Alpenveilchen
Ein Alpenveilchen © Dieter Hupka

 

Eine beliebte Zimmerpflanze mit Migrationshintergrund. Einige Arten sind winterhart und können an schattigen Plätzen auch im heimischen Garten gepflanzt werden.




Eine der beliebtesten Zimmerpflanzen ist das Alpenveilchen. Sein Name ist eigentlich irreführend, denn es handelt sich bei ihm weder um ein Veilchen, noch stammt es aus den Alpen. Die Cyclamen, so der lateinische Name, sind in den bergigen Regionen Kleinasiens beheimatet. Sie fühlen sich in kargen, steinigen Böden wohl. Auf nährstoffarmen, kalkhaltigen Böden überleben Alpenveilchen auch im Winter in unseren Breiten. In lichtem Schatten vor Gehölzen oder im Steingarten gedeihen Vorfrühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum), die Herbstalpenveilchen (Cyclamen hederifolium) oder die Anatolien-Alpenveilchen (Cyclamen cilicium), vorausgesetzt der Standort verfügt über einen guten Wasserabzug, denn in nasser Erde faulen die scheibenförmigen Knollen leicht. Im Gegensatz zu den Zimmeralpenveilchen versenkt man die Knollen 5 cm tief in die Erde.

Alpenveilchen als Zimmerpflanze

Anfang des 17. Jahrhunderts wurden die Alpenveilchen in Mitteleuropa importiert. Für Furore sorgten die kleinblütigen, allerdings duftenden Sorten jedoch nicht. Der Triumphzug der Cyclamen begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als großblumige Sorten auf den Markt kamen. Züchter hatten sich der kleinen wilden Schönheiten angenommen und ein reiches Spektrum an Farben von weiß über rosa bis zu einem tiefen Violett hervor gebracht. Selbst zweifarbige und gefranste Blüten sind unter diesen Exemplaren zu finden. Zudem erhöht das dekorative Muster der Blätter die Attraktivität

Alpenveilchen als Winterblüher

Die Hauptsaison für Alpenveilchen liegt zwischen September und März. Meist erwirbt man eine knospige oder voll erblühte einjährige Pflanze, erfreut sich einige Zeit an ihr und wirft sie nach dem Abblühen weg. Nur wenige Leute wissen, dass die Blütenpracht der Alpenveilchen von Jahr zu Jahr zunimmt. Bei richtiger Pflege gelingt ein Überleben leicht, wenn einige Regeln beachtet werden. Das beginnt schon mit dem richtigen Standort nach dem Erwerb. In warmen Räumen mit trockener Luft, z. B. auf einer Fensterbank über dem Heizkörper, werden Alpenveilchen oft von Spinnmilben befallen. Ein zu feuchter Boden begünstigt die Entstehung von Grauschimmel und Knollenfäule.

Optimal ist ein heller um die 15 ° C warmer Standort. Flur- oder Schlafzimmer bieten solche Voraussetzungen. Die Erde muss immer leicht feucht gehalten werden. Stehendes Wasser im „Herz“ der Pflanze führt schnell zur Fäulnis. Sicherer ist das Gießen über den Untersetzer. Zimmerwarmes kalkarmes Wasser, welches alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger angereichert wird, gießt man in den Untersetzer, überschüssiges Wasser wird nach einer halben Stunde weggegossen. Gelbe Blätter und welke Blüten zupft man laufend aus, da sie einen Herd für Krankheiten bilden. Werden diese Regeln beachtet, danken es die Cyclamen mit reichem Blütenflor.

Sommerschläfer

Heißes, trockenes Klima vertragen Cyclamen nicht. Deshalb hat sich der natürliche Rhythmus der Wildpflanze den klimatischen Verhältnissen ihrer Heimat angepasst und sie zieht ein, um den Sommer zu verschlafen. Obwohl man im Haus nicht unbedingt eine Ruhezeit einhalten muss, erzielt man ein besseres Gedeihen, wenn die Ruhephase im Sommer respektiert wird. Diese wird eingeleitet, indem das Düngen und Gießen verringert wird, bis alle oberirdischen Triebe verwelkt sind. Die Töpfe mit den Knollen stellt man dann an einen kühlen, dunklen Ort, wo sie in Ruhe eine neue Saison im Herbst erwarten. Ganz austrocknen dürfen die Knollen allerdings nicht, Wasser darf aber nur schlückchenweise verabreicht werden.




Ist die Ruhezeit vorbei, werden die Knollen in frische Erde umgetopft. Dabei ist zu beachten, dass sie nicht zu tief gesetzt werden, ca. ein Drittel der Knolle ragt über die Erde hinaus. Bald setzt ein reges Wachstum der Blätter ein, welches auf einen üppigen Blütenflor hoffen lässt. Je mehr Blätter sich zeigen, desto mehr Wasser vertragen die Pflanzen. Bei aller Freude über diese Pflanze sollte man aber nicht vergessen, dass Alpenveilchen giftig sind.

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