Meerrettich
Meerrettichstangen H.D. Volz/pixelio.de

 

Die Pflanze mit der dicken Pfahlwurzel, welche wild an Gewässerufern wächst, trägt ihren Namen auf Grund eines Rechtschreibfehlers. Statt Meerrettich sollte sie eigentlich Mähr-Rettich heißen, abgeleitet von Mähre- (= altes Pferd) Wurzel.




Amoracia rusticana (Amoracia lapathifolia), so der botanische Name ist eine ursprünglich in Russland heimische Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Wegen ihres scharfen, stechenden Geschmacks wurde sie wohl eher in die Futterkrippe als auf die Teller gelegt.

Meerrettich – ein altes Heilmittel

Seit dem 15. Jahrhundert wird Meerrettich als Arznei in der Volksheilkunde verwandt. Die stechenden, zu Tränen reizenden ätherischen Öle wirken harntreibend, schleimlösend und durchblutungsfördernd. Meerrettich wurde deshalb bei Nieren- und Blasenerkrankungen sowie bei Entzündungen der oberen Luftwege anempfohlen. Frisch geriebener Meerrettich wurde überdies als Umschlag gegen Zahnschmerzen und Gelenkerkrankungen angewandt. Die weiße Rübe ist reich an Calcium, Phosphor und Vitamin C, wobei die Senföle – ebenso wie bei ihrer Verwendung in der Küche – im Vordergrund stehen.

Frische Wurzel

In den Herbst- und Wintermonaten sind die langen hellschaligen Wurzeln mit den dunklen Einkerbungen, meist in Folie verpackt, auf Märkten oder in gut sortierten Gemüseabteilungen der Lebensmittelhandlungen zu finden. Bei Lagerung im Kühlschrank ist die Wurzel lange haltbar und kann portionsweise verarbeitet werden. Wer es besonders scharf mag, kaufe kleine, dünne Stangen; dicke sind wesentlich milder.

Stets frisch verwenden

Um den vollen pikanten Geschmack genießen zu können, muss Meerrettich, in Süddeutschland und Österreich auch Kren genannt, stets frisch verarbeitet werden. Gekocht verliert er an Schärfe und schmeckt leicht bitter. Wem eine ganze Stange zu viel ist oder wer sich erst einmal an den Geschmack herantasten will, dem sei Meerrettich aus dem Glas empfohlen. Kren ist vorzüglich für Dips, Suppen und Sauce geeignet. Der berühmte Tafelspitz wird stets mit Kren serviert.

Die folgenden Rezepte weisen aus, dass Meerrettich bei manch einem Gericht zur unverzichtbaren Beilage werden kann.

Meerrettichsuppe

Zutaten:

  • 500 Gramm Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Esslöffel Öl
  • 1 Liter Brühe (Würfel)
  • 80 Gramm Meerrettich
  • 1 Becher Crème fraîche
  • 1 Esslöffel Zitronensaft

Zubereitung:
Die Zwiebel feinhacken, in Öl anschwitzen, die Brühe dazu gießen und die gewürfelten Kartoffeln darin gar kochen. Mit dem Mixer pürieren. Den Meerrettich fein reiben, mit dem Zitronensaft vermischen, damit er hell bleibt. Zusammen mit der Crème fraîche in die Suppe geben.

Auch die Österreicher lieben Kren:

Apfel-Kren-Sauce

Zutaten:

  • 3 säuerliche Äpfel
  • 3 Esslöffel frisch geriebener Kren
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Teelöffel Zucker
  • 1/8 Liter Milch
  • 4 Esslöffel Sahne

Zubereitung:
Die Äpfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden. In 125 Milliliter Wasser mit dem Zucker und dem Zitronensaft aufkochen und zehn Minuten garen. Die Apfelstücke in der Flüssigkeit mit einem Stabmixer pürieren, die Milch dazu geben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Die Sahne und den Kren dazu geben und sofort servieren.

Tipp: Diese Sauce passt gut zu Fisch und gekochtem Rindfleisch.




Semmel-Kren

Zutaten:

  • 2 alte Brötchen (Semmeln)
  • ½ Liter Fleischbrühe (Würfel)
  • 1 Esslöffel geriebener Meerrettich (Kren)
  • 40 Gramm Butter
  • Salz, Zucker

Zubereitung: Von den Semmeln die dunkle Rinde abreibe. Das Innere in heißer Brühe einweichen, kochen und gut mit dem Schneebesen schlagen, bis eine homogene Masse entstanden ist Den Meerrettich dazu geben, mit Salz, Pfeffer und der Butter abschmecken.

 

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