farbkategorie, erhält man einfarbige, aber nicht eintönige Blumenrabatten.

Im Übrigen sollte man sich nicht sklavisch an die Vorschläge von Experten halten, sondern seiner Freude an Farben folgen. Wie wäre es mit Pink? Sehr schwierig, aber machbar.

Faszinierende Dahlien
  • Naomi Slade
  • Herausgeber: BusseSeewald
  • Auflage Nr. 1 (08.08.2018)
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Beetgestaltung für jeden Standort: Von sonnig bis schattig, von naturnah bis modern (GU Garten Extra)
  • Andreas Barlage, Bernd Hertle, Oliver Kipp
  • Herausgeber: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten

Das könnte Sie auch interessieren:

Das Alpenveilchen

Die Gestaltung eines Staudenbeetes

Fleischlos glücklich, Grillen für Vegetarier

 

Mehr Gartenwissen

 

 

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann teilen Sie ihn doch über...
Share on Facebook
Facebook
Pin on Pinterest
Pinterest
Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on LinkedIn
Linkedin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.