Blühender Bärlauch
Blühender Bärlauch

 

Allium ursinum und Allium sativum sind als Würzpflanzen allgegenwärtig. Allium moly und Allium victorialis sind heutzutage unbekannt.




Allium ursinum

Der Bärlauch, eine der frühesten Würzpflanzen aus der heimischen Natur, hat sich seit einiger Zeit als Trendkraut völlig etabliert. Diese wilde Lauchart bedeckt mit seinen großen grünen Blättern ausgedehnte Areale in Laubwäldern. Schon die Germanen schätzten Bärlauch als Heilkraut gegen allerlei körperliches Ungemach (Magen- Darmerkrankungen Arteriosklerose). Bedeutungsvoll war aber auch seine ihm zugeschriebene magische Kraft. Runeninschriften auf Waffen, Amuletten und Schmuckstücken tragen oft das Wort „laukar“, „louh“ oder louch.

Bärlauch – ein Mittel gegen Hexenzauber

Sein Name (lat. ursus = Bär) impliziert die Kraft des Bären, eines verehrten germanischen Tieres. Noch im Mittelalter galt Bärlauch als Mittel gegen Hexenzauber (Hexenzwiebel), welcher jedoch vor dem 30. April geerntet sein musste. Denn in der Walpurgisnacht, so lautete die Sage, durchstreiften Hexen die Wälder und nahmen der Pflanze die Kraft, zu erkennen an der Folge, dass sie welkte.

Blühender Bärlauch
Eine sagenumwobene Pflanze © Dieter Hupka

Allium moly

Sehr ähnlich dem Bärlauch ist der Goldlauch (Allium moly), jedoch sind seine Blüten gelb. In unseren Breiten ist der Goldlauch in der freien Natur nicht zu finden. Im Garten in schattiger Lage gepflanzt blüht er bis in den Sommer hinein. Ihm fehlt allerdings der intensive Knoblauchgeruch.

In der griechischen Mythologie ist des Öfteren von einer sagenumwobenen Pflanze namens Moly die Rede, welche eine Heilkraft gegen jegliches Leiden in sich geborgen haben soll. Auch der Zauber der Kirke, die die Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelt hatte, wurde mit Hilfe der mystischen Pflanze gebrochen, nachdem der Götterbote Hermes dieses Gewächs Odysseus zum Schutz gegen deren Hexenkünste mitgegeben habe.

Allium victorialis

Im Juli/August zeigen sich die weißlich-gelben Scheindolden des Alpenlauchs (Allium victorialis). Wie sein botanischer Name verweisen auch andere gebräuchliche Bezeichnungen wie Sieglauch, Neunhemdenwurz oder Allermannsharnisch auf eine magische Bedeutung. Seit dem Spätmittelalter bis hinein in die aufgeklärte Neuzeit hielt sich der Volksglauben, dass Wurzeln dieser Pflanze Hieb-, Stich- und Schussfestigkeit verleihen würden. Selbst im Zweiten Weltkrieg war es für Soldaten aus dem Montafon nicht abwegig, einige der Zauberwurzeln mit sich zu führen.

Bei den gefährlichen Arbeiten in Bergwerken schien es einst angebracht, sich durch das Tragen von Amuletten aus Allium victorialis gegen Gasexplosionen, Verschüttungen etc. zu feien.

Liebesorakel

Im Harz war es Brauch, dass heiratswillige Mädchen am Tag vor Mariä Himmelfahrt (15. August) sich auf die Suche nach Alpenlauch machten. Wurden sie fündig, stand eine Hochzeit noch im selben Jahr bevor. Sollte ein Verehrer jedoch nicht willkommen sein, so vertrieb ihn eben diese Pflanze, natürlich gepaart mit dem passenden Zauberspruch.

Allium sativum

Seit Jahrtausenden wird Knoblauch (Allium sativum) als Speisezutat und Heilpflanze angebaut. Entweder direkt genossen oder als Präparat wird Knoblauch bei Verdauungsbeschwerden, Arteriosklerose und Bluthochdruck verwendet.




Einst wurde seine Heilkraft derartig überschätzt, dass man davon ausging, allein seine Nennung nütze gegen den bösen Blick. Ketten aus Knoblauchknollen um den Hals getragen, sollten vor Geisteskrankheiten schützen, welche angeblich durch böse Geister hervorgerufen worden waren. Einige in der Kleidung versteckte Knoblauchzehen gehörten zu Trauungen in Osteuropa. Sie sollten neidische Elfen fernhalten.

In Rumänien schätzte man Allium sativum dermaßen, dass Verstorbene mit Knoblauch im Mund beigesetzt wurden, damit ihnen ein Schicksal als Vampir erspart bliebe.

Das jedenfalls war wirkungsvoll, denn Vampire gibt es ja nicht mehr. Oder?

 


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